De Puniets Sonderleistung: Im Schmerz zum besten Finish

Randy de Puniets Knie und Schulter waren auch am Rennsonntag bei weitem nicht schmerzfrei, aber er fuhr trotzdem zu seinem besten MotoGP-Ergebnis.

De Puniets Sonderleistung: Im Schmerz zum besten Finish

Auch wenn der Kampf an der Spitze beinahe die gesamte Aufmerksamkeit aufsog, so verdiente sich Randy de Puniet mit seiner Leistung in Barcelona einiges an Anerkennung. Denn der Franzose holte mit Platz fünf nicht nur das beste MotoGP-Ergebnis seiner Laufbahn, sondern verdrängte dabei auch die Schmerzen in seinem Knie und der rechten Schulter, die nach Stürzen in Le Mans und Mugello beide stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. "Ich freue mich sehr, dass ich in diesem Zustand den zweiten Startplatz und den fünften Rennplatz holen konnte", sagte der vollkommen erschöpfte de Puniet der BBC.

Besonders zufrieden war er, weil er seiner Meinung nach 25 Runden sein Tempo halten konnte, obwohl ihm folgendes fehlte: "Ich hatte seit Le Mans viele Schmerzen und Probleme mit meinem Schlüsselbein und mein Knie ist seit Mugello komplett zerstört." Beim Knie hatte er vor dem Wochenende noch gehofft, dass es nicht so schlimm sein würde, was aber nur teilweise eintraf. "Am Montag nach dem Rennen war es doppelt so groß. Jetzt ist es besser, aber sicher noch nicht gut. Ich hoffe, dass es während der zehntägigen Pause wieder besser wird und ich mit voller Kraft in Donington ankomme."

Was de Puniet als einziges störte, war, dass er nicht mit der Spitze mithalten konnte, nachdem ihn Toni Elias etwas berührt hatte. "Ich weiß nicht, was passiert ist, aber er hat mein Knie und meinen Lenker berührt. Auch wenn es nicht schwer war, ihn wieder zu überholen, hat mich das den Kontakt zur Spitze gekostet. Ich habe weiter gepusht und fuhr einen guten Rhythmus, aber sie waren definitiv schneller." Michael Bartholemy störte das nur wenig, denn er beschrieb de Puniets Leistung als "beeindruckend". Der Kawasaki Competition Manager konnte auch gut beschreiben, wie schwer es de Puniet wirklich hatte: "Der Schmerz ist jedes Mal in sein Gesicht geschrieben, wenn er den Helm abnimmt, er schaffte es aber, heute das ganze Rennen konstant zu bleiben."

©adrivo Sportpresse GmbH
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Foto: ©Kawasaki

Bericht vom 10.06.2007 | 1.584 Aufrufe

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