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Die 1.Qualifying Session in Phillip Island fand bei heißen 33 Grad
Lufttemperatur und Sonnenschein statt. Vor allem die Asphalttemperatur von 55
Grad war für alle Teams und Pirelli eine schwierige Aufgabe. Nach einer Stunde
Qualifying war Charlos Checa auf der Ducati der Schnellste mit einer Zeit von
1:32,155. Die heißen Bedingungen und der niedrige Griplevel kamen den
Zweizylindern von Ducati stark entgegen. Vier der Top-5 Fahrer waren auf der
Ducati unterwegs. Andrew Pitt und Roland Resch vom Team REITWAGEN BMW belegten
am Ende der Session die Plätze 17 (Pitt) und 20 (Resch). Insgesamt gab es
aufgrund der heißen Temperaturen sieben Stürze.
Andrew Pitt #88: Wir hatten zu Beginn der Qualifying Session ein paar
technische Schwierigkeiten. Der Quickshifter hat nicht gut funktioniert, ich
konnte nicht wirklich schalten. Dann bin ich aber gut ins Fahren gekommen und
konnte ein paar gute Runden abdrücken. Heute waren die Verhältnisse definitv
nicht gut, für niemanden da draußen, sehr schwül und heiß. So hat es wirklich
keinen Grip gegeben und leider sehr viele Stürze und gegen Ende der Session sehr
viel Verkehr auf der Strecke. Wer weiß, wenn es morgen regnet, fahren wir schon
in die Superpole.
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Roland Resch #123: Wir haben technisch ein paar neue Dinge probiert,
weil wir bis dato ja noch sehr wenig zum testen gekommen sind. Wir hatten aber
technische Probleme mit der Schaltung und der Hinterrad-Bremse und ich musste
auf die Ersatzmaschine wechseln. Als ich Andrews Zeiten gesehen habe, wusste
ich, ich muss pushen und bin dann knapp herangefahren. Als Fahrer spüre ich,
dass da technisch noch viel mehr geht mit der BMW, wir müssen jetzt nur die
vielen Kleinigkeiten aussortieren und fein tunen. Ich bin froh, dass wir heute
bei der Ansammlung an Stürzen ohne Crash geblieben sind.
Andreas Werth, Motorsport Direktor: Wir hatten einen Nachteil durch
kleine technische Fehler in dieser Session. Der Quickshifter und die
Hinterrad-Bremse haben nicht sauber gearbeitet. Das ist die negative Seite
heute. Die gute Seite ist, dass wir an den Sektorenzeiten sehen, dass wir
technisch und fahrerisch das Potential für die Top 15 haben, und zwar in
gleichem Ausmaß bei Andrew und Roland. Die Beurteilung des technischen
Potentials des Motorrads hat gestimmt und wir sind dabei die Einzelheiten zu
verstehen. Das wird aber noch dauern, weil das Fenster, in dem das Motorrad gut
funktioniert, wahrscheinlich sehr klein ist. Ich bin sehr froh, dass beide
Fahrer bei den Tests und der Quali bisher, trotz aller Schwierigkeiten in der
Anfangsphase, fehlerlos geblieben sind.
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