Piaggio 1 Feng Chen Wang Edition Test 2022

E-Roller im Designer-Outfit

Piaggios erster Elektroroller ist nun endlich hier und der Name ist Programm: One. Ist er auch die Nummer 1 unter den Elektrorollern bis 45 km/h? Wir haben ihn in Wien getestet.

Wo könnte man einen AM-Elektroroller besser testen als in Österreichs wunderschönen Hauptstadt? Genau dort, nämlich im 1. Wiener Gemeindebezirk haben wir uns versammelt, um fünf Elektroroller gegeneinander antreten zu lassen: 45 km/h Elektroroller Vergleich. In Sachen Design in der Piaggio 1 aber besonders hervorgestochen - auch dank der Special Edition. Doch was steckt hinter dem Design und wie schlägt sich der Mopedroller im Stadtbetrieb? Die Antwort gibt es hier.

Designerin Feng Chen Wang kreiert das Design

"Wasser mit dem Symbol des Pheonix vereint." So beschreibt Piaggio das Design, das von der in London lebenden Designerin Feng Chen Wang entworfen wurde. In der Modewelt ist sie bereits ein bekannter Name, hat sie doch mit Nike, Converse, UGG, Levis und anderen weltweit bekannten Marken zusammengearbeitet. Das neueste Projekt ist eben Piaggio mit der Special Edition des One, das sich durch seine Türkistöne und maritime Elemente auszeichnet. Technisch ändert sich nichts am 1 wenn man sich für die 300 Euro (DE), beziehungsweise 400 Euro (AT) teurere Sonderserie entscheidet.

Piaggio 1 Leistung und Reichweite

Der neue Piaggio 1 ist in mehreren Leistungs- und Reichweitenstufen erhältlich - so auch die Feng Chen Wang Edition. Unser Exemplar war der Standard-1 mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und einer Reichweite von rund 45 Kilometer im Sport-Fahrmodus. Es lässt sich auch auf den ECO-Modus wechseln - dieser reduziert den Top Speed auf 30 km/h, steigert dafür den Aktionsradius auf theoretische 60 Kilometer. Unsere Empfehlung ist daher im Sport-Modus zu bleiben, da der Reichweiten-Benefit nicht in Relation mit dem Geschwindigkeitsverlust steht. Außerdem muss man schon weit fahren, um im Großstadtdschungel 45 Kilometer zu reisen.

Denn auch im Sport-Modus, der neben dem ECO-Modus der einzig wählbare Fahrmodus ist, liegen Leistung und Beschleunigung nicht im Spitzenfeld dieser Klasse, wie wir beim 45 km/h Elektroroller Vergleich herausgefunden haben. Die Ampelstarts gehen etwas träge vonstatten und auf Steigungen plagt sich der AM-Roller die Geschwindigkeit zu halten. Enttäuschend, denn wenn jemand weiß wie man Roller baut, dann eigentlich der Piaggio Konzern.

Akku- und Ladekonzept zeigen sich alltagstauglich

Eine positive Überraschung findet sich hingegen unter der Sitzbank des Piaggio 1. Abgesehen davon, dass ein Jethelm Platz findet, wird man einen entnehmbaren Akku entdecken - ein Feature das die Konzernschwester Vespa Elettrica nicht aufweisen kann. Somit kann der Akku entweder im Fahrzeug, oder in den eigenen vier Wänden geladen werden, was Menschen mit Laternenparkplatz entgegen kommt. Der 10 Kilogramm schwere Akku mit einer Kapazität von 1,4 kWh kann also entspannt getragen und innerhalb von 6 Stunden komplett aufgeladen werden. Damit steht einem voll geladenen Fahrzeug nichts mehr im Weg, wenn man seinen morgendlichen Pendelweg antritt.

Piaggio 1 Stauraum und Akku
Unter der Sitzbank des Piaggio 1.

Piaggio 1 Ausstattung und Komfort

Sind die Akkus voller Energie geht es in den alltäglichen Kampf im innerstädtischen Gebiet. Per Fernbedienung wird der One entsperrt, danach braucht es nur die Auswahl des Fahrmodus um durchzustarten. Das große LC-Display wirft keinerlei Fragen in der Darstellung auf - Geschwindigkeit, Reichweite und Akkuladestand sind immer im Blick, weitere Informationen wie Außentemperatur oder die Uhrzeit komplettieren die Anzeige. Dank serienmäßiger USB-Steckdose in der Beinverkleidung kann sogar ein Smartphone geladen werden, gleich daneben findet sich ein praktischer Taschenhaken für den täglichen Einkauf.

Dieser kann im flachen Durchstieg abgestellt werden, der zudem das Auf- und Absteigen schnell und komfortabel macht. Allgemein zeigt sich der Piaggio 1 als bequemer Begleiter. Der Federkomfort ist für diese Klasse hochwertig, die Bremsen vermitteln ein gutes Ansprechverhalten. Wer noch mehr Stauraum für tägliche Erledigungen sucht, kann auch auf ein optionales Topcase zurückgreifen.

Preis und Wartung des Piaggio 1

Wer auf elektrische Fortbewegung mit hochwertiger Verarbeitung umsteigen will, kann sich freuen, denn der Piaggio 1 zeigt sich preislich attraktiv. In Österreich kostet der normale One 3.599 Euro, die Feng Chen Wang Edition 3.999 Euro. In Deutschland liegen die Preise bei 2.699 Euro für das Standard-Modell und 2.999 Euro für die FCW-Edition. Wobei noch erwähnt werden sollte, dass Länder und Bundesländer unterschiedliche Förderungen auf Elektrofahrzeuge bieten, die den Preis weiter drücken können. Aktuelle Angebote findest du hier: Piaggio 1 kaufen.

Zuletzt sollte erwähnt werden, dass die Wartung aufgrund des Elektroantriebs deutlich geringer ausfällt. Das senkt die Unterhaltskosten und freut die Geldbörse.

Fazit: Piaggio 1 2022

Mit dem One ist Piaggio ein ausgereiftes Erstlingswerk in der Elektromobilität gelungen - doch wen wundert's? Schließlich hat kaum ein Hersteller so viel Erfahrung mit Stadtrollern. Da kommt es ein wenig enttäuschend, dass der E-Roller nicht spritziger von der Ampel startet. Kann man darüber hinwegsehen, kauft man jedoch einen coolen Stadtflitzer, den man einfach zuhause laden kann.


  • hochwertige Verarbeitung
  • entnehmbarer Akku
  • geringes Gewicht
  • einfaches Handling
  • cooles Design
  • schwacher Antrieb

Bericht vom 18.08.2022 | 9.185 Aufrufe

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