KTM Super Duke 1290 – Quickshifter

Feinschliff an der Super Duke R von NastyNils. Die nächsten Teile

Klar ist es so, dass die 144Nm Drehmoment der SuperDuke eigentlich einen oberflächlichen Umgang bei der Optimierung des Fahrzeuges provozieren. Doch ein kleiner Feinschliff hat noch nie geschadet. Die nächsten Schritte beim Super Duke R TuneUp Projekt hier im Überblick.

Wie vielen anderen Motorradfahrern auch, fielen meine Racingpläne im Sommer teilweise ins Wasser. Doch pünktlich für das 1000PS Gripparty Finale am 25. September am Pannoniaring konnte ich die nächsten Umbaumaßnahmen finalisieren. Insgesamt harmonierten alle Maßnahmen perfekt miteinander und fügten sich wie kleine Zahnräder nahtlos ineinander. Ich wollte noch besseres Handling und vor allem messerscharfe Präzision am Kurveneingang. Auf der anderen Seite fürchtete ich Instabilität bei der brutalen Fuhre und setzte die Maßnahmen mit Bedacht.

Dunlop KR Slicks – nichts lenkt präziser ein.

Die Montage der Dunlop KR 106 / Dunlop KR 108 Slicks brachte das gewünschte Ergebnis am Kurveneingang. Es war ein überlegenes Gefühl mit dem ich die Super Duke nun in den Scheitel steuerte. Die KR Slicks waren präziser als die Pirellis aber auch als die Bridgestones. Leider im Moment der beste Pneu an der Front. Leider deshalb, weil Dunlop sich das Plus doch gerne auch bezahlen lässt. In Sachen Traktion und Grip am Hinterrad war ich bisher auch mit Pirelli und dem neuen V-02 von Bridgestone zufrieden. Der Dunlop sollte hier auf ähnlichem Niveau liegen und ist normalerweise bekannt für eine hohe Laufleistung bei gleichbleibenden Niveau. Positiv fiel mir außerdem auf, dass anders als erwartet die Maschine trotzdem nicht instabil wurde. Denn der Dunlop Pneu hat ja eine steifere Karkasse und eine etwas spitzere Kontur als andere Racingpneus. Ich traute mich deshalb die Gabel der KTM vorne um 1,5 mm absenken zu lassen. Die Firma Motothek in Ternitz erledigte dies im Zuge der Servicearbeiten und beim folgenden Einsatz bei Stardesign Racing am Pannoniaring erwischte ich die gewünschte Linie am Kurveneingang dann noch besser. Das Untersteuern war beseitigt und ich kam der Ideallinie immer näher. Leider noch nicht perfekt im Griff hab ich das Reifenbild vom Hinterreifen. Bei den Pirellis hatte ich hinten ein sehr schönes Reifenbild, die Dunlops sind mir aber schon nach 25 Runden doch deutlich aufgerissen. Das brachiale Drehmoment der SuperDuke hammert unbarmzerzig am Kurvenausgang und das PDS Federbein kommt scheinbar an seine Grenzen. Der Dunlop Pneu konnte unter diesen Umständen seinen Vorteil der langen Haltbarkeit leider nicht ausspielen.

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Quickshifter für die KTM 1290 SuperDuke R

Voll ins Schwarze getroffen habe ich aber mit einer weiteren Maßnahme. Ich ließ (ebenfalls bei Fa. Motothek in Ternitz) einen Translogic Intellishift Qickshifter montieren. (bestellt bei www.kraemer-motorcycles.com). Die Wirkung war atemberaubend. Die Schaltvorgänge laufen nun nicht nur schneller ab und die Fuhre bleibt beim Durchschalten wunderbar stabil. Durch Bewegung an Kupplung / Gasgriff bekam ich bisher immer Unruhe in die ohnehin nicht milde SuperDuke und nun liegt das einfach satt und schiebt so irre an, dass es im Sattel wirklich ernst wird. Das ganze hab ich in Kombination mit einem 16er Ritzel umgesetzt. Auf der Straße ist das Teil nun eigentlich schwer verantwortungslos. Jeder kleine Überholvorgang auf der Autobahn endet sofort überhalb der Scheinzwickergrenze, Überholmanöver auf Freilandstraßen enden leider viel zu oft ebenfalls in Speedorgien. Die Beschleunigung von 70 auf 200 ist bei diesem Motorrad einfach brutal. Auf der Rennstrecke ist der Quickshifter jedoch der pure Genuss. Die Sache mit dem Quickshifter hatte nur einen kleinen aber richtig grausamen Haken - der Motor der SuperDuke mochte ihn nicht. KTM hat zwar ein offzielles Empfehlungsschreiben rausgegeben keine QuickShifter an der SuperDuke 1290 R einzusetzen, doch ich legte dieser in der Kategorie "übertriebene Vorsicht ab". Bei mir fuhr die KTM 1290 SD mit Quickshifter nicht ganz einen Tag danach flogen die Shims aus den Ventilen. Zum Glück bemerkte ich das auffällige Geräusch sofort und transportierte die SD1290R in die Werkstatt. Schwacher Trost: KTM arbeitet im Moment mit Hochdruck an einer von KTM freigegebenen Quickshifter Lösung. Dann werde ich gefahrlos genießen können! Das Endergebnis der kleinen aber feinen Maßnahmen konnte sich sehen lassen – insgesamt stabiler aber deutlich präziser bog die Superduke nun sowohl durch die kurzen als auch durch die langen Ecken. Die nächsten Eingriffe werden aber wohl erst im Winter erfolgen. Bei Öhlins munkelte man an einem Federbein zu arbeiten, möglicherweise wird es auch einen Kolbenkit für die Gabel geben. Ich bin gespannt und hoffe täglich auf ein befreiendes E-Mail aus Meuspath von der Öhlins Susi. Ich bleibe dran!

KTM 1290 Super Duke R - NastyNils Tuningprojekt

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Bericht vom 18.09.2014 | 44.315 Aufrufe

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