Arge 2Rad Pilotprojekt FAHR RUHIG WEITER

Gemeinsam mit der Gemeinde Tulbing gegen Motorradlärm

Die Arge 2Rad startet gemeinsam mit der Gemeinde Tulbing das Pilotprojekt FAHR RUHIG WEITER gegen Motorradlärm. Ziel aller Beteiligten ist es, eine nachhaltige Lösung für die vom Lärm betroffenen Anrainer zu finden und somit der leidigen Diskussion über 95 dB ein Ende zu setzen.

Kurz nach Beginn der Motorradsaison 2021 startet ein erster Politversuch unter Teilnahme der Gemeinde, der Exekutive, des Kuratoriums für Verkehrssicherheit und der Arge 2Rad, dem Dachverband der österreichischen Zweiradindustrie und Zweiradimporteuren. "Die Lärmbelästigung unserer Anrainer hat in den letzten Jahren massiv zugenommen," so der Tulbinger Bürgermeister Thomas Buder, "viele Einzelmaßnahmen führen dabei zum Erfolg, jedoch bedarf es hauptsächlich einer Veränderung des Verhaltens einiger Motorradfahrer, die unsere wunderschöne Landschaft und Gemeinde als Rennstrecke benützen."

Ein respektloser Fahrstil kein Kavaliersdelikt

Diesen Ansatz verfolgt auch die Arge 2Rad. "Wir setzen unsere ganze Kraft dafür ein, einerseits mit bewusstseinsbildenden Maßnahmen die wenigen schwarzen Schafe davon zu überzeugen, dass ein respektloser Fahrstil kein Kavaliersdelikt ist, sondern ein absolutes No-Go. Andererseits fordern wir die politischen Stellen auf, die Exekutive zu unterstützen und der Polizei genügend menschliche und technische Ressourcen zur Verfügung zu stellen, um illegale Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen," so Karin Munk, Generalssekretärin. Eine breit angelegte, von der Arge 2Rad finanzierte Plakatkampagne unter dem Motto "Fahr RUHIG weiter" soll hier einer von vielen Schritten zu einer nachhaltigen Lärmreduktion sein.

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Erste Evaluierung nach der Saison 2021

Seitens der Polizei wird es Schwerpunktaktionen in der betreffenden Gemeinde geben. Geprüft werden soll zunächst, ob der Auspuff eine Betriebserlaubnis hat. Ein weiterer Punkt ist dann die Kontrolle des Standgeräuschs, aber nicht einfach durch das Ablesen des Wertes im Fahrzeugschein, sondern durch eine echte Messung vor Ort. So können illegale Fahrzeugen aus dem Verkehr gezogen werden. Nach übereinstimmender Meinung sind es nämlich nur drei bis fünf Prozent der Motorradfahrer, die zu laut unterwegs sind. Sei es durch illegale Umbauten oder durch unsachgemäßes Benutzen des Fahrzeuges. Auch infrastrukturelle Maßnahmen wurden seitens der Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit in Angriff genommen. Nach der Motorradsaison 2021 wird diese Aktion evaluiert, im Herbst folgen die Details.

Bericht vom 21.06.2021 | 1.499 Aufrufe

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