Power Nakedbike Vergleich 2017

Power Nakedbike Vergleich 2017

Tuono gegen SuperDuke, S1000R, Street Triple RS und MT10

Powernakedbikes im Vergleich. Ist die Tuono Factory auch 2017 unschlagbar? BMW, KTM, Yamaha und die kleine Street Triple RS treten am Pannoniaring an.

Mit voller Hose ist leicht stinken. Ich mag diesen Spruch zwar nicht besonders, aber in diesem Fall trifft er absolut zu. Denn wer eine Aprilia Tuono V4 1100 Factory in der Garage hat, der neigt dazu, „ihn“ ein bissl raushängen zu lassen. Im Falle unseres geschätzten Mitarbeiters Zonko lautete die Ansage: „Nichts und niemand kann meine göttliche italienische V4-Rakete schlagen! Sie ist das derzeit beste und schnellste Nakedbike am Markt!“ So eine Ansagenehmen wir natürlich mit vollem Ernst und die Herausforderung gerne an. Lasset die Spiele beginnen!

Aprilia Tuono V4 1100 Factory 2017 im Vergleich

Selbst wer unbedacht und beiläufig öffentlich kundtut, dass er oder sie aus einem bestimmten Grund der oder die Beste sein soll, der muss damit rechnen, dass irgendjemand einen offiziellen, rational belegbaren Beweis dafür verlangt. In unserem Falle waren das NastyNils und K.OT. Denn kaum hatte Zonko seinen Satz von der Regentschaft des V4 zu Ende gesprochen, hatten die beiden indirekt zum Duell Geforderten schon eine BMW S 1000 R, eine KTM 1290 Super Duke R, eine Yamaha MT-10 und eine Triumph Street Triple RS besorgt und Termin und Ort der Satisfaktion auf den 12.6. zum Trackday am Pannoniaring gesetzt.

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Ist die Aprilia V4 Tuono Factory auch 2017 unschlagbar? BMW S1000R, KTM SuperDuke R, Yamaha MT-10 und die kleine Street Triple RS treten am Pannoniaring an.

Leistungsdaten Nakedbikes 2017

In oben genannter Reihenfolge heißt das 175 gegen 165 gegen 177 gegen 160 gegen 123 PS. Während die Gewichtsunterschiede zu vernachlässigen sind, fällt die Streety RS mit einem Leistungsnachteil von 37 bis 43 PS etwas aus der Reihe. Doch mit einem erstklassigen Fahrwerk und Bremsen könnte sie den anderen am Pannoniaring trotzdem gefährlich werden. Die Streckenrekorde bei den Profis der 1000er- und 600er-Klasse liegen schließlich auch nur 2 Sekunden auseinander.

Triumph Stree Triple RS ein Powernaked-Killer?

Die Street Triple RS kann mit einem guten Fahrer ohne weiteres die weniger versiert berittenen, hubraumstärkeren Konkurrentinnen abmontieren, aber da reden wir wieder vom Faktor Fahrer und den wollten wir beiseitelassen. Ebenfalls mit einem serienmäßigen Schaltautomaten (hochschalten ohne Kupplung) ausgestattet, ist sie ein bisschen flinker und beweglicher als die großen Schwestern, was sich vor allem im Kurveneingang bemerkbar macht, doch fehlt ihr im Ausgang das Schmalz. Das fällt vor allem dann auf, wenn man von einem 170 PS-Gerät wieder auf die „kleine“ Streety umsteigt, das ist fast ein Schock. Was aber auch auffällt, ist die Ruhe, die plötzlich im Fahrzeug herrscht, vor allem bei maximaler Beschleunigung und bei höheren Geschwindigkeiten. Der Asphalt des Pannoniarings hat ja in den letzten zwei Jahrzehnten etliche Blessuren davongetragen, die jetzt angeblich nach und nach geflickt werden, weshalb ein stabiles Motorrad umso wichtiger ist. Und mehr Power bringt mehr Unruhe ins Chassis und fordert die Reifen stärker, die aufgrund der 34 Grad (!) Außentemperatur sowieso schon am Limit waren.

