IDM Oschersleben

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Beim vorletzten IDM-Lauf in der Motorsport Arena Oschersleben fiel bereits die erste Titelentscheidung.


7.IDM-Lauf in der Motorsport Arena Oschersleben

Martin Bauer und Michael Schumacher


Jörg Teuchert gewinnt beide Rennen


Der siebente IDM-Lauf wurde im Rahmen der 11. German Speedweek in Oschersleben gemeinsam mit dem vierten Lauf zur Endurance-Weltmeisterschaft ausgetragen und lockte am gesamten Wochenende 41.000 Zuschauer in die Motorsport Arena. In der Superbike-Klasse kommt Jörg Teuchert mit einem Doppelsieg Meisterschaftsleader Martin Bauer in der Gesamtwertung gefährlich nahe. Arne Tode machte in der IDM mit einem Sieg und einen dritten Platz den Sack zu und stellte vorzeitig den Titelgewinn sicher.

Das erste Superbike-Rennen in der Motorsportarena Oschersleben wurde wegen einsetzendem Regen mit Verspätung gestartet und bei abtrocknender Strecke ausgetragen. Werner Daemen fehlte in der Startaufstellung. Der Belgier stellte seine Suzuki bereits in der Einführungsrunde mit einem technischen Defekt ab. Jörg Teuchert (Yamaha) legte von Beginn an ein hohes Tempo vor und übernahm die Führung. In seinem Schlepptau befanden sich in den ersten Runden Martin Bauer (Honda), Gwen Giabbani (Kawasaki), sowie die Suzuki-Piloten Andreas Meklau und Roman Stamm. Giabbani wurde im Verlaufe des Rennens immer angriffslustiger. Der Franzose verdrängte Martin Bauer noch von Platz 2 und sorgte damit für die größte Überraschung des gesamten Wochenendes. Teuchert gewann letztendlich trotz heftigen Ölverlusts an seiner Yamaha. „Ich kam am Start gut weg und ging den Speed von Jörg mit, hatte aber plötzlich Öl auf dem Visier“ sagte Bauer dazu. „Dadurch fuhr ich vorsichtig weiter, um die Punkte mit nach Hause zu nehmen.“ Meklau belegte am Ende Rang 4. Bester Ducati-Pilot war erneut Günther Knobloch auf Rang 8. „Unsere Reifenwahl war für die Temperatur nicht perfekt“, sagte Knobi anschliessend. „Als ich sah, dass ich meine Vorderleute nicht schlagen kann, brachte ich den achten Platz sicher ins Ziel“. Nina Prinz beendete das Rennen auf Platz 10. Der siebenfache Formel1-Weltmeister Michael Schumacher erzielte mit Rang 15 sein bisher bestes Saisonergebnis. Und das, obwohl er nur vom letzen Startplatz aus in das Rennen ging.

Das zweite Rennen wurde bei Dauerregen ausgetragen und sah erneut Jörg Teuchert als Sieger. Damit verkürzte der Franke den Rückstand zum Tabellenersten Martin Bauer auf 17 Punkte. Somit wird die Titelentscheidung erst beim letzten Lauf auf dem Hockenheimring fallen. Martin Bauer kämpfte mit Setup-Problemen und landete nur auf Platz 6. Mehr Grund zur Freude hatten die Suzuki-Markenkollegen Roman Stamm und Gábor Rizmayer, die sich über ihre ersten Podiumsplätze in dieser Saison freuen durften. Nina Prinz, die einzige Dame im Feld, fuhr wie entfesselt und hatte bereits die Top 5 im Visier, doch in der letzten Runde verschrottete die Mannheimerin ihre Yamaha. Als kleiner Trost blieb der „Prinzessin“ die zweitschnellste Rennrunde. Günther Knoblochs Attacke auf das Podium nahm ebenfalls kein gutes Ende. Knobloch konnte im Rennen den späteren Drittplatzierten Gábor Rizmayer von Platz vier verdrängen und den Anschluss zu Werner Daemen herstellen. „Von da an sah ich, dass ich an einigen Stellen schneller fahren konnte als Werner“, erklärte Knobi. „Kurz dachte ich darüber nach, ob ich eine sichere Top 5- Platzierung mitnehmen sollte. Aber das Podium war zum Greifen nahe. Also entschied ich mich dafür, darum zu fighten. Ausgangs von Turn 3 hatte ich dann plötzlich einen Highsider, der sich nicht mehr unter Kontrolle bringen lies – ich stürzte. Natürlich bin ich sehr traurig darüber, bei Zielankunft hätte ich einen Sprung in der Tabelle nach vorne gemacht.“


Ergebnis IDM Superbike – Lauf 13:

