Hopkins Podestplatz: Ich widme ihn meinem Vater

John Hopkins hoffte bei seiner Fahrt zu Platz drei auf Hilfe von oben. Chris Vermeulen gratulierte so wie Paul Denning, der auch neue Motoren versprach.

Hopkins Podestplatz: Ich widme ihn meinem Vater

Die Stimmung im Suzuki-Lager war nach John Hopkins' Platz auf dem Podest verständlicherweise dem Höhepunkt nahe. Angefangen bei John Hopkins wurde überall ordentlich gefeiert. "Ich bin so glücklich, wie das Rennen gelaufen ist und ich will diesen Podestplatz meinem Vater widmen. Ohne Zweifel hat er mir zugesehen und er hat mir sicher geholfen, bis zum Ziel zu kommen - davon werden jetzt noch mehrere kommen", jubelte Hopkins.

Nachdem er auch noch so cirka jedem gedankt hatte, der ihm irgendwann einmal über den Weg gelaufen ist, ging er schließlich noch zu einer kurzen Analyse des Rennens über. "Ich hatte einen guten Start und wurde dann von Marco und Dani überholt: ich war etwas frustriert, weil Casey und Valentino wegzogen. Nach ein paar aggressiven Manövern hatte ich Marco und Dani dann hinter mir gelassen und jagte die zwei vorne. Von da an ging es nur noch darum, an ihnen dran zu bleiben. Sie waren sehr schnell und ich kam nicht vorbei. Am Ende habe ich nur darauf geachtet, die Maschine auf Platz drei heim zu bringen". erzählte der Amerikaner. Die letzten beiden Runden betete er dann nur mehr, dass auch ja nichts mehr schief geht. "Und es ist nichts passiert, also denke ich, dass mein Vater auf mich herabgesehen hat."

Einer der ersten, die Hopkins gratulierten, war sein Teamkollege Chris Vermeulen. "Ich möchte John zu seinem ersten Podium beglückwünschen. Ich weiß, was ihm das bedeutet und ich bin mir sicher, dass es noch mehr davon geben wird", sagte er. Vermeulen selbst landete auf dem siebten Endrang, nachdem er aufgrund des Sturzes von gestern von Startplatz 15 ins Rennen hatte gehen müssen. "Es war schade, dass ich da hinten war, da ich von einigen langsameren Fahrern aufgehalten wurde. Ich kam bis auf Platz sieben nach vorne und hatte einen schönen Kampf mit Loris. Jedes Mal wenn ich ihn überholt habe, kam er dann auf den Geraden wieder vorbei - wir hatten einfach nicht den Speed um seine Maschine zu schlagen." Dank der Verbesserung um acht Plätze konnte sich der Australier aber nicht wirklich beschweren.

Beim nächsten Rennen in Le Mans sollte der Motor aber etwas näher dran an der Konkurrenz von Ducati sein. "John hat gesagt, dass sein Motor heute besser als die Honda und an einige Stellen ein wenig besser als die Yamaha war - aber weit weg von der Ducati. Für Le Mans werden wir aber zwei neue Motoren für die beiden dabei haben. Ich kann nicht sagen, was es für Teile sind, aber es werden alles interne Teile sein, die sich in den Tests als besser erwiesen haben. Am Montag nach dem Rennen haben wir dann noch etwas mehr aufregendes Zeug, vor allem weil es anders klingen wird", verriet Team Manager Paul Denning.

Da aber nicht nur auf der Geraden ein Rennen gewonnen wird - außer wenn die Gerade über einen Kilometer lange ist - sollen die Updates auch die Kurvenfahrt verbessern. "Wir arbeiten an der Motoreinstellung, um der Maschine zur alten Lenkbarkeit zu helfen. Genau im Scheitelpunkt müssen wir das Ding etwas bändigen. Im Moment sieht es so aus, als ob das Motorrad mehr wie eine Zweitakt ist, etwas zu stark weiterläuft und es dann schwer für die Fahrer macht", erklärte Denning. Doch egal, wie schwer es die Maschine auch macht, John Hopkins' Leistung war für den Team Manager etwas Tolles. "Von diesen zwei Fahrern geschlagen zu werden - in der Form, in der sie gerade sind - ist keine Schande. Jetzt kommen wir auf einige von Johns Lieblingsstrecken und dieses Resultat wird ihm die Zuversicht geben, regelmäßig vorne zu sein."

©adrivo Sportpresse GmbH
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Foto: ©Suzuki

Bericht vom 06.05.2007 | 1.689 Aufrufe

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