Jerez, MotoGP, Tag1: Ein langsamer Beginn
Jerez, MotoGP, Tag1: Ein langsamer Beginn |
Die vergangenen vier Tage hatten den 250ern und 125ern gehört, doch am Freitag schlug in Jerez schließlich auch die Stunde der großen Maschinen. Beinahe das gesamte Feld der MotoGP war angetreten, um auf den ersten großen Showdown in diesem Jahr hinzuarbeiten. Denn am Sonntag geht es nicht mehr nur um die Arbeit an der Maschine, sondern auch um einen neuen BMW für den Schnellsten. Der große Abwesende war John Hopkins, von dem es bereits in der vergangenen Woche nach seinem Unfall in Katar hieß, dass er nach dem Bruch des Kahnbeins und einer Zehe in Jerez würde passen müssen. Doch auch die Anwesenheit des Suzuki-Piloten hätte den ersten Testtag der MotoGP wahrscheinlich auch nicht spannender gemacht. Denn am Morgen passierte zunächst einmal gar nichts. Die Strecke war nass und als kleines Extra ging im Laufe des Vormittages noch ein Schauer über der Strecke nieder. Lediglich die Testfahrer und Olivier Jacque wagten es, erste Runden zu drehen. Doch mit den Nachmittag verbesserten sich die Bedingungen und damit stieg auch die Aktivität auf dem Kurs. Zusätzlich dazu fielen auch die Zeiten, die bis kurz nach Mittag noch über der 1:50er Marke gelegen hatten. Am Ende war Marco Melandri als schnellster Fahrer bei 1:42.563 angelangt und hatte sich damit immerhin noch bis auf zwei Sekunden an den Streckenrekord und dreieinhalb Sekunden an den Pole-Rekord angenähert. Knapp an Melandri dran waren Casey Stoner und Dani Pedrosa. Stoner fehlten am Ende sieben Hundertstel auf den Italiener und Pedrosa war noch einmal sieben Hundertstel dahinter. Nach diesen Dreien klaffte dann eine kleine Lücke von fünf Zehnteln, nach der sich Carlos Checa auf dem vierten Platz fand. Innerhalb der nächsten fünf Zehntel fanden sich dann Alex Barros, Randy de Puniet, Loris Capirossi, Alex Hofmann und Toni Elias, wodurch sich trotz des halb verwaschenen Tages bestätigte, dass es in diesem Jahr eng zugeht. Die beiden großen Namen des vergangenen Jahres hielten sich zum Auftakt etwas zurück. Weltmeister Nicky Hayden begnügte sich mit dem 19. Platz, mehr als drei Sekunden hinter Melandri. Dafür absolvierte der Amerikaner 63 Runden und erledigte damit das größte Pensum des ganzen Feldes. Valentino Rossi verlor rund zwei Sekunden auf die Spitze und war mit 35 Runden einer der uneifrigsten an der Strecke. Die Bedeutung der Zeiten ist nach diesem ersten Tag aber sehr ohnehin nebensächlich, denn dank des Wetters lässt sich eigentlich gar nichts in die Zeiten hineinlesen. Woraus man etwas lesen kann, sind die Wetterberichte, die für die nächsten beiden Tage keinen Regen angekündigt haben. Zwar liegen auch solche Prognosen oft daneben, aber man kann sie zumindest als positives Indiz für das restliche Wochenende sehen. Die Zeiten des ersten MotoGP-TesttagesPosition, Nummer, Name, Land, Team, Marke, Zeit 1 33 Marco MELANDRI ITA Honda Gresini HONDA 1'42.563 |
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Bericht vom 23.02.2007 | 1.575 Aufrufe