Die Street Triple war mit ihren Pirelli Diablo Supercorsa SP wie die Tuono am besten ausgestattet und konnte ihre großzügige Schräglagenfreiheit ausnutzen, am schwersten hatte es die BMW S 1000 R mit ihren Bridgestone S20, dem VorVorgängermodell des beliebten S21. Ebenfalls äußerst positiv und mir persönlich sehr wichtig sind die verstellbaren Hebel und die unglaublich leichtgängige Kupplung. Diesbezüglich kann die BMW mit ihrer nicht verstellbaren Seilzugkupplung nicht mithalten. Eines ist wurde schnell klar. Die Street Triple RS kann schnell fahren, verzeiht aber weniger Fehler bei Linie und beim Schalten. Man fühlt sich sehr schnell wohl auf ihr, aber um mit ihr eine S1000R zu fordern muss man sie perfekt und fehlerlos fahren.

BMW S1000R im Nakedbike Vergleich 2017

Bei der BMW muss man etwas ins Börserl greifen, wenn man die Ausstattung wie auf unserem Testbike verlangt. Zwar haben die Bayern trotz EURO4 um 5 PS mehr Leistung und um 2 kg weniger Gewicht in der Überarbeitung umgesetzt und einige Features wie den HP-Auspuff in die Serienausstattung und das ABS Pro in das Sonderzubehör aufgenommen, doch elektronisches Fahrwerk und Blipper für den Schaltautomaten gibt es nach wie vor nur für ein Zubrot. Da die BMW-Kundschaft aber bei der Ausstattung ohnehin immer aus dem Vollen schöpft, werden wir das in Zukunft auch nur mehr selten ansprechen. Mit dem semiaktiven Fahrwerk stellen sich Gabel und Federbein nicht nur auf jede Fahrsituation momentan ein, es verbindet auch die getrennten Welten Komfort und Sportlichkeit. Weshalb man die BMW entspannt zur Rennstrecke fahren kann, auf der Rennstrecke fahren und wieder heimdüsen kann. Alles, was man tun muss, ist ein paar Knöpfe drücken und das Motorrad ändert seinen Charakter. Bei der Street Triple RS mussten wir das Fahrwerk noch etwas härter stellen, da es für den Straßenbetrieb abgestimmt war.

Die BMW ist ebenfalls sehr präzise, ruhig und exakt. Trotzdem muss man sagen, dass die Güte des Fahrwerks und auch die Güte der Traktionskontrolle das Niveau der Aprilia nicht erreichen kann. Die 165 PS zerren aber auch bei ihr an der Kette und lassen die Gabel bei forscher Gangart flattern. Beim Sound hat kein Modell enttäuscht, auch die S 1000 R klingt nicht nur gut, sondern einzigartig, sodass sich ihr Reihenvierzylinder nicht vor der Konkurrenz verstecken muss. Der Schaltautomat, auf unserem Testfahrzeug zusätzlich mit der optionalen Blipperfunktion ausgerüstet, gefiel mir auf der BMW am besten, ein für uns bereits unverzichtbares Teil auf der Rennstrecke. Die S1000R fühlt sich im Test etwas langsamer an, ist es aber nicht. Die Sitzposition ist weniger nach vorne orientiert als bei der supersportlichen Tuono. Das macht die BMW universeller aber etwas weniger angriffslustig auf der Rennstrecke.

