IDM Superbike 2014

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Ducati dominiert weiter die IDM Superbike. Österreich Nekvasil gewinnt beide Superstock-Rennen.
IDM Oschersleben 2014
Die Ducati Piloten können zufrieden sein. Toller Auftritt in Oschersleben.
 

IDM Superbike Oschersleben 2014

Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Ducati gewinnt IDM-Rennen in Oschersleben. Nekvasil holt Doppelsieg in der Superstock-Klasse.

 

3C Racing-Fahrer Xavi Forés zeigte schon im Qualifying mit einer Pole-Zeit von 1.24,636 wo der Hammer hängt und machte sich gleich im ersten Rennen mit seiner Ducati vom Start weg aus dem Staub. Schon nach zwei Runden hatte der Spanier einen Zwei-Sekunden-Vorsprung herausgefahren. Hinter ihm folgte BMW-Pilot Markus Reiterberger, Max Neukirchner auf seiner Ducati 1199 Panigale R im Schlepptau. Der Rest des Feldes hatte da schon wieder das Nachsehen mit einem Rückstand von über zwei Sekunden. An der Spitze baute Forés seinen Vorsprung Stück für Stück aus, Neukirchner drängelte kräftig, schaffte es nach zahlreichen Versuchen in der elften Runde mit seiner persönlichen Bestzeit am BMW-Piloten vorbei. Nachdem Überholmanöver, gab es für den Sachsen kein Halten mehr und er fuhr einem sicheren zweiten Platz entgegen. In der 13. Runde wurde das Rennen wegen eines Unfalls abgebrochen. Einen Re-Start gab es nicht und das Rennen wurde nach 12 von 18 Runden gewertet. Der Sieg ging mit einem Vorsprung von 8,325 Sekunden an Xavi Forés vor Max Neukirchner. Im zweiten Rennen quetschte sich Xavi Forés bereits in der ersten Kurve mit seiner 3C Racing-Ducati an die Spitze des Feldes. Während der schnelle Spanier in der zweiten Runde schon seinen eigenen Rundenrekord vom Vormittag unterbot, reihten sich 3C-Teamkollege Max Neukirchner und der BMW-Pilot Reiterberger auf Platz zwei und drei ein. Kurz vor Schluss wurde Neukirchner jedoch überholt, wäre dazu in der letzten Runde fast noch gestürzt, rettete aber Platz drei ins Ziel. Xavi Forés führt die Meisterschaftswertung mit 141 Punkten an, Teamkollege Max Neukirchner besetzt mit 121 Punkten den zweiten Platz. In der Herstellerwertung führt mit großem Abstand Ducati (262 Punkte).

IDM Oschersleben 2014
IDM Oschersleben 2014
 

Superpole und Doppelsieg

Der erst 17-jährige Österreicher Marco Nekvasil hat sich schon jetzt als Senkrechtstarter in der SUPERBIKE*IDM etabliert. In der etropolis Motorsport Arena Oschersleben schaffte der Matzener als einziger Fahrer der Kategorie Superstock 1000 den Sprung in die hart umkämpfte Superpole. In der Extra-Qualifikation für die Startaufstellung in Deutschlands höchster Klasse im Motorrad-Straßenrennsport waren ansonsten nur die technisch überlegenen Superbike-Motorräder vertreten. In den Rennen legte Nekvasil mit einem bravourösen Superstock 1000-Doppelsieg nach. Marco Nekvasil setzte den ersten Akzent des Wochenendes schon im Training, als er im gemischten, aber getrennt gewerteten Feld aus Superbike- und Superstock 1000-Piloten auf den neunten Platz raste. Insgesamt 36 Teilnehmer kämpften in der IDM-Top-Klasse um Bestzeiten. Die schnellsten Neun fighteten in der Superpole noch einmal gesondert um die Vergabe der Startplätze in den ersten drei Reihen. Nekvasil war folglich einer von ihnen. Wie schon zum Saisonauftakt auf dem Lausitzring im Mai hatte der Junior vom Team Interwetten Racing by Fritze Tuning dabei auch wieder zahlreichen Superbikern das Hinterrad gezeigt. Nekvasil behielt in der zehnminütigen Superpole, in der sich die Teilnehmer auf den Punkt genau topfit präsentieren müssen, seinen neunten Platz, der gleichzeitig seine Startposition für die beiden Rennen am Sonntag war.

Im ersten Lauf machte der BMW S 1000 RR-Fahrer am Start einen Rang gut. Das Renne wurden nach 12 von 17 angesetzten Runden vorzeitig mit der roten Flagge abgebrochen. Das Motorrad eines gestürzten Fahrers lag mitten auf der Strecke. Die vor dem Abbruch absolvierte Runde wurde als Renn-Ergebnis gewertet, Nekvasil war zu diesem Zeitpunkt als Neunter über die Start- und Ziellinie gekommen aber als erster Fahrer der Superstock 1000-Fahrer. Seine unmittelbare Konkurrenz folgte 14 Sekunden später. Dafür musste der Österreicher in Lauf zwei umso mehr am Kabel ziehen. Nekvasil versiebte den Start, geriet ins Getümmel beim Einreihen in der ersten Kurve und büßte dadurch Positionen ein. Um seinen Triumph aus dem erste Lauf wiederholen zu können, war viel Kampfgeist nötig. Klassen-Rivalin Lucy Glöckner, die als erste Frau zwei IDM-Läufe gewann und nicht zu unterschätzen ist, hatte dagegen Boden gutgemacht und befand sich zwei Positionen vor Nekvasil. In der Lücke dazwischen zogen zwei Superbiker ihre Linie. Zur Halbzeit drehte das Energiebündel aus Niederösterreich den Spieß jedoch um, bremste seine Widersacher aus und platzierte sich wieder vor ihnen.

In der Superstock-Wertung sprangen am Ende somit erneut der Klassensieg und die Maximalzahl von 25 Meisterschaftspunkten heraus. Nekvasil hatte der Konkurrenz einmal mehr gezeigt, wo die Messlatte in der Superstock 1000-Klasse liegt und sich dabei auch wieder unter den Top Ten der Superbiker gezeigt. Nekvasil führt nach drei Veranstaltungen auch weiterhin die Gesamtwertung in der Superstock 1000-Klasse an. Er kann 136 Zähler verbuchen, Glöckner hat 110 Punkte und der momentan Drittplatzierte Leon Bovee aus den Niederlanden kommt auf 83. Schon am kommenden Wochenende finden die nächsten Rennen statt, wenn die SUPERBIKE*IDM auf dem Nürburgring gastiert.

Marco Nekvasil: Im zweiten Rennen musste ich wirklich kämpfen, um mich nach der Attacke auf Lucy Göckner von ihr absetzen zu können. Durch die voran gegangene Aufholjagd hatte der Hinterreifen natürlich einen höheren Verschleiß als sonst gehabt und das habe ich zu spüren bekommen. Aber im Endeffekt ist alles super gelaufen.

IDM Oschersleben 2014
IDM Oschersleben 2014
IDM Oschersleben 2014

Interessante Links:

Text: 1000ps
Fotos:
IDM, Ducati, Nekvasil

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Bericht vom 23.06.2014 | 2.936 Aufrufe

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