MV Agusta Brutale 800 RR 2015 vs. BMW S 1000 R 2015
Bewertung
MV Agusta Brutale 800 RR 2015 vs. BMW S 1000 R 2015 - Vergleich im Überblick
Der MV Agusta Brutale 800 RR mit ihrem 4-Takt 3-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 798 Kubik steht die BMW S 1000 R mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor mit 999 Kubik gegenüber.
Das maximale Drehmoment der S 1000 R von 112 Newtonmeter bei 9.250 Touren bietet ordentlich mehr Schmalz als die 86 Nm Drehmoment bei 10.100 Umdrehungen bei der Brutale 800 RR.
Bei der Brutale 800 RR federt vorne eine Telegabel Upside-Down von Marzocchi und hinten ein Federbein von Marzocchi. Die S 1000 R setzt vorne auf eine Telegabel Upside-Down mit 46 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet ein Monofederbein.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der MV Agusta vorne eine Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe Zweikolben-Zange. Die BMW vertraut vorne auf eine Doppelscheibe Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe Einkolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt Brutale 800 RR auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der S 1000 R Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 190/55-17 hinten.
Der Radstand der MV Agusta Brutale 800 RR misst 1.380 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 810 Millimeter. Die BMW S 1000 R ist von Radachse zu Radachse 1.439 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 814 Millimeter.
In den Tank der Brutale 800 RR passen 16,6 Liter Sprit. Bei der S 1000 R sind es 17,5 Liter Tankvolumen.
Von der MV Agusta Brutale 800 RR gibt es aktuell 6 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der BMW S 1000 R sind derzeit 69 Modelle verfügbar. Für die MV Agusta gibt es aktuell 159 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, BMW wurde derzeit 856 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
MV Agusta Brutale 800 RR 2015 |
BMW S 1000 R 2015 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Zylinderzahl | 3 | 4 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | |
| Ventilsteuerung | DOHC | |
| Hubraum | 798 ccm | 999 ccm |
| Bohrung | 79 mm | 80 mm |
| Hub | 54,3 mm | 49,7 mm |
| Leistung | 140 PS | 160 PS |
| U/min bei Leistung | 13100 U/min | 11000 U/min |
| Drehmoment | 86 Nm | 112 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 10100 U/min | 9250 U/min |
| Verdichtung | 13,3 | 12 |
| Starter | Elektro | |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Motorbauart | Reihe | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Aluminium |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | Brücken |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Marke | Marzocchi | |
| Durchmesser | 46 mm | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Einarmschwinge | Zweiarmschwinge |
| Marke | Marzocchi | |
| Federbein | Monofederbein | |
| Bremsen vorne | ||
| Kolben | Vierkolben | Vierkolben |
| Technologie | radial | radial |
| Marke | Brembo | |
| Bauart | Doppelscheibe | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Kolben | Zweikolben | Einkolben |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | Ride by Wire, Schaltassistent | Fahrwerk dynamisch |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 180 mm | 190 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2085 mm | 2057 mm |
| Breite | 725 mm | 845 mm |
| Radstand | 1380 mm | 1439 mm |
| Sitzhöhe von | 810 mm | 814 mm |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 168 kg | |
| Tankinhalt | 16,6 l | 17,5 l |
| Höchstgeschwindigkeit | 250 km/h | |
| Führerscheinklassen | A | A |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 207 kg | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Wer ein besonderes Motorrad mit Charakter, Emotionen und erotischem Design möchte, der kauft sich ein italienisches. Wer ein besonderes italienisches Motorrad möchte, der kauft sich eine MV Agusta. Damit ist gemeint, wer es noch exklusiver und seltener möchte, fährt ein Motociclo aus Varese. Das Design begeistert auch weniger interessierte Passanten und der Klang hinterlässt seine Spuren tief in der Seele jedes Motorradjüngers. Starke Leistung, straffes Fahrwerk und solide Technik. Spürbar zum Zwecke des Schnellerwerdens und nicht (nur) der Sicherheit.
Die BMW S 1000 R überzeugt auf ganzer Linie und ist deutlich mehr als nur eine nackte Version der S 1000 RR. Mit einem eigenen Charakter, mehr Drehmoment im mittleren Drehzahlbereich und erstklassiger Elektronik setzt sie neue Maßstäbe im Segment der Hochleistungs-Nakeds. Das Gesamtpaket aus brutaler Performance, hervorragendem Fahrwerk und praxistauglicher Alltagsnutzung macht sie zu einem der besten Naked Bikes überhaupt - und das zu einem überraschend fairen Preis.
- charakterstarker, kräftiger Motor
- straffes Fahrwerk
- gute Ausstattung
- geiles Design
- hilfreiche Elektronik
- bescheidener Komfort
- zu brave Farbkombination
- leichte Ansprechprobleme im Drehzahlkeller
- Sammler unschön
- Brutale Performance mit 160 PS
- Hervorragendes DDC-Fahrwerk
- Für ein Nakedbike erstaunliche Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten
- Perfekte Elektronik mit feinfühligem DTC
- Gutes Preis/Leistungs-Verhältnis
- Charakter trotz Perfektion
- Zu kleine Schrift der Fahrmodianzeige im Display
- Für BMW-Traditionalisten zu extremes Auftreten
- Ohne Ausstattungspakete fehlen wichtige Elektronikfeatures
- Bei voller Ausstattung geht der Preisvorteil verloren