Wilbers LDC Nivomat-System

Vollautomatische Niveauregulierung ohne Elektronik!

Das Einstellen eines konventionellen Fahrwerks am Motorrad war bisher eine mühselige G´schicht, vor allem bei oft wechselnden Beladungen musste man stets und ständig wieder neu justieren. Das geniale Wilbers LDC Nivomat-System erspart nun diese Mühen, indem es sich ganz von selbst ohne jegliche Elektronik auf den Beladungszustand einstellt!

Wilbers widerlegt mit dem „LDC Nivomat-System“ eindrucksvoll den oft bemühten Spruch „Früher war alles besser“. Denn das Einstellen eines konventionellen Fahrwerks am Motorrad war bisher äußerst nervig, musste man dafür doch mit einem Gabelschlüssel herum hantieren, im schlimmsten Fall sogar unter das Motorrad kriechen. Stereo-Federbeine verdoppeln die Arbeit und die „praktischen“ Drehräder, die es in der Regel ohnehin nur für ausgewiesene Touring-Maschinen gibt, erleichtern das Justieren zwar, die Arbeit selbst bleibt aber – und sie bleibt damit auch nervig.

Wilbers LDC Nivomat - enorm viel Knowhow für ein geniales System!

Die einzige Lösung des Problems war bisher die volle (und auch richtig teure) Elektronik-Keule, also elektronisch verstellbare Fahrwerke, die dem Fahrer über kompliziert angesteuerte Stellmotoren die Arbeit abnehmen. Nun kommt aber Wilbers mit dem LDC Nivomat-System daher, das auf den ersten Blick aus der Reihe „Genial einfach, einfach genial!“ stammen könnte! Bei genauer Betrachtung brauchte das System natürlich enorm viel Hirnschmalz der Techniker und all das Knowhow aus mehreren Jahrzehnten (siehe die Textblöcke für Technik-Freaks am Ende dieses Artikels), doch die Funktionsweise an sich ist erstaunlich einfach und logisch.

Hier geht´s zur Wilbers Nivomat Seite!

Anzeige

Auch im Solobetrieb Vorteile durch das Wilbers LDC Nivomat-System

Das Wilbers LDC Nivomat System ist ein sich selbst justierendes, hydro-pneumatisches Fahrwerk, das sich automatisch und ohne jegliche Elektronik dem Beladungszustand des Fahrzeugs anpasst. Es ist so voreingestellt, dass es für den Solobetrieb sofort auf die beabsichtigte (definierte) Niveaulage, nämlich ca. ein Drittel vom Gesamtfederweg, einsackt. In diesem Zustand bietet das System im Vergleich zu einem konventionellen Federbein eine, für den Solobetrieb reduzierte Federrate und Dämpfung und sorgt so für maximalen Komfort ohne nachzuschwingen.

Nach wenigen 100 Metern maximaler Komfort und Fahrsicherheit. Genial.

Fährt man aber mit Sozius und kommt vielleicht sogar noch Gepäck dazu (und ja, dafür eignen sich nicht nur explizit ausgewiesene Touren-Maschinen!), so sackt das Fahrzeug tief ein und die Fahrzeuggeometrie wird negativ verändert. Hier wäre nun das Vorspannen der Feder bei einem „normalen“ Federbein notwendig, jedoch wird dabei lediglich die Niveaulage angeglichen. Die eigentlich notwendige Anpassung der Federrate findet nicht statt. Anders beim Nivomat, nach einer Fahrstrecke von ca. 300 Metern unter Zuladung hat das LDC-Federbein das Fahrzeug wieder auf die definierte Niveaulage gebracht. Die innere Pumpstange hat Öl von der Niederdruck- in die Hochdruckkammer gepumpt. Durch den angestiegenen Hochdruck wird das Fahrzeug auf die definierte Niveaulage angehoben und zugleich die Federrate und Dämpfung auf die Beladung angepasst. Niveaulage, Fahrzeuggeometrie, Federrate und Dämpfung sind während der gesamten Fahrt optimiert und sorgen so für maximalen Komfort und Fahrsicherheit. Fertig. Und genial.

Der Wilbers LDC Nivomat ist auch noch absolut umweltschonend!

