Glemseck 101 2017

Glemseck 101 2017

Cafe Racer, Sprints und Race-Spirit

Wie Cafe-Racer-Weihnachten im Spätsommer: Infernalisch schön laut, bunt und glänzend, betörend und berauschend – einfach das 12. Glemseck 101. Und wie immer mit maximal Race-Esprit auf der ehemaligen Rennstrecke Solitude.

Mit aufregenden und spektakulären Motorrädern aus ganz Europa sowie deren Konstrukteure und Marken hat der »Spirit of the Glemseck 101« auch in 2017 an internationaler Bedeutung nochmal hinzu gewonnen: Zum 12. Mal hat am ersten Septemberwochenende »Das europäische Motorrad-Festival« stattgefunden. Ein Happening der besten und wildesten Bikes der gesamten europäischen Motorradszene. Mitsamt ihrer Macher und Fahrer. Und deren Crew, Freunden, Familien – zusammen mit einem einmaligen Publikum, das sich dieses spektakuläre Motorrad-Festival verdient hat. Alle Jahre wieder und immer noch mehr!

Was wirklich Gutes nochmal zu verbessern, das wird natürlich jedes Jahr und nach über einem Jahrzehnt immer schwerer. Das Rad lässt sich ja bekanntlich nicht nochmal erfinden. Aber die Erfinder des Glemseck 101 arbeiten jedes Jahr erneut hart – aber mit ungebrochener Kraft und phänomenalen Ideenreichtum – an diesem Motorrad-Open-Air, das seinesgleichen noch nicht gefunden hat. Klar, wer so viel Erfolg hat, der findet auch die Leute, die nach dem Haar in der Suppe suchen.

Multidimensionale Motorrad-Racer- Promi-Dichte

Nichts bleibt neu! Aber wenn selbst historische Renngrößen wie Freddie Spencer (dreimaliger Weltmeister - 500/250 ccm, 1983/1985) und Kevin Schwantz (500er-Weltmeister von 1993), beide aus den USA, beim Glemseck zum Sprintwettbewerb genannt sind – und sogar mit tiefster Rennleidenschaft dort an den Start gehen – wer redet denn da noch gegen das 'zu' illustre Aufgebot an Moped-Stars? Die 'Jungs' – zu den Mädel kommen wir gleich noch – präsentierten sich jedenfalls ihren ewigen Fans - und mittlerweile dessen Nachwuchs - und wurden dabei abgefeiert, als hätten sie erst gestern ihre weltmeisterlichen Pokale in brandneue Vitrinen gestellt.

„Dass wir das nochmal erleben dürfen, Kevin und Freddie quasi vor der Haustür in Aktion und live gegeneinander Rennen fahren zu sehen.“ Einhellige Meinung und große Freude all derer, die sich an ihre Jugendtage erinnern, als Schwantz und Spencer in der größten aller Motorradrennklassen um den Sieg kämpften. Beim Show Run am Samstagnachmittag hatte Kevin beim Warm Up die Nase noch vorn, aber beim entscheidenden Lauf siegte Freddie auf der Honda Fireblade gegen Kevin auf der Suzuki GSX-R. Die Oldtimer- Racer auf den brandneuen Modellen der jeweiligen Marken.

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Die Schönen und die Biester

Aber die Jungs hatten auch überhaupt keine Hemmungen oder Skrupel, gegen das Aufgebot an Promi-Mädels anzutreten. Und sich denen sogar auch mal geschlagen zu geben. So geschehen, als die fesche Stuntfahrerin Mai-Lin mit dem Louis-Shooter einer extrem modifizierten Indian Chief Vintage, „The world hottest Indian“ (Ulf Penner Witchcraft), beim „Sunday of the Beast“ im Viertelfinale gegen den Altbarden – oder besser: Gentleman Racer - Freddie Spencer auf einer umgebauten Honda CBR 1000RR antrat – und diesem auf der 1/8-Meile beim International-Sprint am schönen Sonntagnachmittag das mehr als hübsche Heck zeigte. Damit errang Mai-Lin den dritten Platz. Den ersten Platz erzielte der sympathisch zurückhaltende Per Nielsen, Wrenchmonkees aus Dänemark, auf der nicht nur schnellsten sondern ebenso „am geilsten“ klingenden Maschine - Zitat: Jörg Litzenburger, Veranstalter und Moderator -, einer Kawasaki Ninja H2/2015: „Styling like a 90's Superbike, but performance of a Hyperbike: Everything besides the main frame and engine was replaced, rebuilt or uprated“.

