Triumph Scrambler 900 2023 vs. Ducati Scrambler Urban Enduro 2015
Bewertung
Triumph Scrambler 900 2023 vs. Ducati Scrambler Urban Enduro 2015 - Vergleich im Überblick
Der Triumph Scrambler 900 mit ihrem 4-Takt Reihe mit Hubzapfenversatz 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 900 Kubik steht die Ducati Scrambler Urban Enduro mit ihrem 2-Zylinder-Motor mit 803 Kubik gegenüber. Die Ducati bietet mit 75 PS bei 8.250 Umdrehungen einen spürbaren Unterschied im Vergleich zur Triumph mit 65 PS bei 7.250 U / min.
Das maximale Drehmoment der Scrambler 900 von 80 Newtonmeter bei 3.250 Touren bietet etwas mehr Schub als die 68 Nm Drehmoment bei 5.750 Umdrehungen bei der Scrambler Urban Enduro.
Bei der Scrambler 900 federt vorne eine Telegabel konventionell von Kayaba mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung verstellbares Stereo-Federbeine von Kayaba. Die Scrambler Urban Enduro setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down von Kayaba und hinten arbeitet ein Monofederbein von Kayaba.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Triumph vorne eine Einzelscheibe mit 310 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 255 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange von Nissin. Die Ducati vertraut vorne auf eine Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe Einkolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt Scrambler 900 auf Schlappen mit den Maßen 100 / 90 - 19 vorne und 150 / 70 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Scrambler Urban Enduro Reifen in den Größen 110/80-18 vorne und 180/55-17 hinten.
Der Radstand der Triumph Scrambler 900 misst 1.445 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 790 Millimeter. Die Ducati Scrambler Urban Enduro ist von Radachse zu Radachse 1.445 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 790 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 223 kg ist die Triumph massiv schwerer als die Ducati mit 186 kg.
In den Tank der Scrambler 900 passen 12 Liter Sprit. Bei der Scrambler Urban Enduro sind es 13,5 Liter Tankvolumen.
Für die Triumph gibt es aktuell 50 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Ducati wurde derzeit 6 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Triumph Scrambler 900 2023 |
Ducati Scrambler Urban Enduro 2015 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe mit Hubzapfenversatz | |
| Zylinderzahl | 2 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 2 |
| Ventilsteuerung | OHC | Desmodromik |
| Kühlung | flüssig | Luft |
| Hubraum | 900 ccm | 803 ccm |
| Bohrung | 84,6 mm | 88 mm |
| Hub | 80 mm | 66 mm |
| Leistung | 65 PS | 75 PS |
| U/min bei Leistung | 7250 U/min | 8250 U/min |
| Drehmoment | 80 Nm | 68 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 3250 U/min | 5750 U/min |
| Verdichtung | 11 | 11 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Starter | Elektro | |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| Ganganzahl | 5 | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | Stahl |
| Rahmenbauart | Zentralrohr | Gitterrohr |
| Lenkkopfwinkel | 64,4 Grad | |
| Nachlauf | 109 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel konventionell | Telegabel Upside-Down |
| Marke | Kayaba | Kayaba |
| Durchmesser | 41 mm | |
| Federweg | 120 mm | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | |
| Material | Stahl | |
| Federbein | Stereo-Federbeine | Monofederbein |
| Marke | Kayaba | Kayaba |
| Federweg | 120 mm | |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Einzelscheibe | |
| Durchmesser | 310 mm | |
| Kolben | Vierkolben | Vierkolben |
| Aufnahme | Festsattel | |
| Marke | Brembo | |
| Technologie | radial | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 255 mm | |
| Kolben | Zweikolben | Einkolben |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Marke | Nissin | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS, Ride by Wire, Traktionskontrolle | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 100 mm | 110 mm |
| Reifenhöhe vorne | 90 % | 80 % |
| Reifendurchmesser vorne | 19 Zoll | 18 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 150 mm | 180 mm |
| Reifenhöhe hinten | 70 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2125 mm | 2100 mm |
| Breite | 835 mm | 845 mm |
| Höhe | 1180 mm | 1150 mm |
| Radstand | 1445 mm | 1445 mm |
| Sitzhöhe von | 790 mm | 790 mm |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 223 kg | 186 kg |
| Tankinhalt | 12 l | 13,5 l |
| Höchstgeschwindigkeit | 164 km/h | |
| Führerscheinklassen | A2, A | A |
| Reichweite | 279 km | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 99 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 4,3 l/100km | |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 170 kg | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die neue Triumph Scrambler 900 ist eine erstaunlich tiefgreifende Weiterentwicklung. Sie ist dynamischer, präziser und klanglich betörender als je zuvor. Technisch ist sie ein Glanzstück, emotional ein Reibepunkt. Wer ein reines Retro-Bike sucht, wird sich vielleicht fremd fühlen. Wer ein charakterstarkes Motorrad für Landstraße, Schotterpisten und Wochenend-Abenteuer sucht, könnte sich verlieben … oder süchtig werden. Ich bin hin- und hergerissen. Und das ist vielleicht das größte Kompliment, das ich einem Motorrad machen kann.
Die Ducati Scrambler Urban Enduro trägt das Abenteuer-Image unter den Retro-Bikes am stärksten. Sollte Indiana Jones noch einmal auf unseren Kinoleinwänden erscheinen, sehe ich ihn auf einer Urban Enduro die Welt retten. Der charakteristische V2 Motor und die kompakte Optik bringen viel Emotion, dem Ausflug auf den nächsten Feldweg steht nichts im Weg. Der hohe Endurolenker verspricht außerdem viel Sicherheit, ist aber gerade schmal genug, um noch zwischen Autokolonnen hindurch zu passen. Trotzdem ist die kleine Italienerin nicht perfekt. Das Fahrwerk ist bei schneller Fahrweise zu weich, die Lastwechselreaktioin des Motors ist zu grob und das Getriebe zickt bei hoher Drehzahl auch gerne. Wer sich daran nicht stört, bekommt mit der Scrambler Urban Enduro jedoch ein Retro-Bike, das auch abseits der Straße eine gute Figur macht.
- präzises Ansprechverhalten
- süchtig machender Sound
- agiles Handling trotz Gewicht
- Fahrwerk
- moderne Elektronik sinnvoll integriert
- hohe Fahrdynamik
- hervorragender Einlenkwille
- Verlust der analogen Cockpit-Romantik
- Manche Zubehör älterer Modelle nicht kompatibel
- Design für Traditionalisten zu modern
- charakteristischer Motor
- hoher Endurolenker
- begrenzte Offroad-Tauglichkeit
- eigenständige Optik
- weiches Fahrwerk
- hakeliges Getriebe
- Lastwechselreaktion zu stark