Yamaha MT-09 2014 vs. BMW M 1000 RR 2022
Bewertung
Yamaha MT-09 2014 vs. BMW M 1000 RR 2022 - Vergleich im Überblick
Der Yamaha MT-09 mit ihrem 4-Takt Reihe 3-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 847 Kubik steht die BMW M 1000 RR mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor mit 999 Kubik gegenüber. Die BMW hat mit 212 PS bei 14.500 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur Yamaha mit 115 PS bei 10.000 U / min.
Das maximale Drehmoment der M 1000 RR von 113 Newtonmeter bei 11.000 Touren bietet ordentlich mehr Schmalz als die 88 Nm Drehmoment bei 8.500 Umdrehungen bei der MT-09.
Bei der MT-09 federt vorne eine Telegabel konventionell. Die M 1000 RR setzt vorne auf eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down mit 45 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Yamaha vorne eine Doppelscheibe und hinten eine Scheibe. Die BMW vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe mit 220 mm Durchmesser und Einkolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt MT-09 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der M 1000 RR Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 200/55-17 hinten.
Der Radstand der Yamaha MT-09 misst 1.440 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 815 Millimeter. Die BMW M 1000 RR ist von Radachse zu Radachse 1.457 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 832 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 192 kg ist die BMW ähnlich schwer wie die Yamaha mit 191 kg.
In den Tank der MT-09 passen 14 Liter Sprit. Bei der M 1000 RR sind es 16,5 Liter Tankvolumen.
Von der Yamaha MT-09 gibt es aktuell 46 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der BMW M 1000 RR sind derzeit 7 Modelle verfügbar. Für die Yamaha gibt es aktuell 574 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, BMW wurde derzeit 43 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Yamaha MT-09 2014 |
BMW M 1000 RR 2022 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe | Reihe |
| Zylinderzahl | 3 | 4 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Ventilsteuerung | DOHC | DOHC |
| Hubraum | 847 ccm | 999 ccm |
| Bohrung | 78 mm | 80 mm |
| Hub | 59,1 mm | 49,7 mm |
| Leistung | 115 PS | 212 PS |
| U/min bei Leistung | 10000 U/min | 14500 U/min |
| Drehmoment | 87,5 Nm | 113 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 8500 U/min | 11000 U/min |
| Verdichtung | 11,5 | 13,5 |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Kühlung | flüssig | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| Drosselklappendurchmesser | 48 mm | |
| Starter | Elektro | |
| Getriebe | Gangschaltung | |
| A2-Drosselung möglich | nein | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Aluminium |
| Rahmenbauart | Brücken | Brücken, Motor mittragend |
| Lenkkopfwinkel | 66,4 Grad | |
| Nachlauf | 99,8 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel konventionell | Telegabel Upside-Down |
| Durchmesser | 45 mm | |
| Federweg | 120 mm | |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 320 mm | |
| Kolben | Vierkolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Betätigung | hydraulisch | |
| Technologie | radial | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 220 mm | |
| Kolben | Einkolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 180 mm | 200 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2075 mm | 2073 mm |
| Breite | 815 mm | 848 mm |
| Höhe | 1135 mm | 1197 mm |
| Radstand | 1440 mm | 1457 mm |
| Sitzhöhe von | 815 mm | 832 mm |
| Gewicht fahrbereit | 188 kg | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 191 kg | 192 kg |
| Tankinhalt | 14 l | 16,5 l |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 170 kg | |
| Höchstgeschwindigkeit | 306 km/h | |
| Reichweite | 253 km | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 151 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 6,5 l/100km | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Yamaha MT-09 musste für die kommende Saison nicht neu erfunden werden - das wurde sie schon extrem gut vor knapp vier Jahren. Stattdessen setzen die Japaner technisch auf Feinabstimmung und ergänzung mit praktischen, der Zeit entsprechenden Gimmicks, wie Traktionskontrolle und Schaltautomat. Durch die Euro4-Norm wurde das Motormangement abermals verändert und bietet im Standard-Modus eine zwar betont kraftvolle, aber gut kontrollierbare Leistungsentfaltung, die Leistungsexplosion der ersten Generation bietet nun auch der schärfere A-Modus nicht mehr. Die größte, auf den ersten Blick erkennbare Änderung ist das, meiner Meinung nach äußerst gelungene Design mit der aggressiveren Front und dem neu gestalteten Heck. Insgesamt also ein nun noch fescheres Naked Bike, das eindeutig für den Spaß am Motorradfahren gebaut wurde.
Die perfektionierte Supersport-Ikone Die BMW M 1000 RR ist ein technisches Meisterwerk mit 217 PS, das durch seine Perfektion paradoxerweise zum Problem wird. Serienmäßig trackday-tauglich mit hervorragender Elektronik und neutraler Fahrdynamik, aber schwer individualisierbar. Ein Supersportler, der überraschend zugänglich fährt, dessen absolute Vollkommenheit jedoch Tuning-Enthusiasten vor ein Dilemma stellt: Kaufe ich die teure, perfekte M-Version oder die günstigere S 1000 RR zum Selbstumbau? Für Puristen ideal, für Individualisten problematisch.
- herrlich kräftiges Dreizylinder-Triebwerk
- drei Leistungs-Modi
- voll verstellbares Fahrwerk
- Quickshifter serienmäßig
- sportlich aufrechte Sitzposition
- gute Bremsen
- aggressive Optik
- Traktionskontrolle
- Sattel für lange Touren etwas zu hart
- Kennzeichenhalter an der Schwinge bietet weniger Spritzschutz als ein herkömmlicher
- Leistungsstarker Vierzylindermotor
- feines Ansprechverhalten
- hervorragende Stabilität beim Anbremsen und Einlenken
- präzises Fahrverhalten
- hohe Bremsstabilität
- ergonomische Sitzposition für sportliches Fahren
- hochwertige, voll einstellbare Fahrwerkskomponenten
- geeignet für den direkten Einsatz auf der Rennstrecke ohne Modifikationen
- beeindruckende Aerodynamik
- hohe Verarbeitungsqualität und Materialgüte
- Ausgereifte Elektronik
- Neutrale Fahrdynamik
- Überraschende Zugänglichkeit
- Perfekte Trackday-Tauglichkeit ab Werk
- Beeindruckende Bremsleistung
- sehr sportliche Ergonomie
- sehr hoher Anschaffungspreis
- leichte Vibrationen