Der zweite Reihenvierzylinder in dieser Weltgruppe des Motorradwahnsinns gehört der Yamaha MT-10, allerdings mit Crossplane-Kurbelwelle, wodurch sein Klang noch distinktiver wahrgenommen wird und sich verdammt nach MotoGP anhört. Sie hängt ähnlich aggressiv am Gas wie der V2 der Super Duke R, ist aber drumherum mit weniger Elektronik bestückt. Drei Fahrmodi, drei Stufen der Traktionskontrolle, da bleiben die Einstellmöglichkeiten auf Knopfdruck überschaubar und das finde ich gut. Diese Modi werden von Testfahrern auf tausenden Kilometern herausgefahren – und ich vertraue ihnen. Im Vergleich zu den anderen Vier wirkt die Bremse der MT-10 nicht so scharf und kraftvoll und braucht mehr Druck am Hebel. Die neuen TFT-Farbbildschirme zeigen zwar mittlerweile jede erdenkliche Info an, allerdings kann das bunte Treiben am Smartphone-Cockpit vom eigentlichen Geschehen auf der Straße ablenken. Also wer Einstellungen verändern will: Strecke verlassen und dann durchführen. Die MT-10 begeistert mit einem sehr agilen Handling und dem kürzesten Radstand im Feld (1400 mm), sogar um 10 mm kürzer als der der Street Triple RS.

Durch den breiten Tank fühlt sie sich im Sitz aber etwas klobig an und auch die Schräglagenfreiheit ist auf der Rennstrecke wegen der etwas weiter unten montierten Fußrasten begrenzt. Platz für etwaige Turnübungen bleibt aber genug. Die MT-10 schafft eine tolle Grätsche zwischen wild, unvernünftig und cool aber trotzdem bietet sie viel Fahr- und Sitzkomfort. Das ist gut auf langen Touren, kostet aber etwas Zeit auf der Rennstrecke. Bei den Rundenzeiten muss sie sich hinter BMW, KTM und Aprilia einordnen. Deutlich besser würde es bestimmt mit der “SP” gelingen. Diese hatten wir beim Test jedoch nicht dabei. Das Fahrwerk und der Schaltassistent sind dort natürlich erste Wahl und reduzieren die Rundenzeiten bestimmt deutlich. Das Niveau der Traktionskontrolle wird aber auch in der SP nicht das Niveau der Aprilia erreichen. Denn die MT-10 SP hat zwar viele, aber nicht alle Komponenten aus der R1M übernommen. Die komplexe IMU ist zum Beispiel nicht mit an Bord, sondern “nur” das herkömmliche Sicherheitspaket aus der MT-10 mit wenig Ambitionen auf Rennsiege.

KTM 1290 SuperDuke R 2017 im Vergleich

Noch mehr turnen kann man allerdings auf der KTM 1290 Super Duke R. Man versteht einfach nicht, wie schlank so ein Motorrad mit Gitterrohrrahmen und einem mächtigen 1301 Kubik V2 um die Mitte rum sein kann. Die kantigen Flanken am Tank liegen weit über meinen Oberschenkeln, weshalb auch Leute um die 1.90 m kein Problem mit dem Platzangebot haben sollten. Das und die Sitzhöhe von 835 mm (alle anderen haben 825 mm, die S 1000 R nur 814 mm) erklären auch, dass sich NastyNils mit 1.85 m am wohlsten gefühlt hat auf der KTM und sie für ihn die Nummer 1 im Feld ist.

Außerdem ist sie ohne Frage die spektakulärste Sportlerin dieses Quintetts, denn in Mattighofen stehen prinzipiell der Fahrer und sein Fahrerlebnis im Zentrum. Änderungen am Fahrwerk, eine härtere Gabelfeder und eine nach vorne und unten verschobene Position des Lenkers haben dazu geführt, dass die Super Duke vor allem beim Beschleunigen und auf der Geraden beherrschter geworden ist. Man muss weniger kämpfen, aber noch immer voll dabei sein, dass einem das Biest nicht ausbricht. Ohne das volle Elektronikprogramm muss der Pilot schon ordentliches Potenzial haben und sollte im Sattel keinesfalls über die Einkaufsliste fürs Wochenende nachdenken. Unter anderem haben engagiertere Steuermänner die Möglichkeit, den Supermoto-Modus beim ABS zu wählen, der die Bremshilfe am Hinterrad außer Kraft setzt. Der Schaltautomat funktioniert nicht so geschmeidig und exakt wie bei der Tuono oder der S 1000 R, den Blipper gibt es nur gegen Aufpreis. In Sachen „Stuntastik“ – das Wort habe ich gerade für die erfunden – macht der KTM keine was vor. Das schnellste Gesamtpaket aber bleibt die Tuono Factory. Wirklich großartig aber auch gnadenlos ist der Online-Konfigurator zu der neuen SuperDuke von KTM. Man kann sich sein persönlichen Traum individuell konfigurieren und mit allerlei Extras ausstatten. Das Ergebnis ist mächtig - in jeder Hinsicht.

