Suzuki Night Run Neuhardenberg 2018

Suzuki Night Run Neuhardenberg 2018

Vollgas am Drag Strip

Freier Eintritt und ein Flugplatz nur für dich und dein Motorrad – klingt nach einem Traumszenario. Beim Suzuki Night Run in Neuhardenberg hat Suzuki Deutschland eindrucksvoll bewiesen, dass sie die tiefsten Verlangen von Motorradfahrerinnen und -fahrern kennen. Die Rezeptur ist nämlich ganz simpel: Ein Drag Strip, GPS Messungen, Probefahrten und gutes Essen. Der Horvath ist der Einladung in den Osten Deutschlands gefolgt und zeigte sein Können auf der Achtel Meile… mehr oder weniger.

Location: Flugplatz Neuhardenberg

Als Drag Strip hat Suzuki Deutschland einen sehr stimmigen und vor allem historischen Ort gewählt. Der Flugplatz Neuhardenberg liegt ca. 45km östlich von Berlin und wurde während des zweiten Weltkriegs für Testflüge, beziehungsweise als militärische Basis verwendet. Heute dient das Gelände gelegentlich als Klein-Flughafen und (für uns wichtig) als Event-Location. Denn mit seiner 2,5 Kilometer langen Start- und Landebahn verfügt der Flugplatz über genügend Raum, um seinem Bike richtig die Sporen zu geben. Das Event dauerte von 16:30 bis 23:00 Uhr und dieses Zeitfenster wurde intensiv genutzt!

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Beschleunigungstests auf der Achtelmeile

Doch beim Suzuki Night Run geht es nicht um Top Speed, sondern um die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h auf der Achtelmeile (201,17m). Zwei Fahrer treten gegeneinander an – der Sieg auf der Achtelmeile zählt für das Ego, die Beschleunigungszeit für die Bestenliste. Ein Burnout vor dem Rennen sorgt für Grip, doch nur mit genügend Gefühl in den Händen gelingt auch der perfekte Start. Mithilfe von GPS Geräten wird die Zeit gemessen, bis die 100 km/h erreicht werden. Die Bestzeit des Tages lag bei 2,8 Sekunden und bis auf zwei Ausnahmen haben es alle Motorräder innerhalb der 201 Meter auf die magische 100er Grenze geschafft – doch dazu später mehr.

Selbst ohne Rennantritt stimmte die Unterhaltung

Die Atmosphäre im Fahrerlager kann bei vielen Events als Aushängeschild dienen, denn sie entscheidet oft, ob der erste Besuch auch der letzte gewesen ist. Der Suzuki Night Run erinnerte schwer an die 1000PS Bridgestone Trackdays (jetzt noch letzte Tickets für 2018 sichern), denn wie bei unseren Veranstaltungen herrschte auch am Flugplatz Neuhardenberg eine äußerste entspannte Stimmung. In den Rennen ging es um nichts, der Spaß stand im Vordergrund. Weiters war das markenoffene Event gratis, wodurch viele Zuseher angelockt wurden. Denn selbst wenn man sich nicht auf den Drag Strip traute, sorgte Suzuki Deutschland für genügend Entertainment. So sorgte ein DJ für musikalische Untermalung und diverse Catering Anbieter boten Verpflegung zu fairen Preisen. Für interessierte Kunden standen ebenfalls kostenfreie Testfahrten mit aktuellen Suzuki Modellen zur Verfügung, welche sich einer großen Beliebtheit erfreuten.

Horvath am Drag Strip – Top oder Flop?

Aber auch mir brannte es unter den Nägeln endlich auf die Piste zu gehen. Wenn man schon einmal eine Startbahn zur Verfügung hat, quält man sich auch gerne bei 30 Grad Außentemperatur in das Rennleder. Mein Gegner des Tages war Ben, a.k.a. mr_hpkn5, gegen den ich zwei Mal antrat. Unser erstes Rennen bestritten wir auf den beiden roten GSX-R 1000 von den Influencern Blackout und Lucas Lit, die ebenfalls anwesend waren. Trotz des motivierenden Jubels des Publikums konnte ich leider weder den Probelauf, noch das eigentliche Rennen für mich entscheiden. Meine Ausrede: ich bin die GSX-R 1000 noch nie gefahren und wollte Blackout’s Baby nicht zerstören – egal, der Spaß war zu groß, um sich über die Niederlage zu ärgern.

Gegen 22:30 Uhr wollte ich meine Revanche. Diesmal auf kleinerem Kaliber: GSX-S 125 gegen GSX-R 125. Nach vier fairen Runden Schnick-Schnack-Schnuck stieg ich auf die GSX-S, Ben auf die verkleidete Schwester. Sowohl Probelauf als auch das gewertete Rennen konnte ich für mich entscheiden, doch dann die enttäuschende Nachricht der Rennleitung: keines der Bikes konnte nach der Achtelmeile die 100 km/h Marke knacken. Wir hatten also keine andere Wahl, als nochmals anzutreten. Dieses Mal rasten wir über die Ziellinie und hielten den Gashahn weiter offen. Die Beleuchtung des Festes wurde im Rückspiegel immer kleiner und um uns erstrahlte ausschließlich die Beleuchtung der Startbahn –Danger Zone aus Top Gun spielte bereits in meinem Kopf. Bei Tacho 116 km/h brach ich meinen Versuch ab, jetzt sollte das GPS System bereits ausgelöst haben. Und tatsächlich: Nach circa 18 Sekunden erreichten sowohl GSX-S 125 als auch GSX-R 125 die anvisierten 100 km/h. Dass wir damit die langsamste Zeit des Tages schafften machte nichts – das Lachen unter dem Helm und der Jubel des Publikums waren einfach unbezahlbar.

Wann ist der nächste Night Run?

Dieses Jahr habt ihr noch einmal die Möglichkeit, bei einem Suzuki Night Run anzutreten. Am 18. August steigt das nächste Achtelmeile Rennen am Flugplatz Mosbach, alle Informationen dazu findet ihr hier. Ich kann leider nicht vor Ort sein, aber falls ihr Zeit und Lust habt, kann ich euch den Night Run sehr empfehlen. Wer hätte gedacht, dass geradeaus fahren so viel Spaß machen kann?

Hier das Eventvideo von Suzuki Deutschland

Bericht vom 07.08.2018 | 1.152 Aufrufe

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