Jerez, 125cc: Pasini und wieder Regen
Jerez, 125cc: Pasini und wieder Regen |
Nachdem die "Mittelgroßen" am Montag und Dienstag den Kurs in Jerez unsicher machen durften, waren am Mittwoch und Donnerstag die "Kleinen" dran, ihre Maschinen im Rahmen des großen IRTA-Tests auszuführen und zu verbessern. Dabei taten sich gewisse Parallelen zwischen 125er- und 250er-Klasse auf, die vor allem in den Witterungsbedingungen verankert waren. Denn auch die Achtelliter-Klasse durfte sich über einen Tag Sonnenschein freuen, auf den ein Tag mit Regen folgte. Den Sonnentag nutzte Mattia Pasini, um sich und seine Aprilia an den Sonnenplatz ganz an der Spitze des Klassements zu fahren. In 1:47.727 verwies er Gabor Talmacsi, der nun in Diensten von Pasinis Ex-Team Aspar ist, um rund drei Zehntel auf den zweiten Platz. Knapp hinter dem Ungarn folgten Lukas Pesek und Simone Corsi auf Drei und Vier. Für den KTM-Nachwuchs gab Tomoyoshi Koyoma mit Rang fünf ein starkes Lebenszeichen von sich. Und auch ein ehemaliger KTM-Pilot zeigte eine ansprechende Vorstellung. Der Österreicher Michael Ranseder pilotierte seine Derbi mit acht Zehnteln Rückstand auf Rang zehn und lag damit beispielsweise vor Sergio Gadea. Die anderen drei deutschsprachigen Nachwuchsfahrer verteilten sich auf die Plätze 25 bis 28. Randy Krummenacher (25.), Sandro Cortese (27.) und Dominique Aegerter (28.) lagen zwischen 2,1 und 3,2 Sekunden hinter der Spitze, wobei Agerter einer von sechs Fahrern war, der einen leichten Sturz zu verzeichnen hatte. Aber weder der junge Schweizer noch Robert Muresan, Steve Bonsey, Bradley Smith, Daniel Webb oder Lorenzo Zanetti zog sich dabei Verletzungen zu. Wie bereits erwähnt stellte sich am zweiten Tag der 125er dann das Schlechtwetter ein, was vor allem eines zu Folge hatte: statt der 31 Fahrer, die am Mittwoch unterwegs waren, zeigten sich am Donnerstag nur 21. Und auch der Rundengeiz schlug dank der bescheidenen Witterung um sich. War Nicolas Terol als eifrigster Pilot am Mittwoch noch 92 Runden gefahren, so legte Randy Krummenacher als fleißigster Arbeiter am Donnerstag gerade einmal 43 Runden zurück. Und auch bei den Zeiten machte sich das spanische Regenwetter bemerkbar. Mit der Tagesbestzeit von 1:59.565 lag Sergio Gadea rund 12,8 Sekunden hinter Mattia Pasinis Vortagesrunde. Die Regenplätze zwei bis vier erfuhren Bradley Smith, Mike di Meglio und Hector Faubel. Darauf folgte dann bereits der deutschsprachige Nachwuchs. Sandro Cortese verlor in der Gischt rund 1,5 Sekunden auf Gadea und wurde Fünfter; Randy Krummenacher weitere drei Zehntel zurück Sechster. Michael Ranseder war nicht mehr im Einsatz, aber Dominique Aegerter wagte sich auch noch einmal auf den Kurs. Der junge Schweizer, der die vergangene IDM-Saison als Zweiter beendet hatte, kam auf den 15. Rang. Aegerter reihte sich diesmal allerdings wieder bei jenen Fahrern ein, die unfreiwillig vom Motorrad mussten. Aufgrund des schlechten Wetters erwischte es gleich eine ganze Reihe an Piloten, die aber nach bisherigen Auskünften alle unverletzt blieben. Neben Aegerter waren noch mit von der Sturzpartie: Esteve Rabat, den es zwei Mal erwischte, Stevie Bonsey, Danny Webb, Raffaelle de Rosa, Bradley Smith, Sandro Cortese und Mike di Meglio. Nach den vier Tagen, die ganz im Zeichen der unteren Klassen gestanden sind, folgen ab dem Freitag die schweren Jungs. Drei Tage bekommt die MotoGP-Klasse Zeit, um ihre Maschinen abermals ausgiebig zu testen. Am Sonntag kommt es dann auch zum ersten echten Kräftemessen der Saison, wenn im simulierten Qualifying ein neuer BMW als Preis winkt. Da könnte sich dann ein erster unverfälschter Eindruck der wahren Kräfteverhältnisse in der Königsklasse gewinnen lassen. Die Zeiten des ersten Testtages 125ccPosition, Nummer, Name, Land, Team, Marke, Zeit 1 75 Mattia PASINI ITA Polaris World APRILIA 1'47.727 Die Zeiten des zweiten Testtages 125cc1 33 Sergio GADEA SPA Bancaja Aspar APRILIA 1'59.565 Keine Rundenzeit 14 Gabor TALMACSI HUN Bancaja Aspar APRILIA |
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Bericht vom 22.02.2007 | 1.799 Aufrufe