Preise Powernakedbikes 2017

Insgesamt wird es immer schwieriger die Preise der Motorräder zu vergleichen. Die Tuono zum Beispiel hat alles mit an Bord und bietet einen transparenten Preis. Aber natürlich auch vom Werk weg keine individuellen Konfigurationsmöglichkeiten. Ebenso sieht es bei den Yamahas aus. Bei der Triumph hat man ja schon eine große Auswahl an verschiedenen Street Triple Modellen und bei KTM und BMW gibt es vielfältigste Ausstattungsmöglichkeiten. Wir haben hier für euch die Links in unserem Marktplatz mit konkreten Angeboten zusammengestellt. Dabei ist natürlich immer darauf zu achten, welche Extras / Features bei den jeweiligen Motorrädern mit an Bord sind.

BMW S 1000 R das Lieblingsbike von K.OT

Ich hätte mein Geld vor dem Vergleich auf die S 1000 R gesetzt. Sie hatte die letzte Super Duke R vor zwei Jahren in Brünn eindrucksvoll auf den zweiten Platz verwiesen, doch dieses Jahr wurden die Karten neu gemischt. Sowohl KTM als auch BMW haben deutlich nachgebessert und dennoch reicht es nicht für den Sieg gegen Italien. Ist es der atemberaubende, 175 PS starke V4, der klingt wie die drei Tenöre durch eine fette Marshall-Box? Ist es das hochfeine Öhlins-Fahrwerk? Ist es das volle, serienmäßige Elektronikpaket? (3 Fahrmodi, Traction-, Wheelie-, Launch-Control, Quickshifter mit Blipper, Race-ABS dreistufig und abschaltbar) Ist es dieses himmlische, ehrfurchtgebietende Heck, das aussieht wie eine mittelalterliche Waffe in Kombination mit dem 200er Hinterreifen? Wie gesagt, es ist das Gesamtpaket, das Aprilia mit der Tuono V4 1100 Factory bietet, das erklärt, warum Zonko so selbstsicher die Zukunft voraussagen konnte.

Die Tuono ist noch einmal einen Deut stabiler und exakter als die S 1000 R, fühlt sich im Rennbetrieb schon subjektiv schneller an als die Konkurrenz und schenkt dem Fahrer extrem viel Vertrauen; nämlich jenes Vertrauen, dass mich schon mit der RSV4 meinen ersten Elbow-Down machen ließ. Da ist dieses Gefühl, als wäre dieses Nakedbike für mich gemacht, als würde es sich um kein Serienbike handeln, sondern bereits um eine optimierte Version mit geometrischem und technischem Feintuning für die Rennstrecke. Um den Hauch einer Chance zu haben, könnte man behaupten, die Tuono wäre kein echtes Nakedbike, sondern ein Superbike ohne Verkleidung. Aber geht es nicht genau darum in dieser Topliga der nackten Nuklearwaffen, der Performance der Superbikes möglichst nahe zu kommen? Die Tuono jedenfalls ist im Rennbetrieb am nächsten dran, auf der Straße würde mehr der Geschmack entscheiden, auf der Renne zählt die Performance. So schön die Squadra Azurra auch immer verliert, diesmal ist Italien Weltmeister.

