Yamaha dominiert zweites MotoGP Rennwochenende 2020

Quartararo siegt erneut, Rossi dritter

Das zweite MotoGP Rennwochenende liegt hinter uns und ohne dem amtierenden Weltmeister Marc Marquez auf der Strecke zeichnet sich ein neuer Favorit für den 2020er Titel aus: Fabio Quartararo. Erneut siegt er am heißen Asphalt in Jerez, gefolgt von den Yamaha Kollegen Maverick Vinales und Valentino Rossi.

Marc Marquez gibt noch während Qualifying auf

Es war eine Meldung, die letzte Woche für Aufregung sorgte: der achtfache Weltmeister Marc Marquez will nur wenige Tage nach seinem schweren Sturz und der darauffolgenden Operation wieder auf das Motorrad steigen. Selbst mit einer Titanplatte der neuesten Generation erschien es übermenschlich, dass Marquez' Oberarm der Belastung eines Rennens gewachsen wäre. Während des Qualifying am Samstag dann die Bestätigung: Nach einem wenig erfolgreichen FP3 und einer Runde in Q1 kommt der Spanier an die Box. Die Schmerzen seien zu groß, das Rennen muss ausgelassen werden. Sein tatsächliches Comeback ist nun für den dritten MotoGP Lauf in Brünn geplant.

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Fabio Quartararo beweist erneut sein Talent - und siegt!

Letztes Jahr noch Rookie of the year, dieses Jahr bereits zweifacher Sieger der Königsklasse: Fabio Quartararo zeigt zurzeit der MotoGP Welt sein Talent und das Potential der Yamaha M1. Erneut startet er seinen Rennsonntag von P1 - eine Position, die er bis zur Zieleinfahrt nicht mehr hergeben wird. Mit einem Vorsprung von zeitweise 4,8 Sekunden auf P2 fährt er sein eigenes Rennen am circa 60 Grad heißen Asphalt von Jerez.

Fabio Quartararo nach dem Rennen: "Es war ein hartes Rennen. Bei diesen Temperaturen 25 Runden lang in Führung zu liegen, machte es zum härtesten Rennen meines Lebens! Meine Hände und Füße waren so heiß und es gab einfach keine Luft, um Sie abzukühlen. Aber ich habe mich auf dem Motorrad wirklich gut gefühlt. Obwohl wir uns auf der gleichen Strecke wie letzte Woche befinden, waren die Bedingungen anders, und wir mussten uns schnell darauf einstellen. Als ich zum ersten Mal den Rückstand auf Valentino [Rossi] von 0,6 Sekunden sah, dachte ich, dass es an der Zeit sei, zu pushen. Dann blickte ich in einer Runde in Kurve 6 zurück und konnte nicht glauben, welchen Vorsprung ich herausgefahren hatte. An diesem Punkt wusste ich, dass ich ruhig bleiben und das Rennen einfach beenden musste. Ich bin so glücklich über einen weiteren Sieg, vor allem in einem so harten Rennen wie diesem. Es war auch großartig mit Valentino auf dem Podium zu stehen, denn er ist schon so lange mein Idol. Ich möchte mich bei meinem Team, Yamaha, meinen Partnern, meiner Familie, meinen Freunden, meinem Manager und allen Fans für ihre Unterstützung bedanken."

Rossi nach über einem Jahr wieder am Podest

Mit seiner ungeschlagenen Erfahrung und einer großen Portion Glück schaffte es auch der Doktor Valentino Rossi auf das Podest, hinter seinem Yamaha-Werks-Kollegen Maverick Vinales. Sein früher zweiter Platz hält nicht lange an, als ihn Francesco "Pecco" Bagnaia in der elften Runde überholt. Auch Franco Morbidelli auf der vierten Yamaha im Grid setzt sich bald vor ihn, bevor beide wegen eines technischen Defekts das Rennen beenden müssen. Rossi liegt nun wieder auf P2, Maverick Vinales genau hinter ihm. Lange kann sich il Dottore breit machen und später bremsen als die zweite Werks-Yamaha. Zwei Runden vor Schluss unterläuft Rossi jedoch ein kleiner Fehler und Vinales schnappt sich P2.

Valentino Rossi über das Rennen: "Ich bin sehr glücklich, denn es ist lange her, dass ich auf dem Podium stand. Wir erholen uns gerade von einer schlechten Zeit mit schlechten Ergebnissen. Deshalb haben wir an diesem Wochenende begonnen, auf eine andere Art und Weise zu arbeiten. Ich bin sehr zufrieden mit der Arbeit, die David Muñoz geleistet hat, und auch der Rest meines Teams hat gute Arbeit geleistet. Ich konnte am Start eine gute Runde fahren, und danach war das Rennen so lang. Aber ich bin glücklich, wieder auf dem Podium zu stehen. Für mich ist es nicht ganz wie ein Sieg, aber es ist ähnlich."

Enttäuschendes Wochenende für KTM

Deutlich unerfreulicher ging der Rennsonntag für KTM zu Ende. Nach guten Startplätzen wollte man sogar um Podestplätze kämpfen - ein Traum, der bereits in der ersten Kurve platzte. Oliveira (Tech3) und Binder (Werks-KTM) kollidieren, was das Ende für Oliveiras Rennen bedeutete und Binder auf den letzten Platz brachte. Im Versuch einer spektakulären Aufholjagd unterläuft dem Südafrikaner jedoch ein Fehler und auch er stürzt. Kurz zuvor verliert Iker Lecuona (Tech3) in der letzten Kurve von Runde 6 das Vorderrad und parkt damit die KTM im Kiesbett. Pol Espargaro war somit der einzig übrige Fahrer auf KTM, der Platz 7 nach Mattighofen brachte.

In zwei Wochen - am 9. August - erwartet uns der dritte Lauf der MotoGP in Brünn. Kann Yamaha die bisherige Dominanz fortsetzen? Wir bleiben gespannt!

Ergebnis des zweiten MotoGP Lauf 2020 in Jerez

PlatzierungFahrerLandMarkeZeit (+Unterschied)
1.Fabio QuartararoFRAYamaha41:22,666
2.Maverick VinalesESPYamaha+ 4,495
3.Valentino RossiITAYamaha5,546
4.Takaaki NakagamiJPNHonda6,113
5.Joan MirESPSuzuki7,693
6.Andrea DoviziosoITADucati12,554
7.Pol EspargaroESPKTM17,488
8.Alex MarquezESPHonda19,357
9.Johann ZarcoFRADucati23,523
10.Alex RinsESPSuzuki27,091
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Bericht vom 27.07.2020 | 1.810 Aufrufe

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