BMW Motorrad zieht sich von allen Messen zurück

Naht das Ende von EICMA, INTERMOT und Co.?

Neue Live- und Digitalformate treten bei BMW Motorrad zukünftig verstärkt an die Stelle traditioneller Messeauftritte. Insbesondere entfallen dadurch die bisher zentral von BMW Motorrad ausgerichteten klassischen Engagements auf den beiden Leitmessen EICMA in Mailand und Intermot in Köln.

EICMA und Co. verlieren einen der größten Motorradhersteller

Die Messestände von BMW auf den großen Leitmessen, waren stets beeindruckend gestaltet und gut besucht. In Zukunft wird sich ein Bild wie das oben allerdings nicht mehr schießen lassen. Kurz nachdem die EICMA-Veranstalter den Termin für 2021 bestätigen, sagt der Münchner Großhersteller seine Teilnahme bei allen Groß-Messen ab. Man will die Kommunikationsstrategie in Zukunft neu ausrichten. Fokus für neue Produkte und Angebote von BMW Motorrad wird dabei neben hauseigenen Formate von BMW Motorrad auf externe Formate, wie die 1000PS Onlinemesse gelegt. Aber auch Live-Formate werden sobald es wieder möglich sein wird stattfinden.

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Hintergründe zur Entscheidung vom BMW den Leit-Messen fernzubleiben

Der Schritt erscheint nach bald einem Jahr Pandemie logisch, ist aber für die Messe-Veranstalter ein herber Schlag. Denn die Vorgehensweise könnte unter den großen Herstellern schneller Schule machen, als es ihnen lieb ist. Schließlich zeigte die Corona-Pandemie glasklar auf, dass es auch ohne große Leitmessen geht. Die Motorradbranche hat 2020 zwar viele Unsicherheiten durchleben müssen, für die allermeisten Hersteller ging das Jahr aber zufriedenstellend zu Ende. Der Absatz an Neumotorrädern zeigte in allen DACH-Märkten ein starkes Plus. Dem gegenüber stehen hohe Kosten, für Standmiete, Personal, Planungsaufwand, Logistik, etc., die durch eine Messeteilnahme bestehen.

Der Leiter von BMW Motorrad, Dr. Markus Schramm erörtert: " Unsere strategische Neuausrichtung der Kommunikation in Form des verstärkten Einsatzes von Live- und Digitalformaten ermöglicht es uns, zukünftig noch mehr Menschen weltweit für Produkte und Angebote von BMW Motorrad zu begeistern und sie optimal zielgerichtet anzusprechen. BMW meint also, dass das Geld, das bisher in die großen Messen geflossen ist, auf anderen Kanälen besser eingesetzt werden kann und damit mehr potenzielle Käufer erreicht werden.

Regionalmessen und Live-Veranstaltungen als Trost

Die kommunikative Nutzung von messeunabhängigen eigenen Live- und Digitalformaten ermöglicht neben einer flexibleren zeitlichen Platzierung von Weltpremieren und Produktvorstellungen auch eine intensivere Interaktion mit allen Zielgruppen sowie eine verstärkte Informationsreichweite. BMW Motorrad wird sein Produktangebot zudem auch weiterhin auf ausgesuchten regionalen Motorradmessen den Besuchern präsentieren und gegenüber sich neu entwickelnden Formaten offen sein. Probesitzen auf Neuheiten sollte also dennoch möglich sein. Wir sind gespannt ob, bzw. wenn ja, wann die anderen Hersteller mitziehen.

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Bericht vom 25.01.2021 | 30.415 Aufrufe

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