Technische Daten Power Nakedbikes 2017 Vergleich

Aprilia Tuono V4 FactoryKTM 1290 Super Duke RTriumph Street Triple RS
PS175177123
NM12114177
Gewicht205 kg voll195 kg trocken166 kg trocken
Hubraum1077 cc1301 cc765 cc
Sitzhöhe825 mm835 mm825 mm
Tank18 l18 l17,4 l
FahrmodiTrack, Sport, RaceStreet, Sport, Rain - optional TrackStraße, Regen, Sport, indiv., Rennstrecke
ABSKurven-ABSKurven-ABS mit Supermoto-ModusStraße, Rennstrecke
TC8-stufig. Neu auch bei geöffnetem Gas verstellbar9-stufigStraße, Regen, Rennstrecke, Sport, aus
QuickshifterJa mit BlipperJa mit BlipperJa
Fahrwerk43 mm Öhlins Gabel, Federbein voll einstellbar48 mm WP-Gabel, Federbein, voll einstellbarShowa, Öhlins, voll einstellbar
Bremsen330 mm, Brembo M50320 mm, Brembo Monobloc310 mm, Brembo M50

Technische Daten Power Nakedbikes 2017 Vergleich

Yamaha MT-10BMW S 1000 R
PS160165
NM111114
Gewicht210 voll205 voll
Hubraum999 ccm999 ccm
Sitzhöhe825 mm814 mm
Tank17 l17,5 l
Fahrmodi3Serie: Rain, Road optional: Dynamic, User
ABSjaKurven-ABS optional, teilintegral, abschaltbar
TC3-stufig2- und 4-stufig
QuickshifterZubehörJa, mit Blipper (Zubehör)
Fahrwerk43 mm Gabel und Federbein voll einstellbarelektronisch, 46 mm Gabel
Bremsen320 mm Scheiben, 4-Kolben320 mm, 4-Kolben

Fazit: KTM 1290 Super Duke R

Die KTM ist und bleibt das brutalste Nakedbike am Markt. Die aufrechte Sitzposition in Kombination mit der wilden V2-Power lassen sie brutaler wirken als sie am Papier ist. Sie wurde punktgenau an den größten Schwachstellen verbessert. Der Motor läuft nun ruhiger, der Schaltassistent bringt Ruhe in der Beschleunigungsphase und das Chassis wurde hochwertiger. Immer noch liebt sie die wilde Hatz mehr wie hohen Kurvenspeed auf langen Kurven.

1
Vorteile
  • Sorgt für den meisten Adrenalinausstoß
  • umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten beim Kauf
  • Grandiose Bremsen
  • Tolle Erstausstattungsreifen
  • Praxistaugliche Elektronikfeatures
  • Tolle Sitzposition für große Menschen
  • Elektronikfeatures können sehr sportlich eingestellt werden und auch deaktiviert werden.
1
Nachteile
  • Schaltassistent nett, im direkten Vergleich mit anderen Powernakeds aber etwas grobschlächtig
  • Anstrengend zu fahren
  • Präziser Strich nicht immer leicht zu treffen
  • Das gefährlichste Motorrad für den Führerschein am Markt.

Fazit: BMW S 1000 R

Auch das Universaltalent von BMW wurde 2017 besser. Die BMW bietet den breitesten Einsatzbereich und einen ausgesprochen kultivierten Motor, ein perfektes Getriebe und den besten Schaltassistenten im Feld. Sie fährt einfach aber schnell. Man sitzt eher tief im Fahrzeug.

1
Vorteile
  • Bester Schaltassistent in der Nakedbike Liga
  • Universelles Motorrad ohne echte Schwächen
  • Kräftiger Motor, geiler Sound, tolles Dosierbarkeit
  • auf der Rennstrecke eine etwas zu inaktive Sitzposition
  • Sehr breites Angebot an Ausstattungs- und Zubehöroption
  • Sehr kräftige Bremsen
  • semiaktives Fahrwerk macht Setup-Gefummel überflüssig
1
Nachteile
  • Erstausrüstungsreifen nicht die feinste Premiumware
  • Inaktive Sitzposition auf Rennstrecke

Fazit: Aprilia Tuono V4 1100 Factory

Ein faszinierend perfektes Motorrad. Sie fährt einfach, stabil, präzise und schnell. Fast schon könnte man sagen, sie sei zu perfekt um als emotionaler Italiener durchzugehen. Doch der geile V4 Sound reißt sie auch 2017 wieder raus. Für einige ist die Tuono als Nakedbike zu nahe am Supersportler. Wem das nicht stört der wird sie als bestes Motorrad dieser Klasse lieben.