Mehr muss man zu diesem „Beast“ des Sonntags gar nicht sagen. Nicht wirklich weniger spektakulär war Tempus Fury – Son of Time, TW Steel Watches als Sponsor - mit Anthony Partridge im Sattel, der mit der MT-10 von Yamaha den zweiten Platz zähneknirschend in Kauf nehmen musste, dem Dänen auf dem ersten Rang tatsächlich aber so gut wie gar nichts geschenkt hatte!!! Für die Promis ging auch wieder TT Racer Connor Cummins ins Rennen. Der stille Schnelle ritt eine XSR900 Yamaha von Diamond Atelier. Dennoch musste auch er sich den Sonntagsbiestern an dieser Stelle einmal geschlagen geben.

Noch mehr Schönheiten

Zurück zu den bemerkenswerten Ladies: Neben Mai-Lin Senf gingen noch einige andere Damen an den Start: Katja Poensgen reiste als Markenbotschafterin für Indian an. Linda van de Mars trat für BMW mit einer heißen Husky Scrambler auf. Sabine Singenberger aus der Schweiz war ebenso mit einem Propellerträger unterwegs. Die Italienerin Francesca Gaspari chauffierte einmal mehr eine krass umgebaute Kawasaki, dieses Mal musste ein Versys herhalten. VTR Customs aus der Schweiz kam wieder mit ihrer adretten Amelie Mooseder auf Eddie 21- BMW. BombinetteBlue, Gemahlin des Sebastian Lorentz, gleich Lucky Cat Garage, raste mit Blümchen am Helm über die Achtelmeile. Ach ja, die Berliner Gören der The Curves kurvten natürlich ebenfalls wieder mit, allen voran Cäthe Pfleging.

Zwischenfazit

Am Samstag vermeldete die Rennleitung und Organisation: „Wir haben das Wetter! Der Löwe des Glemseck 101 hat einfach die besten Verbindungen nach oben. Einzig ein kurzer, heftiger Schauer sorgte für eine Unterbrechung auf unserer 1/8 Meile und eine Wartezeit, bis die Strecke wieder abtrocknete. Was niemand auf dem ganzen 101 Gelände davon abhielt, die einzigartige Atmosphäre dieses riesigen Motorrad-Happenings zu genießen. Alle geplanten Sprints wurden gefahren, über den Auftritt der Essenza Bikes, dem BMW Boxer-Fight, die große Show der Sultans, dem Kampf der MO Cafe Racer bis zu Rolf Reicks „StarrWars“, die dem Motto “Into Dusk” beim „Härtesten Rennen im Universum“ dieses Jahr alle Ehre machten. Sie beendeten diesen langen, bis 20:00 Uhr gehenden 1/8 Meile Tag.“ Auch der Sonntag verlief nicht ganz ohne Regenschauer. Dennoch packten die Organisatoren auch an diesem Tag alle angekündigten Läufe. Alle Starter hier aufzuführen, würde schier den Rahmen sprengen.

Finale

Geht davon aus, dass alles, was Rang und Namen in der nationalen und internationalen Sprint-Cafe- Racer-Szene hat, vertreten und am Start war. Vom kleinen Dealer bis rauf zu allen landläufig bekannten Herstellern hatte es sich eh keiner nehmen lassen, hier mitzumischen. Kein Krad war mit dem anderen vergleichbar. Ein Füllhorn an Ideen war hier traumhafte Wirklichkeit geworden. Das wussten auch die Besucher zu würdigen, unzählbar, da mal wieder ohne Eintritt alles am Glemseck 101 in Leonberg ran rollte, was nur ging. Geht davon aus: Wer nicht da war, hat ultimativ etwas verpasst! Die Bilder sprechen ganze Enzyklopädien!!! Infos: www.glemseck101.de

Autor

sabinewelte

SABINEWELTE

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Bericht vom 06.09.2017 | 4.052 Aufrufe

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