3.Lauf zur ACC 2004

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Der dritte Lauf zur ACC 2004 in Röhrnbach/Reisersberg war in vielen Belangen von einem neuen, noch höherem Level geprägt: Die Startliste las sich wie das Who is who der internationalen Enduro Szene, die 4,5 Kilometer lange Cross Country Strecke ließ keine Wünsche offen. Das Wetter war perfekt, KTM präsentierte (erstmals überhaupt) ein eigenens KTM Cross Country (XC) Sondermodell und eine perfekte Organisation ermöglichte es allen Anwesenden, ob TeilnehmerIn, Angehörige(r) oder ZuseherIn, ein perfektes Cross Country Wochenende zu verbringen.

 
Bereits am Samstag Nachmittag gingen gut 50 Fahrer der Klassen 6 und 7 gemeinsam in den 2 Stunden-Wettbewerb, und schon die erste Auffahrt zeigte, dass der Kurs, bestehend aus einer Natur MX Bahn, stark drehenden Enduro-Passagen und einem Wald-Teil, einem ALLES abverlangen würde. Kaum eine Sekunde, in der nicht Arbeit angesagt war, was das gesamte Starterfeld mit fortlaufender Renndauer schön langsam weich kochte. Das Wort Endlich! war das Meistgehörte beim zittrigen Ausfassen des Ziel-Red Bulls. Sportfahrer, Semi-Pros und Profis konnten im Anschluß für eine Stunde zum Trainieren auf die Strecke, der Respekt vor der kommenden Belastungsprobe stieg dadurch weiter an.

Der Finnische Shooting-Star der GCC, Simo Kirssi, zeigte in einigen Passagen, was da im Rennen geboten werden würde, doch die Katze blieb noch im Sack. Selbst die KTM Superstarts Kari Tiainen und Juha Salminen ließen sich das Training nicht entgehen, nutzten dieses allerdings mehr für Setup und Inspektion, als zur Leistungsschau. Diese sollte dann Sonntag folgen …und zwar sattest!

Am Abend erlaubte dann die Video-Wall die Helmkamera-Streckenstudie bei feinem Gegrillten und kühlem Blonden, bevors pünktlich um 8:00 morgens mit den 4 Takt Sportfahrern (Klassen 4 & 5) weiterging: Abermals perfektes Wetter, eine gut bewässerte, staubfreie Strecke und sehr viele verbissene Duelle um die Positionen waren zu sehen.

Der finale Showdown folgte dann um 10:30 mit dem (Le-Mans) Start der Klassen 1, 2 und 3 im letzten Heat des Tages. Und ausgerechnet hier sorgte der antike Vorderlader, mit dem das Startsignal gegeben werden sollte, mit einer Ladehemmung für leichte Verwirrung. Spätestens nachdem der Schütze die Fehlzündung jedoch mit einem lauten Schei**e kommentierte, stürmte alles Richtung Bikes. Fast alles, denn über-dezente Finnen wie Simo Kirssi blieben vorerst verdutzt stehen und liefen erst los, als andere bereits den Motor am Laufen hatten. Der mit Nummer 8 startende Juha Salminen holte sich die Führung bereits in der ersten Runde (auf einer KTM 300 EXC ohne Kickstarter …), Simo Kirssi war nach der ersten Runde bereits an zweiter Stelle und hinterließ bei den meisten der 50 Überholten nicht mehr als den Anschein eines grünen Blitzes, so wie er da am Feld vorbei flog. Kari Tiainen, bereits Teamchef und nicht mehr aktiver Sportler, nahms mit seiner 450 XC und einer noch nicht ganz verheilten Handgelenksverletzung eher locker und cruiste in Schlagdistanz zum viertgelegenen ACC -Gesamtführenden Thomas Günther vom Husaberg / Ortema Team, der wiedereinmal bewies, wie hoch das fahrerische Können generell auf der ACC ist. Der Großteil des Feldes war zwischenzeitlich mit der Frage beschäftigt, ob man denn nun dreimal oder gar viermal Überrundet werden würde. Kirssi arbeitete sich bis zur Hälfte des Rennens langsam aber stetig an Salminen heran (!), wurde dann aber durch einen Crash beim Überholen in seiner Jagd jäh gestoppt. Thomas Günther verlor ebenso den Kontakt zu Tiainen, der seinerseits wiederum auf den 2. Platz vorrückte und Kirssi um mickrige 32 Hundertstel Sekunden auf den 3. Platz verwies.

 

Diese Cross Country Musterveranstaltung weist auch deutlich auf zukünftig zu erwartendes Engagement der Hersteller in diesem Rennformat hin: Wie Juha Salminen im ACC-Interview sagte, werde er nächstes Jahr mit Sack und Pack für KTM nach USA übersiedeln, um dort die GNCC (Grand National Cross Country), das US-Pendant zur ECC, zu fahren und zu gewinnen. Ich hab nach 6 Enduro WM Titeln schon richtige Motivationsprobleme, und die Enduro-Regeln lassen keine Steigerung mehr zu. Zeit für eine neue, attraktive Challenge, so der sympathische 26jährige Finne. Auch Kari Tiainen resümierte sehr positiv: Wenn ich wiedereinmal in der Nähe sein sollte, komme ich gern wieder auf eines Eurer Cross Country Rennen. Es ist eine lockere Athmosphäre und es macht viel Spass! Das in Reisersberg präsentierte brandneue KTM XC (Cross Country) Sondermodell basiert auf einer 450 SX, kommt mit 18 Hinterrad, Handprotektoren, Enduro-Endtopf und Motorschutz. Mehr gibts rezeptfrei beim nächsten KTM Dealer Deines Vertrauens sowie auf www.ktm.at .

Alle Resultate samt Rundenzeiten sowie die die Meisterschaftstände der ACC gibts auf der offiziellen Website unter http://www.austrian-cross-country-championship.com

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Bericht vom 06.07.2004 | 1.792 Aufrufe

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