Das Berner Oberland mit BMW – Teil II

Das Berner Oberland mit BMW – Teil II

Schweizer Motorradtour - Oben ohne im Berner Oberland

Weiter geht’s mit der total tollen Töff-Tour auf den neuesten BMW-Krädern durch das Berner Oberland der Schweiz. Im zweiten Teil der Reise ruft der Berg – und es geht munter rauf und rüber Richtung Viertausender.

Tag zwei: 35 Grad!!! Einerseits beneidest du die Berner Oberländer, die sich im stahlblauen Gewässer des reißenden Gebirgsbaches unter dir vergnügt in den kühlen Fluten tummeln, wenn du zum Fotoshooting auf der Brücke darüber im Stillstand auf dem Krad sitzt. Und schwitzt. Anderseits: Das ist nur von kurzer Dauer, diese Pause. Denn weiter geht’s, wir schrauben uns durch die kühl klammen Schluchten der schroffen Bergwelt steil hinauf und über die nächsten, verwunschen gelegen Passsträßchen. Denn heute ist SCHNEE angesagt! Mitten im Mittsommer! Und schauen wir gerade noch von einer zur nächsten quicken Kurve, so wissen wir: Hoch droben erwartet uns kühler Schnee und ewiges Eis! Strahlendes Himmelblau! Glänzender Sonnenschein! Und - 'never ending' Aussichten ...

Gletscherblick und Schlittenfahren

Vom Golfhotel Les Hauts de Gstaad im Saanenland sind wir nach einem prächtigen Frühstück aufgebrochen. Die Runde am zweiten Tag auf den neuesten BMW-Modellen führt uns über den Col de Mosses weiter zum Col du Pillon. Auf der Streckenlänge von um die 80 km passieren wir imponierende Aussichtspunkte, spüren den mäanderartig sich windenden Bergsträßchen auf den wie dafür gemachten Krädern nach, fliegen förmlich durch die sattgrünen Wiesen – bis hin zum Zielpunkt des heutigen Tages: „Vom Col du Pillon legen wir einige Kilometer und viele Höhenmeter zurück“, heißt es vielversprechend im Tourenplan. Denn es geht ins Gletscher-Skigebiet 'Glacier 3000'. (www.glacier3000.ch) Mit der Seilbahn! Höhenangst darfst du hier nicht haben. Schon die Aussicht während der Auffahrt ist megagigantisch

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Höchstgelegene Sommer-Rodelbahn der Welt

Oben angekommen und nach einigen Muss-sein-Selfies erwarten uns im Restaurant 'Botta' kulinarische Spezialitäten und traditionelle Gerichte. Bei der Aussicht über die Berge vom Tisch aus gestaltet sich das leckere Mittagessen nochmal so sensationell. Wir sind aber nicht allein an diesem Tag hier oben. Jede Menge Inder entdecken gerade zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee. Und gleichzeitig mit uns die „höchstgelegene Sommer-Rodelbahn der Welt“. Da wollten wir eigentlich schon vor dem Essen gleich mit dem Alpin Coaster die ganz andere Art von Geschwindigkeit und Kurvenlage – hoch über den Bergen mit Blick ins Tal – erfahren. Ging aber ob des hohen Andrangs nicht. Unsere Reiseführerin Claudia hat die Massen im Blick und vermeldet noch vor dem Dessert: „Platz da, wir kommen! Aber wenn, dann nur genau jetzt!“ Wir pfeifen auf den Nachtisch und Till und ich geben uns den Roller Coaster auf den blanken Schienen.

Bremsen darf und muss er. Denn wenn du in die Kurve stürmst, hast du einzig nur noch das sehr weit entfernt gelegene Tal im Blick. Sonst nichts! Da willst du einfach nicht abheben und lieber schön in der Spur bleiben. Hammer! Unten nach jeder Menge Jubel- und Schreckensschreien angekommen, zockelst du ganz gemütlich an einer Art Zahnradbahn wieder nach oben.

Luft holen – atemberaubende Aussichten!

Sobald du genügend Luft geholt hast, geht es weiter zu einem anderen Höhenereignis, das seinesgleichen sucht: Der Peak Walk. Von der einen Bergspitze der Gebirgskette 'Les Diablerets', dem Scex Rouge auf 2.971 Meter, geht es über eine 107! Meter lange Stahlhängebrücke (zu ALLEN Seiten offen, auch nach unten hin...) bis rüber zum View Point auf die namensgebenden 3.000 Meter – deshalb auch „Glacier 3000“. Für die eigentlich ausgeruhte Sozia-saBine bedeutet nur der Anstieg über eine steile Steintreppe zur sagenumwobenen Hängebrücke das einzige Hindernis: „Die Höhenluft raubt dir erst mal den Atem!“ Im nächsten Anlauf folgt der Gang über die Hängebrücke in dieser schwindelerregenden Höhe. Und dann die spektakuläre Aussicht vom Peak über alle in der Nähe und weiter entfernt liegenden Gletscher und den Tälern dazwischen. DAS sollte sich jeder auch noch so Höhenangst gebeutelte Motorradfahrer geben. Das macht demütig im Geiste. Die 15-minütige Abfahrt mit der Seilbahn eröffnet dann noch mehr Sinneseindrücke und Aussichten.

Nach all den Höhenlagen erfreuen wir uns noch an jeder Menge Schräglagen und passgenauen Passkurven auf dem Rückweg zum Golfhotel Les Hauts de Gstaad. Abschiednehmen am nächsten Tag fällt beim Anblick auf das edle Bergpanorama und beim Einatmen der würzig warmen Sommerluft hier im Saanenland voll schwer. Nur die Aussicht auf den Thuner See vom Transferbahnhof in Spiez lässt uns noch ein kleines Weilchen gedanklich festhalten an dieser Schweizer Motorradreise durch das Berner Oberland. Egal ob vorn oder hinten auf der BMW R nineT – es war bockkuhglocken-stark! PS: Wer noch nach der Sozia-Tauglichkeit auf der BMW R nineT fragt: Passt perfekt! Danke nochmal an den Pilot Agilo-Thilo, sein Urteil: „Die saBine sitzt hinten drauf wie eine Feder, angeklebt!“ Geht doch!

Die Tour am zweiten Reisetag zum Nachfahren findet ihr HIER.

Autor

sabinewelte

SABINEWELTE

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Bericht vom 07.07.2017 | 2.843 Aufrufe

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