1. Jörg Teuchert (D) – Yamaha 23:43,464 Minuten
2. Gwen Giabbani (F) - Kawasaki + 1,058
3. Martin Bauer (A) – Honda + 1,358
4. Andreas Meklau (A) – Suzuki + 6,739
5. Andrzej Pawelec (POL) – Yamaha + 10,568
6. Dominic Lammert (D) - Suzuki + 11,584
7. Roman Stamm (CH) – Suzuki + 13,763
8. Günther Knobloch (A) – Ducati + 21,331
9. Diego Ortiz (E) – Honda + 22,820
10. Nina Prinz (D) – Yamaha + 23,049

Ergebnis IDM Superbike – Lauf 14:

1. Jörg Teuchert (D) – Yamaha 29:49,768
2. Roman Stamm (CH) – Suzuki + 6,724
3. Gabor Rizmayer (H) – Suzuki + 25,681
4. Gwen Giabbani (F) - Kawasaki + 28,226
5. Werner Daemen (B) – Suzuki + 34,900
6. Martin Bauer (A) – Honda + 38,448
7. Andreas Meklau (A) – Suzuki + 41,966
8. Kari Vehniäinen (FIN) - Suzuki + 52,182
9. Christian Kellner (D) - Ducati + 1:04,593
10. Andrzej Pawelec (POL) – Yamaha + 1:10,313


Gesamtstand IDM Superbike nach 14 Läufen:

1. Bauer (A) 282 Punkte
2. Teuchert (D) 265
3. Meklau (A) 204
4. Daemen (B) 199
5. Stamm (CH) 139
6. Andersen (NOR) 78
7. Rizmayer (H) 76
8. Lammert (D) 75
9. Knobloch (D) 74
10. Depoorter (B) 68

Werner Daemen

Jörg Teuchert vor Roman Stamm

Podium 1: Gwen Giabbani, Jörg Teuchert und Martin Bauer

Podium 2: Roman Stamm, Jörg Teuchert und Gàbor Rizmayer

Jörg Teuchert gewinnt in Oschersleben beide Superbike-Rennen

Gwen Giabbani vor Andy Meklau und Roman Stamm

Michael Schumacher vor Christian Kellner und Timo Gieseler



Arne Tode ist vorzeitig Supersport-Champion


Mit einem Sieg und einen dritten Platz wurde Arne Tode (Triumph) seiner Favoritenrolle in der IDM Supersport gerecht und sicherte sich in der Motorsport Arena Oschersleben vorzeitig den Meistertitel. Im ersten Lauf, der bei optimalen äußeren Bedingungen ausgetragen wurde, musste Tode aber erst einmal die beiden Yamaha-Teamkollegen Damian Cudlin und Rico Penzkofer sowie Sebastien Diss (Kawasaki) niederringen, bevor er den Sieg feiern konnte. Das Rennen am Sonntag fand auf nasser Piste und bei permanentem Regen statt. Altmeister Herbert Kaufmann kam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht. Er gewann vor Rico Penzkofer und Arne Tode. „Dabei hatte ich aber auch viel Glück“, verriet Kaufmann. „Kurz nach dem ich an Penz vorbei war, wäre ich bei einem Highsider beinahe vom Motorrad geflogen.“


Viel größer noch als bei Herbert Kaufmann war verständlicherweise die Freude bei Arne Tode, nachdem sein Titelgewinn vorzeitig feststand. "Ich bin mal so richtig sprachlos", freute sich Tode. "Es ist wirklich ein schönes Gefühl. Ich bin in meinem Leben noch nie in so einem professionellen Team gefahren wie der G-LAB-Truppe. Die arbeiten wirklich sehr zielstrebig. Ich bin einfach nur glücklich." Todes unmittelbare Konkurrenten sahen nach dem Rennen weniger glücklich aus. Damian Cudlin musste drei Runden vor Schluss seine Yamaha mit Motorschaden abstellen. Vladimir Ivanov wurde Fünfter. Damit gehörte der Titel "Internationaler Deutscher Motorradmeister" dem Triumph-Piloten. Vor dem Saisonfinale haben mit Ivanov, Cudlin, Kaufmann, Diss und Penzkofer noch fünf Piloten Chancen auf den Vizemeistertitel.


Ergebnis IDM Supersport – Lauf 11:

1. Arne Tode (D) – Triumph 24:14,179
2. Damian Cudlin (AUS) – Yamaha + 1,999
3. Rico Penzkofer (D) – Yamaha + 2,360
4. Sebastien Diss (F) - Kawasaki + 2,702
5. Pascal Eckhardt (D) - Yamaha + 6,361
6. Vladimir Leonov (RUS) – Yamaha + 7,042
7. Sascha Hommel (D) - Honda + 11,526
8. Herbert Kaufmann (D) - Suzuki + 11,602
9. Vladimir Ivanov (RUS) – Yamaha + 11,800
10. Kevin Wahr (D) – Suzuki + 12,111


Ergebnis IDM Supersport – Lauf 12:

