Marco Nekvasil holt den Titel in der Klasse Superstock 1000

Österreicher siegt bei IDM Nachwuchsserie

Die SUPERBIKE*IDM 2014 ist Geschichte. Für Marco Nekvasil vom Team Interwetten Racing by Fritze Tuning wurde das Finale in der Klasse Superstock 1000 kurzzeitig noch zur Zitterpartie. Doch nach dem zweiten Lauf fiel sämtliche Anspannung von dem 17-jährigen Österreicher ab. Der in der Marktgemeinde Matzen bei Wien beheimatete Elektro- und Anlagentechnikerlehrling hatte auf dem Hockenheimring den Titel erobert.

Mit dem komfortablen Vorsprung von 13 Punkten auf seine Verfolgerin Lucy Glöckner reiste Marco Nekvasil zum großen Hockenheim-Finale. Dennoch wurde das Training eine Zerreißprobe für die Nerven. Die BMW S 1000 RR hatte elektronische Aussetzer, der Schaltautomat funktionierte nicht. Die Zeit verstrich, ohne das Nekvasil viele Runden drehen konnte, um das Fahrwerk des Motorrads optimal auf die Strecke abstimmen zu können. Und als Glöckner im ersten Lauf zwei Plätze vor ihm ins Ziel kam und sein Vorsprung in der Gesamtwertung auf nur noch magere sechs Punkte schrumpfte, wurde der sonst so ruhig wirkende Shootingstar doch etwas nervös.

Pünktlich vor dem zweiten Rennen begann es zu regnen. Glöckner hatte auf Grund des besseren Trainingsergebnisses erneut bessere Startvoraussetzungen, aber diesmal blieb Nekvasil auf Tuchfühlung und auch das Motorrad spielte mit. Als Glöckner dann ein Fehler unterlief und sie wegen eines Umwegs durchs Kiesbett mehrere Positionen verlor, war der Titelkampf entschieden, auch wenn Nekvasil erst im Ziel richtig aufatmete und sich des Gewinns bewusst wurde. Vor 12.000 Zuschauern trug das Nachwuchstalent den Gesamtsieg in der Superstock 1000-Klasse davon. Tuner Fritz Schwarz hatte bis zuletzt fieberhaft im Detail am Motorrad gearbeitet und den Kabelbaum komplett zerlegt, um den Traum wahr werden zu lassen.

Marco Nekvasil: Nach dem problematischen Training und dem ersten Rennen, als der Reifengrip ab der siebten Runde nachgelassen hatte, wurde mir schon etwas mulmig. Nun bin ich umso glücklicher, nach dem zweiten Rennen den Siegerpokal in den Händen halten zu dürfen. Ich bedanke mich bei den Sponsoren und Helfern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Bis ich über die Ziellinie kam, hatte ich aber noch einige gefährliche Momente und Rutscher zu überstehen.

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Bericht vom 22.09.2014 | 3.160 Aufrufe

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