Ducati Multistrada 950 S 2019 vs. Honda CB1000GT 2026
Bewertung
Ducati Multistrada 950 S 2019 vs. Honda CB1000GT 2026 - Vergleich im Überblick
Der Ducati Multistrada 950 S mit ihrem 4-Takt 90 Grad V 2-Zylinder-Motor mit Einspritzung und einem Hubraum von 937 Kubik steht die Honda CB1000GT mit ihrem 4-Takt Reihe 4-Zylinder-Motor mit 1.000 Kubik gegenüber. Die Honda hat mit 150 PS bei 11.000 Umdrehungen ein ordentliches Mehr an Leistung im Vergleich zur Ducati mit 113 PS bei 9.000 U / min.
Das maximale Drehmoment der CB1000GT von 102 Newtonmeter bei 8.750 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 96 Nm Drehmoment bei 7.750 Umdrehungen bei der Multistrada 950 S.
Bei der Multistrada 950 S federt vorne eine in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbare Telegabel Upside-Down von Kayaba mit 48 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten auf ein in Druckstufe, Federvorspannung und Zugstufe verstellbares Monofederbein von Sachs. Die CB1000GT setzt vorne auf eine in Federvorspannung verstellbare Telegabel Upside-Down von Showa und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung verstellbares Monofederbein von Showa.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Ducati vorne eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo und hinten eine Scheibe mit 265 Millimeter Durchmesser und Zweikolben-Zange. Die Honda vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 310 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Nissin. Hinten ist eine Scheibe mit 240 mm Durchmesser und Einkolben-Zange von Nissin verbaut.
Bei der Bereifung setzt Multistrada 950 S auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 19 vorne und 170 / 60 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der CB1000GT Reifen in den Größen 120/70-17 vorne und 180/55-17 hinten.
Der Radstand der Ducati Multistrada 950 S misst 1.594 Millimeter, die Sitzhöhe reicht von 820 bis 760 Millimeter. Die Honda CB1000GT ist von Radachse zu Radachse 1.465 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 825 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 230 kg ist die Ducati ähnlich schwer wie die Honda mit 229 kg.
In den Tank der Multistrada 950 S passen 20 Liter Sprit. Bei der CB1000GT sind es 21 Liter Tankvolumen.
Von der Ducati Multistrada 950 S gibt es aktuell 1 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Honda CB1000GT sind derzeit 15 Modelle verfügbar. Für die Ducati gibt es aktuell 203 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Honda wurde derzeit 25 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Ducati Multistrada 950 S 2019 |
Honda CB1000GT 2026 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | V | Reihe |
| Grad | 90 | |
| Zylinderzahl | 2 | 4 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 4 |
| Ventilsteuerung | Desmodromik, DOHC | DOHC |
| Kühlung | flüssig | flüssig |
| Hubraum | 937 ccm | 1000 ccm |
| Bohrung | 94 mm | 76 mm |
| Hub | 67,5 mm | 55,1 mm |
| Leistung | 113 PS | 150 PS |
| U/min bei Leistung | 9000 U/min | 11000 U/min |
| Drehmoment | 96,2 Nm | 102 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 7750 U/min | 8750 U/min |
| Verdichtung | 12,6 | 11,7 |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | Einspritzung |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad, Antihopping, Kupplungssysteme |
| Antrieb | Kette | Kette |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Schmierung | Druckumlauf | |
| 2WD | nein | |
| A2-Drosselung möglich | nein | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Stahl | Stahl |
| Rahmenbauart | Gitterrohr | |
| Lenkkopfwinkel | 64,8 Grad | 25 Grad |
| Nachlauf | 105,7 mm | 106,3 mm |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Marke | Kayaba | Showa |
| Durchmesser | 48 mm | |
| Federweg | 170 mm | |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Federvorspannung |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | Zweiarmschwinge |
| Material | Aluminium | Aluminium |
| Federbein | Monofederbein | Monofederbein |
| Aufnahme | Umlenkung | |
| Marke | Sachs | Showa |
| Federweg | 170 mm | |
| Einstellmöglichkeit | Druckstufe, Federvorspannung, Zugstufe | Federvorspannung |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 320 mm | 310 mm |
| Kolben | Vierkolben | Vierkolben |
