Gabor Talmacsi siegt bei Tausendstel-Finish
Gabor Talmacsi siegt bei Tausendstel-Finish |
Es sah zunächst nach einem recht einsamen Arbeitstag für Gabor Talmacsi in Jerez aus. Der Ungar sicherte sich beim Start den Spitzenplatz und zog dem Feld auf und davon. Knapp zwei Sekunden lag er bereits vor seinen nächsten Verfolgern. Doch schließlich kam dann doch noch Lukas Pesek an ihn heran und es entwickelte sich in den letzten neun Runden ein interessanter Kampf um den Sieg. Vor allem auf den letzten drei Runden wurde es unterhaltsam, da keiner der beiden die Führungsarbeit leisten wollte und die Rundenzeiten dementsprechend langsam wurden. Es lief wieder alles auf eine Entscheidung auf den letzten Metern hinaus. Bei der Einfahrt in das Stadion ging Pesek an Talmacsi vorbei, doch der Ungar schlug auf der Zielgeraden zurück und kämpfte sich aus dem Windschatten um 14 Tausendstel an Pesek vorbei. Etwas weniger spannend war die Entscheidung um Platz drei, den Hector Faubel recht einsam einfuhr. Spannung anderer Art ereignete sich, bevor überhaupt der Start passiert war. Denn bereits vor dem Rennen fand ein Kampf gegen die Zeit statt. Auf seinem Weg in die Startaufstellung versagte die Maschine des Pole Position Inhabers Mattia Pasini. Er musste dann mit Muskelkraft an die Box zurück, wo er auf die Ersatzmaschine wechselte. Da die Boxengasse zu diesem Zeitpunkt aber bereits geschlossen war, konnte sich der Italiener erst in der Aufwärmrunde am Ende des Feldes einreihen. Dort musste er dann auch starten, arbeitete sich aber innerhalb der ersten Runde auf Platz zehn nach vorne. Dann war allerdings endgültig Schluss. Pasini kollidierte mit Bradley Smith und landete im Kiesbett. Bis zur Box kam er noch, dann gab er entnervt auf und testete die Stabilität des Mobiliars. Abgesehen von dem Drama um Mattia Pasini entwickelte sich im Rennen ein spannender Kampf um den vierten Platz, an dem sich Sergio Gadea, Tomoyoshi Koyama, Pol Espargaro und Pablo Nieto beteiligten. In der ersten Rennhälfte war auch Michael Ranseder noch in dieser Gruppe, er musste aber schließlich etwas abreißen lassen und wurde auch noch von der folgenden Gruppe geschluckt. Vier Runden vor Schluss verkleinerte sich die Gruppe noch ein wenig, als Tomoyoshi Koyama seine Hoffnungen auf einen Spitzenplatz im Kiesbett begrub. Während Koyama in den Boxen aufgab, kam Ranseder noch auf Rang neun. Sandro Cortese überzeugte mit einem siebten Platz - dem besten Ergebnis in seiner bisherigen Laufbahn - und den Kampf um Platz vier entschied der 15-jährige Pol Espargaro für sich, dessen Vater danach mit Tränen in den Augen an der Box feierte. Sergio Gadea wurde Fünfter und Pablo Nieto blieb der sechste Platz. Die beiden Starter aus der Schweiz, Randy Krummenacher und Dominique Agerter, erreichten zwar die Top 20, konnten aber keine Punkte mit nach Hause nehmen. Krummenacher, der mit Knochenbrüchen in der Hand unterwegs war, kam als 17. ins Ziel und Aegerter wurde als 19. gewertet. In der Weltmeisterschaft führt nun Talmacsi mit 45 Zählern. Damit ist er vier Punkte vor Hector Faubel und neun vor Lukas Pesek. Der 15-jährige Überraschungspilot Pol Espargaro ist mit 22 Zählern Vierter. Das Ergebnis des 125cc-Rennens in Jerez1. Gabor Talmacsi Aprilia 41:52.149 Ausgeschieden Tomoyoshi Koyama KTM 19 |
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Bericht vom 26.03.2007 | 1.595 Aufrufe