1. Herbert Kaufmann (D) – Suzuki 25:29,309
2. Rico Penzkofer (D) - Yamaha + 0,573
3. Arne Tode (D) – Triumph + 7,006
4. Vladimir Leonov (RUS) – Yamaha + 8,242
5. Vladimir Ivanov (RUS) – Yamaha + 28,980
6. Sascha Hommel (D) - Honda + 29,331
7. Pascal Eckhardt (D) – Yamaha + 29,435
8. William Ackermann (F) - Kawasaki + 30,106
9. Steven Michels (D) - Suzuki + 30,861
10. Roman Raschle (CH) - Kawasaki + 31,429


Gesamtstand IDM Supersport nach 12 Läufen:

1. Tode (D) 231 Punkte
2. Ivanov (RUS) 169
3. Cudlin (AUS) 166
4. Kaufmann (D) 148
5. Diss (F) 148
6. Penzkofer (D) 142
7. Leonov (RUS) 82
8. Eckhardt (D) 76
9. Hafeneger (D) 67
10. Wahr (D) 67

Start zum ersten Supersport-Lauf

Damian Cudlin vor Rico Penzkofer und Sebastien Diss

Lauf 2: Rico Penzkofer führt im Regen vor Herbert Kaufmann

Am Ende lag Herbert Kaufmann ganz vorne

Arne Tode

IDM Supersport Lauf 1: Damian Cudlin, Arne Tode und Rico Penzkofer


Gute Platzierungen für Österreicher im Yamaha Cup


Ein Schweizer hält das Duell zwischen Deutschland und Österreich um den Gesamtsieg im Yamaha R6 Dunlop Cup weiter offen. Meisterschaftsleader Filip Altendorfer fehlte erstmals in dieser Saison auf dem Podest, der Raublinger musste sich mit Platz vier begnügen. Den Sieg holte sich der Schweizer Rino Caluzzi vor Sören Jakobsen und dem Österreicher Stefan Kerschbaumer. Dabei hätte Kerschbaumer mit einem Sieg den Rückstand diesmal deutlich verkürzen können.

Doch trotz aller Bemühungen reichte es nur für Rang drei, womit der 18-jährige Österreicher den Rückstand wenigstens auf 16 Punkte verkleinern konnte. "Ein Sieg hätte mich natürlich in eine wesentlich bessere Ausgangsposition fürs Finale in Hockenheim gebracht. Durch den Fehler von Sören kamen wir zwar wieder ran, aber Rino war heute extrem schnell. Zudem hatte ich stets Filip im Rücken."

Manuel Dattinger belegte nach zwei vierten Plätzen diesmal den fünften Rang. "Ich habe beim Start einige Plätze eingebüßt und brauchte danach leider einige Zeit, um mich wieder vorzukämpfen“, sagte der Österreicher. „Danach konnte ich die Zeiten des Spitzenquartetts fahren". Michael Beyer aus Wien kam als Achter in das Ziel. Mit Helmut Liendl platzierte sich ein vierter Österreicher in den Top-Ten: "Mein Training ging am Freitag recht gut los, endete aber mit einem unnötigen Sturz, der mich wohl etwas zurückgeworfen. Mehr ging heute einfach nicht. Deshalb bin ich am Ende sogar zufrieden.“

In der IDM Sidecar rücken die Spitzenpiloten immer näher zusammen. In der Motorsport Arena Oschersleben ersetzte Adolf Hänni im Sidecar von Mike Roscher den verletzten Andrè Krieg. Einer Gewöhnungsphase bedurfte ein keiner, das deutsch-schweizer Team gewann das Regenrennen mit 21 Sekunden Vorsprung überlegen vor Michael und Bernd Grabmüller sowie Peter Schröder mit seiner Sozia Anna Burkard.

Harald Hainbucher/Peter Adelsberger übernahmen mit Rang 6 die Führung im Gesamtklassement, da auch Adrian Kornas/Axel Kölsch und Kurt Hock/Enrico Becker nicht auf den vorderen Plätzen in das Ziel kamen. Vor dem letzten Rennen auf dem Hockenheimring trennen die ersten fünf Gespanne in der Gesamtwertung nur noch 14 Punkte, was ein sehr spannendes Saisonfinale verspricht. In der Achtelliterklasse gewann erneut Honda-Pilot Marcel Schrötter und eroberte sich damit die Führung im Gesamtklassement vor Joey Litjens, Michael van der Mark und Eric Hübsch zurück.

Sören Jakobsen, Rino Caluzzi und Stefan Kerschbaumer

Rino Caluzzi gewinnt im Yamaha R6 Cup

Mike Roscher/Adolf Hänni

Michael und Bernd Grabmüller

Hainbucher/Adelsberger vor Kornas/Kölsch, Brändle/Helbig und Kiser/Engelmann


Text: Andreas Gemeinhardt
Fotos: Nico Schneider (16), Uwe Beck (2) und Hermann Rüger (1)

Bericht vom 11.08.2008 | 3.968 Aufrufe

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