Suzuki V-Strom 1050 XT 2020

Suzuki V-Strom 1050 XT 2020

Die große V-Strom wird mit Elektronik aufmagaziniert!

„Back to the Roots“ lautet offensichtlich der Marschplan bei Suzuki, nach der GSX-S1000S Katana in der Optik der legendären Ur-Katana kommt nun auch die brandneue Suzuki V-Strom 1050 mit optischen Anleihen an die Suzuki DR 750 aus den späten 1980er-Jahren. Technisch und vor allem in Sachen Elektronik gibt sie sich hingegen ganz modern und wird mächtig aufgerüstet!

Ein bisschen Retro schadet nie, dachten sich vermutlich die Designer bei Suzuki und gaben der neuen V-Strom 1050 eine gehörige Portion 1980er-Flair mit auf den Weg. Vor allem die beiden V-Strom 1050 XT-Varianten in Gelb mit blauem Sattel und goldenen Felgen sowie Orange/Weiß erinnern frappant an die DR-Modelle von vor rund 30 Jahren. Warum aber auch nicht, die damaligen DR Big-Modelle (weil Einzylinder-Motoren mit fast 800 Kubik Hubraum nun mal ziemlich big sind!) waren Ikonen und setzten mit dem typischen Entenschnabel einen Trend, der bis heute seine Wirkung zeigt. Wem die beiden farbigen Versionen aber zu schrill sind, bekommt die neue V-Strom 1050 XT auch in Schwarz und die „normale“ V-Strom 1050 ganz dezent in zwei Schwarztönen oder Weiß.

Suzuki V-Strom 1050 und 1050 XT grenzen sich nun viel mehr voneinander ab

Geht es jedoch vorrangig um die technischen Raffinessen, im Speziellen um das Elektronik-Paket, muss es zwangsläufig eine Suzuki V-Strom 1050 XT sein – da ist definitiv alles drin, was man auf einer modernen Reiseenduro braucht. Müssen der V-Strom 1050 noch Kurven-ABS, Traktionskontrolle (nun dreifach statt zweifach verstell- und abschaltbar), neuerdings ein Ride-by-Wire-System und damit einhergehend drei Riding Modes als elektronische Highlights reichen, schiebt die V-Strom 1050 XT ein mächtiges Elektronik-Paket nach: Cruise Control System (Tempomat), Motion Track Brake System mit 6-Achsen-Gyrosensoren, Combined Brake System, Hill Hold Control System (Berganfahrhilfe), Slope Dependent Control System (Bergabfahr-Erkennung mit Hinterrad-Abhebekontrolle) und Load Dependent Control System (beladungsabhängiges Bremsmanagement) stehen der direkten Konkurrenz der V-Strom 1050 um nichts nach.

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Coole Gimmicks an der Suzuki V-Strom 1050 XT ohne Aufpreis

Hinzu kommen Annehmlichkeiten bei der Suzuki V-Strom 1050 XT wie Hauptständer, höhenverstellbarer und zweifarbiger Sattel, 12 Volt-Steckdose unter dem Sattel, werkzeuglos höhenverstellbares Windschild, Motorschutz, Handprotektoren, LED-Blinker und fesche Drahtspeichenfelgen statt Gussfelgen. Features, die auf der V-Strom 1050 zusätzlich bestellt werden müssen. Sogar die Spiegel sind auf der XT-Version viel sportlicher gestaltet, die V-Strom 1050 behält die Lastwagen-Rückspiegel der V-Strom 1000 – die durch ihre schiere Größe aber auch einen wirklich guten Blick nach hinten erlauben. Auf ein Farb-TFT-Display wird zwar bei beiden Versionen verzichtet, das große LC-Display ist aber gut strukturiert und scheint daher auch gut ablesbar zu sein.

Die neue Suzuki V-Strom 1050 mit überarbeitetem Motor – sauber nach Euro5

Beiden Versionen gemein ist der überarbeitete Motor, der im Zuge des Updates auf Euro5 sogar etwas stärker wurde, statt 100 PS bei 8000 Umdrehungen sind es nun 107 PS bei 8500 Touren. Das Drehmoment sinkt marginal, statt 101 Newtonmeter bereits bei 4000 Umdrehungen sind es nun 100 Newtonmeter bei 6000 Touren. Ob sich die Mehrleistung spürbar auswirkt, werden wir bei den Testfahrten prüfen, ebenso wie den Verdacht, dass mit dem, erst 2000 Touren später anliegenden maximalen Drehmoment dieser herrliche Punch von unten verloren geht.

Gewohnt gute Bremsen und Federelemente an der Suzuki V-Strom 1050

An Bremsen und Fahrwerk wurde im Gegensatz zur Elektronik nicht viel verändert, die voll verstellbaren Federelemente von KYB waren aber auch bei der V-Strom 1000 schon sehr stimmig und die radial montierten Tokico-Monoblocs samt 310er-Doppelscheiben machten ebenfalls auf der Vorgängerin eine ausgezeichnete Figur. Selbst der Auspuff ist zumindest optisch unverändert, das dicke Ofenrohr an der rechten Seite wird also auch die neue Suzuki V-Strom 1050 zieren – passt somit aber ohnehin ganz gut zum gelungenen Retro-Style der neuen großen V-Strom.

Die Verkaufspreise sind vorerst nur für Deutschland verfügbar, die Differenz zwischen normaler Suzuki V-Strom 1050 mit 12.790 Euro zuzüglich Nebenkosten und V-Strom 1050 XT mit 14.190 Euro zuzüglich Nebenkosten lassen darauf schließen, dass auch in Österreich und in der Schweiz der Aufpreis für die vollausgestattete V-Strom 1050 XT voll in Ordnung geht! Verkaufsstart in Europa ist voraussichtlich Ende Februar 2020.

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Bericht vom 05.11.2019 | 13.343 Aufrufe

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