| Betätigung | hydraulisch | hydraulisch |
| Technologie | radial, Monoblock | radial |
| Marke | Brembo | Nissin |
| Aufnahme | Festsattel | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 265 mm | 240 mm |
| Kolben | Zweikolben | Einkolben |
| Marke | Nissin | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS, elektronisch einstellbares Fahrwerk, Fahrmodi, Schaltassistent, Traktionskontrolle | ABS, elektronisch einstellbares Fahrwerk, Fahrmodi, Kurven-ABS, Tempomat, Traktionskontrolle, Wheelie-Kontrolle, Moderne Elektronik, IMU (Trägheitsmesseinheit), Federung, HSTC, Kurven-Traktionskontrolle |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 120 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 70 % |
| Reifendurchmesser vorne | 19 Zoll | 17 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 170 mm | 180 mm |
| Reifenhöhe hinten | 60 % | 55 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Radstand | 1594 mm | 1465 mm |
| Sitzhöhe von | 820 mm | 825 mm |
| Sitzhöhe bis | 760 mm | |
| Gewicht trocken (mit ABS) | 207 kg | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 230 kg | 229 kg |
| Tankinhalt | 20 l | 21 l |
| Führerscheinklassen | A | |
| Länge | 2135 mm | |
| Breite | 930 mm | |
| Höhe | 1290 mm | |
| Bodenfreiheit | 135 mm | |
| Höchstgeschwindigkeit | 200 km/h | |
| Reichweite | 350 km | |
| Euro Norm | Euro 5+ | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 140 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 6 l/100km | |
| Standgeräusch | 97 db | |
| Standgeräusch über 95dB | ja | |
| Ausstattung | ||
| Ausstattung | Windschild verstellbar | Griffheizung, Keyless System, Koffersystem, LED-Scheinwerfer, TFT Display, USB-C Steckdose, Windschild verstellbar, Moderne Elektronik, Automatischer Blinker-Reset, Laden & Strom, Komfort, Konnektivität, Beleuchtung, Stauraum, Windschild |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Multistrada 950 S verbindet geschickt mehrere Ducati-Modelle zu einer bedenständigen Reiseenduro der oberen Mittelklasse. Die Optik übernimmt sie nach wie vor nahezu unverändert von der großen Multistrada 1260 - was ihr natürlich enormes Prestige verleiht. Der 114 PS starke Motor stammt von der Hypermotard-Serie und obwohl die kleine Multi S ganze 30 Kilo mehr schleppen muss als die Hypermotard 950, kann sie durchaus flott bewegt werden. Dass der Komfort insgesamt sehr groß geschrieben wird, sollte auf einer Reiseenduro eigentlich klar sein, ausgestattet mit reichhaltiger Elektronik kann sie alles, was ein modernes Touring-Eisen können muss und bietet mit dem elektronisch verstellbaren Skyhook-Fahrwerk auch noch ein extrem feines Extra.
Der Versuch von Honda, aus einer Hornet einen sportlichen Tourer abzuleiten ist den Japanern gut gelungen. Mit hohem Komfort und stattlicher Serienausstattung punktet die neue GT auch in Sachen Sportlichkeit. Die 229kg merkt man beim Fahren als auch im Stand kaum und erweckt somit einen sehr quirligen Eindruck. Auch die Optik kann sich dank gelungener Linienführung und gekonnten Design bzw. Farbgestaltung sehen lassen. Was aber wohl am meisten überzeugen wird ist das Preis Leistungsverhältnis. Mit € 17.490 in Österreich und €14.429 in Deutschland, hat Honda beim Preis richtig die Hosen runtergelassen. Wenn man dazu noch die reichhaltige Serienausstattung berücksichtigt (elektronisches Fahrwerk, Tempomat, Heizgriffe, Keyless Go, Koffersystem,…) haben die Japaner sogar die Hosenträger durchgeschnitten. Wer sich die GT in die Garage stellen möchte, braucht allerdings noch etwas Geduld: Die ersten Fahrzeuge werden voraussichtlich nicht vor dem 2. Quartal ausgeliefert. Einen kleinen Trost gibt es aber in dieser Hinsicht: Vorfreude ist die schönste Freude!
- elektronisch verstellbares Skyhook-Fahrwerk
- elegante Optik der großen 1260er-Schwestern
- kultiviertes Triebwerk
- standfeste Bremsen
- gemütliche Sitzposition
- umfangreiches Elektronik-Paket
- gutes, höhenverstellbares Windschild
- teuer
- tief in der Maschine integrierter Sattel ist nicht jedermanns Sache
- für eine Enduro kaum geländetauglich
- Hoher Fahrkomfort
- Großzügige Serienausstattung
- Preis/Leistungsverhältnis
- Reichhaltiges Zubehör
- keine Schaltautomatfunktion beim Raufschalten und geschlossener Drosselklappe
- Leistung bei tiefen Drehzahlen könnte mehr sein
- Fahrwerk bei starken Kanten etwas bockig