Yamaha FJR1300A 2018 vs. BMW K 1600 GT 2023
Bewertung
Yamaha FJR1300A 2018 vs. BMW K 1600 GT 2023 - Vergleich im Überblick
Der Yamaha FJR1300A mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 1.298 Kubik steht die BMW K 1600 GT mit ihrem 4-Takt Reihe 6-Zylinder-Motor mit 1.649 Kubik gegenüber.
Das maximale Drehmoment der K 1600 GT von 180 Newtonmeter bei 5.250 Touren bietet ordentlich mehr Schmalz als die 134 Nm Drehmoment bei 7.000 Umdrehungen bei der FJR1300A.
Bei der FJR1300A federt vorne eine Telegabel konventionell. Die K 1600 GT setzt vorne auf eine Duolever und hinten arbeitet ein Monofederbein.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Yamaha vorne eine Doppelscheibe und hinten eine Scheibe. Die BMW vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe mit 320 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt FJR1300A auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der K 1600 GT Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 190/55-17 hinten.
Der Radstand der Yamaha FJR1300A misst 1.545 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 805 Millimeter. Die BMW K 1600 GT ist von Radachse zu Radachse 1.618 mm lang und ihre Sitzhöhe reicht von 810 bis 830 Millimeter.
In den Tank der FJR1300A passen 25 Liter Sprit. Bei der K 1600 GT sind es 26,5 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Yamaha FJR1300A beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 5.084 Euro und ist damit deutlich günstiger als der Preis der BMW K 1600 GT mit 13.291 Euro im Durchschnitt.
Von der Yamaha FJR1300A gibt es aktuell 6 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der BMW K 1600 GT sind derzeit 13 Modelle verfügbar. Für die Yamaha gibt es aktuell 43 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, BMW wurde derzeit 608 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Yamaha FJR1300A 2018 |
BMW K 1600 GT 2023 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe | Reihe |
| Zylinderzahl | 4 | 6 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventilsteuerung | DOHC | DOHC |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 1298 ccm | 1649 ccm |
| Bohrung | 79 mm | 72 mm |
| Hub | 66,2 mm | 67,5 mm |
| Leistung | 144 PS | 160,5 PS |
| U/min bei Leistung | 8000 U/min | 6750 U/min |
| Drehmoment | 134,4 Nm | 180 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 7000 U/min | 5250 U/min |
| Verdichtung | 10,8 | 12,2 |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
| Zündung | Digital, Transistor | |
| Antrieb | Kardan | Kardan |
| Ganganzahl | 5 | 6 |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Starter | Elektro | |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Aluminium |
| Rahmenbauart | Brücken | Strangpressprofil |
| Lenkkopfwinkel | 62,2 Grad | |
| Nachlauf | 106,4 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel konventionell | Duolever |
| Federweg | 115 mm | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 320 mm | |
| Kolben | Vierkolben | |
| Aufnahme | Festsattel | |
| Betätigung | hydraulisch | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 320 mm | |
| Kolben | Zweikolben | |
| Aufnahme | Festsattel | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 180 mm | 190 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2230 mm | 2324 mm |
| Breite | 750 mm | 1000 mm |
| Höhe | 1450 mm | |
| Radstand | 1545 mm | 1618 mm |
| Sitzhöhe von | 805 mm | 810 mm |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 291 kg | 343 kg |
| Tankinhalt | 25 l | 26,5 l |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Sitzhöhe bis | 830 mm | |
| Reichweite | 449 km | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 137 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 5,9 l/100km | |
| Standgeräusch | 88 db | |
| Standgeräusch über 95dB | nein | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Yamaha FJR1300 zeigt sich als ausgereifter Sporttourer mit beeindruckender Langzeitqualität. Was im ursprünglichen Test durch Souveränität und Komfort überzeugte, bestätigt sich über Jahre hinweg in der Praxis. Sie begeistert nicht durch technische Experimente, sondern durch Verlässlichkeit, Fahrfreude und entspannte Stärke auf langen Distanzen.
Die 6-Zylinder von BMW gleiten auch 2022 mit viel Eleganz und jeder Menge Ausstattung über die Straße. Als herausragend präsentierte sich diesmal die neue Scheinwerfertechnik. Gut gelungen ist auch diesmal die Abstimmung des Motors sowie das neue ESA Fahrwerk. Überraschenderweise ist der Windschutz nicht perfekt und Perfektionisten werden einen adaptiven Tempomaten vermissen. Der souveräne 6-Zylinder ist im aktuellen Modelljahr in der Form seines Lebens. Man genießt den Motor in jeder Lebenslage. Die K 1600 GT ist ein prächtig dimensionierter Sporttourer der eine praxistaugliche Balance zwischen Komfort und Agilität bietet.
- sanfter und souveräner Reihenvierzylinder
- sehr gut abgestuftes Fünfgang-Getriebe
- hoher Langstreckenkomfort
- stabile und vertrauenerweckende Fahrwerksabstimmung
- angenehm arbeitender Kardan
- ausgewogene Ergonomie
- zuverlässige Elektronikfunktionen
- gute Bremsdosierbarkeit
- hohe Laufkultur auch bei Autobahntempo
- hohes Gewicht beim Rangieren
- Bordcomputer-Anzeigen teilweise schlecht ablesbar
- begrenzte Fahrwerksverstellmöglichkeiten
- Serienbereifung bei sportlicher Gangart limitiert
- thermische Abstrahlung im Sommerbetrieb spürbar
- GT geht auch noch als Sporttourer durch - überraschend gute Fahrleistungen
- Laufruhiger Motor
- tolles Ansprechverhalten vom Motor
- Motorrad trotz der imposanten Erscheinung insgesamt zugänglich und einfach zu bedienen
- gute Scheinwerfer Technik
- Tolles Display - immer gut ablesbar
- Umfassende Integration vom Smartphone ins Fahrzeug
- Kartennavigation über BMW Connected App
- Gute Balance zwischen Stabilität und Handling
- neutrales Fahrverhalten
- gute Bremsen und stabiles Fahrwerk
- Verbindung von Handy zu Fahrzeug klappt in den meisten Fällen gut - doch wenn es hakt dann wird es nervig
- Knöpfe und Schalter im Cockpit nicht hinterleuchtet
- Windschutz nicht perfekt gelöst - immer wieder zugiges Gefühl im Sattel
- kein adaptiver Tempomat - würde man bei einem Reisemotorrad in dieser Liga erwarten
- Handystaufach hakte beim Test immer wieder mal - Vorsicht beim Reinstopfen von zu XL- Handys