Honda Forza im Alltag

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Wie sich der Mittelklasse-Roller Honda Forza 300 im Alltagsbetrieb anstellt.

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Hondas Forza 300 beweist sich im wahren Leben.

 

Eine Präsentation ist eine durchaus aussagekräftige Sache, denn auch bei solch mehr oder weniger kurzen Veranstaltungen müssen sich Motorräder oder Roller größte Mühe geben, dem Publikum zu gefallen. Auf so manche Kleinigkeit kommt man aber erst im Langzeitbetrieb – wir nahmen uns den Honda Forza 300 zwei Wochen lang zur Brust.

 
Als ich den Honda Forza 300 mit vermeintlich vollem Tank übernahm, traf mich nach 50 Kilometern beinahe der Schlag – wie viel verbraucht der denn!? Die Nadel war beim Start an der obersten Position, nach 50 Kilometern bei der Hälfte. Das bedeutet für einen schlauen Rechner wie mich eine Reichweite von 100 Kilometern bei einem Tankvolumen von fast 12 Litern. Na Servus. Also nach weiteren 60 Kilometern zur Tankstelle, wo, trotzdem die Nadel bereits unter der Reserveanzeige hängt, nur knapp 8 Liter aufgefüllt werden. Und dann die Erleichterung: Die Nadel bleibt die ersten 70 Kilometer auf der obersten Position stehen und der Forza schafft somit knapp 180 Kilometer mit 8 Litern Sprit. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/009820/harley_davidson_breakout_2013_33.jpg

Der Forza gehört in die Stadt und auf die Landstraße.

Also ein Verbrauch von rund 4,5 Litern auf 100 Kilometer, was angesichts des mitunter nicht ganz optimal gewählten Einsatzgebietes durchaus in Ordnung geht. Ich habe den Forza nämlich sehr oft über die Autobahn gescheucht, wo er sich, oder besser noch: Wo ich mich auf ihm nur bedingt wohl fühlte. Das liegt zum einen an der Leistung selbst, mit knapp 25 PS darf man keine Wunder erwarten, da sind die 140 km/h, auf die sich der Forza 300 schwingt ohnehin ein sehr guter Wert. Allerdings dreht der Motor dann schon bis fast 9000 Touren, was natürlich den Verbrauch in die Höhe treibt. Auch der Windschutz ist dann nicht mehr optimal, das Windschild ist zu flach und niedrig, um ordentlich zu wirken. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/009820/harley_davidson_breakout_2013_53.jpg


Honda Forza 300 Bildergalerie (45 Fotos) - hier klicken!


Der Forza 300 gehört also auf die Landstraße, dort macht er dafür eine ausgezeichnete Figur. Vor allem das komfortabel ausgelegte Fahrwerk kann bei schlechten Belägen punkten. Dass sich die Federelemente bei allzu sportlich gefahrenen Kurven ein wenig aufschaukeln und somit an ihre Grenzen stoßen, werden Rollerfans wohl eher verschmerzen, als etwaige Komfortschwächen. Ebenso passt die Bremse zu diesem Konzept, weit entfernt von giftig verrichtet die Einzelscheibe mit 256 Millimeter Durchmesser und Zweikolbenzange in Kombination mit dem serienmäßigen Combined-ABS einen guten Dienst. Zwar dürfte die aufzubringende Handkraft etwas geringer sein, realistisch gesehen darf man aber von einem Roller keine supergiftigen, brachialen Stopper wie bei einem Rennstreckengerät erwarten. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/009820/harley_davidson_breakout_2013_8.jpg
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Ein besonderes Highlight am Forza 300 sind die Armaturen, so hochwertig und klar gegliedert wie in einem echten, teuren Luxusroller. Die Einzelscheibenbremse mit Zweikolbenzange ist eher brav als giftig, das Combined-ABS gibt Sicherheit bei schlechten Straßenzuständen.
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Das futuristische Design wirkt gefällig und sympathisch, die optische Nähe zum PCX 125 stört nicht wirklich, immerhin ist dieser mit dem einmaligen Start-Stopp-System ein Technologieträger!

Gewöhnungsbedürftiges Helmfach - aber geräumig.

Ausgezeichnet bewältigte der Forza 300 auch die Stadtprüfung, dank seines niedrigen Schwerpunkts fällt das ordentliche Gewicht von 192 Kilo vollgetankt gar nicht so schlimm auf, wendig wedelt man durch die Kolonnen. Auch der dick wirkende Hintern ist in der Praxis kein Hindernis, der Forza 300 kommt auch zwischen eng stehenden Autos gut durch. Jedenfalls hat das breite Heck den großen Vorteil, dass der Laderaum unter der Sitzbank geräumig ausfällt. Im hinteren Bereich findet ein Vollvisierhelm Platz, vorne passt ein Jethelm hinein und dazwischen diverse andere Utensilien. http://www.motorrad-bilder.at/slideshows/291/009820/harley_davidson_breakout_2013_15.jpg
Etwas störend ist nur, dass das Fach sehr abfallend konstruiert ist, runde Gegenstände kullern also stets nach vorne – auch wenn sie dort nicht erwünscht sind.
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FAZIT
An meiner grundsätzlichen Haltung gegenüber dem Forza 300 hat sich auch durch den längeren Test nichts geändert: der Mittelklasse-Roller ist ein schlaues Konzept zwischen den kleinen 125ern und den großen Luxusschiffen. Durch den niedrigen Schwerpunkt ist er trotz stattlichen Gewichts wendig genug, um im Alltag und vor allem im Stadtbetrieb flott voran zu kommen. Überland kann er auf der Landstraße tadellos mithalten, auf der Autobahn stößt er bei rund 140 km/h am Tacho an seine Grenzen. Und diese Geschwindigkeit macht wegen des vergleichsweise niedrigen Windschilds ohnehin auf Dauer keinen Spaß.
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Gelungen ist dafür sowohl die Ergonomie (man sitzt äußerst bequem) als auch die praktischen Details wie etwa zwei Fächer in der vorderen Verkleidung oder das geräumige Helmfach, das sich zwar ungewohnt abschüssig präsentiert, dafür zwei Helme und sonstige Utensilien aufnimmt.

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Interessante Links:

Text: Vauli
Fotos:
Kukla

Bericht vom 07.10.2013 | 28.013 Aufrufe

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