Partylaune bei Yamaha: Nicht in den wildesten Träumen

Valentino Rossi konnte seinen Sieg noch immer nicht recht fassen und Davide Brivio war völlig verzaubert. Nur Colin Edwards ging es nicht so gut.

Partylaune bei Yamaha: Nicht in den wildesten Träumen

Die Worte von Valentino Rossi wurden nach dem Rennen gerne gehört, denn sein Sieg in Mugello war nicht nur stark, er war beinahe überwältigend - auch für ihn. "Wieder in Mugello zu gewinnen ist ein unglaubliches Gefühl für mich und ich bin jetzt sehr glücklich. Hier vor den Fans zu fahren, ist immer unglaublich und sie verleihen mir zusätzliche Motivation. Es ist ein unglaubliches Gefühl, so viel Gelb um die Strecke zu sehen. Die Fans waren heute 'verrückt' und es war ein wunderbares Rennen", erzählte Rossi. Zu der tollen Kulisse trug auch das Wetter bei, das sich diesmal von der freundlichen Seite zeigte.

Und auch Rossi musste seine Fans und das Wetter nicht enttäuschen, denn er hatte von seinem Team eine Maschine bekommen, die er so fahren konnte, wie er wollte. Auch die Reifen spielten voll mit. "Ich hatte keinen guten Start, aber sobald sich meine Reifen aufgewärmt hatten, ist meine M1 regelrecht geflogen und ich konnte mich an die Spitze kämpfen. Von Beginn an haben alle 100 Prozent gegeben und es war in den ersten Runden ein großer Spaß", meinte er. Zusammenfassend bezeichnete er das Rennen dann als perfekt, da er das Gefühl hatte, dass alles für ihn lief. "Mugello ist eine magische Strecke für mich und dieser Sieg gibt uns viel Kraft und Selbstvertrauen für die kommenden Rennen."

Vielleicht kann auch Colin Edwards etwas von dieser Kraft profitieren, denn für den Texaner ist es ganz und gar nicht nach Wunsch gelaufen. Von Startplatz 16 tat er sich einfach zu schwer. "Ich denke, ich hatte heute die Pace, um Fünfter oder Sechster zu werden, aber da ich so weit hinten gestartet bin, habe ich alleine in der ersten Runde sechs oder sieben Sekunden verloren, da so viel Verkehr vor mir war", ärgerte er sich. Was ihn aber noch mehr ärgerte, war der Freitagmorgen als er wegen einer missglückten Setup-Variante fast das ganze Training verlor - eine von zwei Sessions, die im Trockenen stattfand. "Ich denke, das hier ist meine Schreckensstrecke und ich kann es nicht erwarten, hier wieder wegzukommen und gleich in Barcelona wieder weiterzufahren."

Für Team Direktor Davide Brivio überwog aber die Freude und nicht die Misere von Edwards. "In Mugello zu siegen, ist ja schon wundervoll, aber mit einer Lücke wie dieser ist es unglaublich. Selbst in unseren wildesten Träumen hätten wir uns kein besseres Rennen mit Valentino vorstellen können", sagte er. Den Verdienst für den Sieg rechnete er Rossi und dem Team zu, da beide Seiten unablässig für den Erfolg gearbeitet haben. "Wir haben in letzter Zeit gut reagiert. Wir kamen mit guten Motorentwicklungen hierher und Michelin hat auch ein paar Verbesserungen gemacht. Das ist ein großer Moment für alle", meinte Brivio. Außer vielleicht für Edwards, dem der Team Direktor aber auch ein gutes Rennen bescheinigte, das einfach nur von der Startposition zunichte gemacht wurde.

©adrivo Sportpresse GmbH
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Foto: ©Fiat Yamaha

Bericht vom 03.06.2007 | 1.382 Aufrufe

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