Alle Funktionen (Niveauregulierung, Anpassung der Dämpfung und Federrate) sind dabei in einem einzigen Gehäuse untergebracht und werden rein mechanisch und hydraulisch aktiviert und kontrolliert. Die notwendige Energie zur Einstellung des optimalen Höhenstands wird aus den Relativbewegungen zwischen Achse und Fahrzeugaufbau gewonnen, die während des Fahrbetriebs durch die Straßenunebenheiten entstehen. Dies bedeutet, der Nivomat arbeitet im Vergleich zu anderen Systemen absolut umweltschonend, da er keinerlei externe Energieversorgung benötigt!

Die Vorteile des Wilbers LDC Nivomat Systems auf einen Blick:

  • Konstantes subjektives Fahrgefühl, egal ob Solo, mit Sozius und/oder Gepäck
  • Automatische Anpassung der Feder- und Dämpfungsrate an den Beladungszustand
  • Bei geänderten Beladungssituationen ist keine Einstellung oder Verstellung notwendig
  • Eine Fehlbedienung ist ausgeschlossen, da keine Verstellmöglichkeiten vorhanden sind
  • Da die notwendige Feder- und Dämpfungsraten abgerufen werden, bietet das System maximalen Komfort
  • Es steht immer der maximale Federweg zur Verfügung, somit auch die maximale Schräglagenfreiheit bei jeder Beladung

Das Wilbers LDC im Vergleich mit konventionellen Federbeinen:

konventionelles FederbeinWilbers LDC Nivomat
Sitzhöhe verändert sich je nach Zuladung und Gepäckgleichbleibende Sitzhöhe, egal bei welcher Beladung
reduzierter Gesamtfederweg je nach Zuladung und Gepäckvolle Verfügbarkeit des Gesamtfederweges im beladenen Zustand
unterschiedliche Geometrie je nach Zuladung und Gepäckgleichbleibende Geometrie, egal bei welcher Zuladung
Verlust von Bodenfreiheit je nach Zuladung und Gepäckkehrt immer auf die definierte Niveaulage zurück und sorgt somit für optimale Boden- und Schräglagenfreiheit
Tragfeder mit linearer oder progressiver Kennlinie. Kann immer nur optimal für einen Beladungszustand ausgelegt werden. Wechselt der Beladungszustand häufig zwischen Solo- und Soziusbetrieb und/oder Gepäck, kann die Niveaulage nur durch Anpassen der Federvorspannung erreicht werden. Die eigentlich notwendige Anpassung der Federrate ist nicht möglichzusätzliche Gasfeder mit progressiver Kennlinie: passt sich selbstständig dem Beladungszustand an und bietet immer eine optimale Federrate und Dämpfung

Für welche Motorräder gibt es das Wilbers LDC Nivomat System?

Derzeit ist das System für folgende Motorrad-Modelle verfügbar, das Angebot wird ständig erweitert:

BMW R 1150 RT, Suzuki GSF 1250 / S Bandit, Suzuki GSX 1250 F, Yamaha FJR 1300 / A / AS, Honda CB 1100, VFR 1200 X Crosstourer, Honda ST 1300 Pan European sowie aktuell 24 Harley-Davidson-Modelle.

Die Funktionsweise des Wilbers LDC Nivomat System – für Technik-Interessierte:

Das LDC Nivomat Mono-Federbein besteht aus zwei voneinander getrennten Ölkammern, einer dicken Kolbenstange, einer mechanischen Pumpstange inklusive Druckventil und einer kurzen, außenliegenden Tragfeder. Bei den Ölkammern unterscheidet man zwischen der außenliegenden Niederdruck- und der gasunterstützten innenliegenden Hochdruckkammer. Wird das Federbein nun belastet, pumpt die Stange durch ihre Auf- und Abbewegung im Fahrbetrieb automatisch Öl aus der Niederdruck- in die Hochdruckkammer und die Kolbenstange wird aus dem Dämpfer gefahren. Dieser Pumpvorgang dauert exakt so lange, bis das Motorrad sich wieder im Gleichgewicht befindet – das Federbein passt also sein Niveau nach ca. 300 Metern Fahrstrecke automatisch an.

Bei dem LDC Nivomat Twin Shock werden diese Funktionen des Systems auf zwei einzelne Komponenten aufgeteilt. Das konventionelle Ecoline Federbein ist mit der Spiral-Stahlfeder ausgestattet und übernimmt einen Teil der Gesamt-Dämpfung. Der Nivomat sorgt für die Niveauregulierung und justiert je nach Beladungszustand die Gesamt-Federrate und die dementsprechend zusätzlich benötigte Dämpfung. Dies gänzlich ohne dass der Fahrer in das System eingreifen muss.

