Sena Specter Klapphelm mit integrierter Kommunikation

Revolution am Kopf - Helm mit eingebauter Technik

Sena möchte den Helmmarkt mit dem Specter revolutionieren - einem Klapphelm mit komplett integrierter Kommunikationstechnik. Lautsprecher, Mikrofon und Akku sind ab Werk eingebaut. Schluss mit nachträglichen Intercom-Installationen. Für 619 Euro verfügbar - der Gamechanger?

Die Zeiten, in denen Motorradfahrer nachträglich Intercoms an ihre Helme schrauben mussten, könnten bald der Vergangenheit angehören. Sena bringt mit dem Specter einen Klapphelm auf den Markt, bei dem die gesamte Kommunikationstechnik bereits ab Werk integriert ist. Lautsprecher, Mikrofon, Akku und Bedienelemente sind direkt in die Helmkonstruktion eingebaut - der Fahrer kann GPS-Navigation, Musikwiedergabe und Kommunikation mit anderen Motorradfahrern nutzen, ohne zusätzliche Hardware montieren zu müssen.


SENA Specter
Den Sena Specter gibt es in zwei Farben: matt Schwarz und glänzend Weiß.

Joystick-Steuerung für dicke Handschuhe

Die Bedienung übernimmt ein zentral positionierter Joystick. Bewegungen nach oben oder unten regeln die Lautstärke oder wechseln den Musiktitel, ein Druck in die Mitte löst die gewünschte Funktion aus. Sena verspricht eine intuitive Handhabung auch mit dicken Winterhandschuhen. Alternativ lässt sich der Helm per Sprachsteuerung bedienen, sodass die wichtigsten Funktionen aktiviert werden können, ohne die Hände vom Lenker zu nehmen. Das System basiert auf Bluetooth 5.3 und unterstützt verschiedene Intercom-Technologien: Wave Intercom mit laut Hersteller praktisch unbegrenzter Reichweite, sowie Mesh Intercom 3.0 und 2.0 mit bis zu zwei Kilometern Reichweite im freien Gelände. Während Wave Intercom eine unbegrenzte Teilnehmerzahl ermöglicht, können beim privaten Group Mesh bis zu 24 Nutzer miteinander kommunizieren.


Verbundmaterial gegen zusätzliches Gewicht

Die Integration der Kommunikationstechnik bringt zwangsläufig zusätzliches Gewicht mit sich. Um dies zu kompensieren, setzt Sena auf eine FRP-Helmschale aus Glasfaser und Kevlar-Fasern. Die Verbundkonstruktion soll die notwendige Steifigkeit eines Klapphelms gewährleisten, ohne unnötig Masse hinzuzufügen. Mit rund 1.700 Gramm in Größe M bewegt sich der Specter auf einem Niveau, das mit klassischen Klapphelmen ohne integrierte Technik vergleichbar ist. Der Helm verfügt über eine mehrdichtige EPS-Innenschale, einen mikrometrischen Kinnriemenverschluss und ist nach ECE 22.06 in den Varianten P/J zertifiziert. Ein Pinlock 120 XLT liegt bei. Das herausnehmbare Innenfutter lässt sich waschen, die Belüftung erfolgt über Öffnungen im Kinnbereich, an der Stirn und am Hinterkopf. Eine integrierte Sonnenblende gehört zur Serienausstattung, ebenso LED-Rückleuchten mit Tagfahr- und Bremslichtfunktion.


SENA Specter
Alles dabei, was der gesprächige Motorradfahrer braucht: Bedienung auch mit Handschuhen möglich.

Akku und Audio für Langstrecken

Die Harman Kardon Lautsprecher der zweiten Generation sollen für ordentlichen Sound sorgen, während eine KI-gestützte Geräuschunterdrückung am Mikrofon Windgeräusche reduziert. Der 1.700-mAh-Akku soll bis zu 30 Stunden Gesprächszeit ermöglichen, die vollständige Ladezeit beträgt rund 2,5 Stunden. Eine Schnellladefunktion liefert nach 20 Minuten Energie für bis zu sieben Stunden Mesh-Kommunikation. Mit der Safe-Power-Funktion lässt sich der Helm über eine externe Stromquelle betreiben, ohne den internen Akku zu belasten. Firmware-Updates erfolgen kabellos per OTA-Verfahren, die Verwaltung läuft über die Sena Motorcycles App und die Sena Wave App.


Der Sena Specter ist ab sofort zu einem Preis von 619 Euro erhältlich, sowohl im Fachhandel als auch im Sena-Onlineshop. Lieferbar ist der Helm in den Größen S bis XXL sowie in den Farben Matt Schwarz und Glanz Weiß. Mit diesem Modell versucht Sena, die Modularität des Klapphelms um eine weitere Dimension zu erweitern - von der mechanischen Flexibilität hin zur digitalen Vernetzung.


Bericht vom 20.05.2026 | 434 Aufrufe

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