1
Vorteile
  • bestes Elektronikpaket in der Nakedbike Liga
  • Kurvenspeed und Präzision auf Supersport Niveau
  • Stabiles Fahrwerk
  • Hervorragende Bremsen
  • Gespenstisch einfach zu fahren
  • 200PS werden unglaublich perfekt dosierbar serviert
  • Sportliche Erstausstattungsreifen
1
Nachteile
  • Ganz geiles Motorrad, fährt aber für einige zu wenig brutal
  • keine Konfigurationsmöglichkeiten ab Werk
  • Fahrwerk ist toll, aber eben nicht semiaktiv - bei gemischten Einsatz Landstraße / Rennstrecke muss geschraubt werden.

Fazit: Yamaha MT-10

Die Yamaha MT-10 versprüht mit dem geilen CP4 Motor viel Emotion und vergisst dabei aber auch nicht auf pragmatischen Nutzen. Sie bietet für ein Nakedbike viel Komfort auf langen Touren. Sie fährt schnell aber ist trotzdem jederzeit kultiviert. Auf der Rennstrecke ist das Fahrwerk nicht präzise genug um die anderen Powernakeds zu schlagen. Insgesamt punktet sie aber mit ihrer Vielseitigkeit gepaart mit radikaler Optik und geilem Sound.

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Vorteile
  • toller Sound
  • angenehmer Windschutz
  • angenehme Sitzposition auch auf langen Touren
  • tolles Ansprechverhalten vom Motor
  • ausgewogenes Gesamtpaket trotz radikaler Optik und bösem Sound
1
Nachteile
  • Auf der Rennstrecke zu inaktive Sitzposition
  • Fahrwerk und Fahrassistenzsysteme für Trackdays ausreichend aber nicht auf dem Niveau der anderen Powernakeds

Fazit: Yamaha MT-10 SP

Mit der SP Version wird die MT-10 cooler, begehrenswerter und dank das hochwertigen Fahrwerks auch besser. Das semiaktive Fahrwerk aus der R1M ist die beste Ware in der Nakedbike Liga. Höchste Qualität und beste Funktion in Kombination. Das Fahrwerk begeistert auch auf der Rennstrecke. Trotzdem ist die MT-10SP keine Rennmaschine, denn die Sitzposition ist dafür nicht aktiv genug.

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Vorteile
  • großartiges Fahrwerk
  • hoher Fahrkomfort / Nutzkomfort durch das elektronische Fahrwerk
  • Sehr emotionaler aber trotzdem kultivierter Motor
  • angenehmer Windschutz
  • ausgewogenes Gesamtpaket trotz radikaler Optik und bösem Sound
1
Nachteile
  • Traktionskontrolle nicht auf dem Niveau der Aprilia
  • Auf der Rennstrecke zu inaktive Sitzposition

Fazit: Triumph Street Triple 800 RS

Die Street Triple Modellreihe bietet vom A2 Führerschein Besitzer bis zur Street Triple RS eine großartige Auswahl. Das Topmodell, die RS, kann in Sachen Ausstattung und Fahrspaß mit den großen und teuren Powernakedbikes mithalten. Wer nur bei der Leistung, sonst aber nirgendwo, Abstriche machen möchte, kann sich die RS auch als Alternative zu einem Powernakedbike kaufen.

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Vorteile
  • Viele hochwertige und liebevolle Details
  • Tolle Bremsen
  • Einfaches Handling trotzdem sehr stabil
  • Emotionaler Motor mit einer tollen Kombination aus Drehfreudigkeit, Durchzug und Sound
  • Gute Motorabstimmung
  • Umfangreiches Display mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten für alle Anwendungsfälle
  • Überfordert Einsteiger nicht, macht aber auch Profis scharf
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Nachteile
  • Sitzbank viel zu weich - dadurch geht viel Gefühl verloren
  • Die Gabel einzustellen erfordert biegsame Finger oder spezielles Werkzeug oder viel Geduld

Bericht vom 21.06.2017 | 35.618 Aufrufe

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