Die Funktionsweise des Wilbers LDC Nivomat System – für Technik-Freaks:

Die Niveauregelung mit Wilbers LDC Nivomat System findet während des Fahrbetriebes statt, da die Betätigung der internen Pumpe durch die Relativbewegungen zwischen Aufbau und Achse erfolgt, die durch die Straßenunebenheiten hervorgerufen werden. Das Fahrzeugniveau sinkt aber nicht unmittelbar ab, sobald das Fahrzeug steht, sondern der Nivomat ist in der Lage - aufgrund seiner inneren Dichtheit - das einmal erreichte Druckniveau über einen längeren Zeitraum zu halten.

Die Nivomat-Pumpe wird durch die Bewegungen der Kolbenstange betrieben. Beim Ausfahren der Kolbenstange (Zugbewegung) wird der Pumpraum vergrößert. Öl wird aus dem Ölreservoir (Niederdruck) durch die hohle Pumpenstange und das offene Einlassventil in den Pumpraum gesaugt. Beim Einfahren der Kolbenstange (Druckbewegung) wird der Pumpraum verkleinert, das Einlassventil schließt und das Auslassventil öffnet. Öl wird zwischen Steuerhülsenaußenseite und Kolbenstangeninnenseite in den Arbeitsraum gedrückt. Aus dem Arbeitsraum wird gleichzeitig Öl durch die offene Seite des Zylinderrohres in den Hochdruckspeicher verdrängt. Das Hochdruckgaspolster wird beim Pumpen zunehmend gespannt. Der Druck im Ölreservoir nimmt kontinuierlich ab und der Druck in Hochdruckspeicher und Arbeitsraum nimmt kontinuierlich zu. Der Druckanstieg im Arbeitsraum bewirkt eine Zunahme der Kolbenstangenausfahrkraft. Das Fahrzeugheck wird angehoben.

Bei Fahrten auf Schlechtwegstrecken wird die Pumpe im Nivomat stärker angeregt als normal. Der Nivomat regelt in diesem Fall auf ein etwas höheres Niveau. Dies führt dazu, dass das Fahrzeug - in Abhängigkeit des Übersetzungsverhältnisses Nivomat zu Rad - mehr Bodenfreiheit gewinnt. Bei voller Einfederung können im Gerät durchaus Drücke von bis zu 350 bar auftreten, deshalb kommt der kolbenseitigen Abdichtung und Führung sowie der Bauteilfestigkeit besondere Bedeutung zu.

Bei Annäherung an das vorgesehene Fahrzeugniveau wird eine Bypasswendel freigegeben, die sich auf der Pumpenstange befindet und die bis dahin von der Steuerhülse verdeckt wurde. Die geöffnete Nut bildet einen Bypass zwischen Pumpraum und Hochdruckspeicher. Dies führt dazu, dass kein weiteres Öl aus dem Niederdruckreservoir angesaugt wird, sondern nur noch Öl zwischen Pumpraum und Arbeitsraum verschoben wird. Wird das Fahrzeug im Stand entladen, fährt die Kolbenstange zunächst weiter aus, da das Gleichgewicht zwischen Nivomat-Ausfahrkraft und Nivomat-Belastung gestört wird. Durch dieses größere Ausfahren der Kolbenstange wird an der Pumpenstange eine Ablassbohrung freigegeben, die in Niveaulage durch die Steuerhülse verdeckt wird. Die Ablassbohrung ermöglicht einen Öldurchfluss aus dem Hochdruckspeicher in das Niederdruckreservoir, der zu einer entsprechenden Druckminderung führt. Das Fahrzeugheck sinkt wieder auf die Niveaulage ab.

Nähere Informationen gibt´s auf nivomat.wilbers.de, das gesamte Wilbers-Sortiment findet man auf www.wilbers.de

Autor

Anzeige

Bericht vom 08.05.2020 | 1.457 Aufrufe

Du hast eine Neue?

Verkaufe dein Gebrauchtmotorrad im 1000PS Marktplatz.

Inserat erstellen

Empfohlene Berichte

Pfeil links Pfeil rechts