Stoner sagt nein, Rossi sagt ja: Kraftvorteil ja oder nein?

Casey Stoner wehrt sich dagegen, dass seine Ducati auf den Top Speed reduziert wird. Für Valentino Rossi ist aber gerade dieser Vorteil besonders groß.

Stoner sagt nein, Rossi sagt ja: Kraftvorteil ja oder nein?

Auch wenn es für alle offensichtlich war, so bestand Casey Stoner darauf, dass die Ducati eben nicht nur ein reines Motorrad für die Hochgeschwindigkeitsstrecken ist. Der Kraftvorteil war in Shanghai aber deutlich zu sehen, während Valentino Rossi in den kurvigeren Sektionen Boden gut machen konnte. Stoner wollte das aber so nicht gelten lassen. "Viele Leute haben dies und das über Ducati und den Speed gesagt, aber im Laufe der Jahre hat sich gezeigt, dass Geschwindigkeit nicht alles ist. Man muss die Maschine um die ganze Strecke bringen. Das kann Ducati, wir haben nur auf den Geraden einen Vorteil", sagte er der BBC.

Da die Geraden aber nur ein Teil der Strecke sind und nicht die ganze Strecke, sieht sich Stoner bestätigt. "Ich freue mich nur, dass wir einen Vorteil haben." Allerdings widersprach er sich kurz darauf. Denn plötzlich sprach er davon, dass es eben nicht auf der ganzen Strecke rund gelaufen sei. "Das Team hat wirklich gute Arbeit geleistet, um die Maschine abzustimmen. Auf dieser Strecke hatten wir in ein paar Sektionen Probleme, aber wir haben die Stärken ausgenutzt. Jene Teile, in denen wir wussten, dass wir gut sind, haben wir stark gefahren. Ich habe nur versucht, in jenen Teilen sicher zu fahren, wo wir das nicht waren. Und das hat heute wieder funktioniert." In den Kurven gab es dann also doch die ein oder andere Unpässlichkeit.

Valentino Rossi sprach jedenfalls von einem enormen Vorteil, den Stoner wegen der größeren Kraft der Ducati genießt. "Ich meiner ganzen Laufbahn habe ich noch nie eine Maschine gesehen, die so viel schneller ist, als jede andere. Stoner verdient viel Anerkennung, weil er sehr gut fährt, aber das ist leicht, wenn man auf der Geraden 20 km/h schneller ist", meinte Rossi zum Fernsehsender Italia1. Deswegen hätte der Australier nämlich einen psychologischen Vorteil, erklärte er weiter. "Denn man muss in den Kurven nichts Zusätzliches tun, da es auf der Geraden schon so einen großen Unterschied gibt. Ich würde gerne mit zwei Maschinen fahren, die das gleiche schaffen."

Doch Rossi wollte mit seinen Ausführungen die Leistung Stoners keineswegs schmälern. "Er hat eine großartige Saison, er fährt sehr gut, macht keine Fehler und er ist sehr präzise. Also einen großen Glückwunsch an ihn", sagte Rossi. In zwei Wochen kann er aber dann vielleicht schon zurückschlagen. Auf dem Bugatti Circuit in Le Mans gibt es zwar auch Geraden, die sind aber bei weitem nicht so lange wie in Shanghai. Dann wird man sehen, wie gut die Ducati in den Kurven mitgehen kann.

©adrivo Sportpresse GmbH
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Foto: ©Ducati

Bericht vom 06.05.2007 | 1.690 Aufrufe

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