Test-Video | YAMAHA X-MAX 400 | Roller Test 2013

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Dauer: 00:02:06
Online seit: 21.05.2013

Testbericht

Yamaha X-Max 400

Yamaha X-Max 400

Der neue Yamaha X-Max 400 belebt das mittlere Luxusroller-Segment.

Der neue Yamaha X-Max 400 belebt das mittlere Luxusroller-Segment.












































































  














































 


Yamaha
X-Max 400 – die sportliche Mitte.


Yamaha
hat bereits den T-Max 530 als äußerst sportlichen Luxusroller etabliert,
nun schwindelt sich zwischen den T-Max und den zumindest optisch
ebenfalls sehr sportlichen X-Max 250 der brandneue X-Max 400 – genau zur
rechten Zeit!
   
Es tut sich einiges im
Segment der Luxusroller, vor allem in Sachen Sport mischen immer mehr
Marken mit. Aprilia etwa bringt mit dem SRV 850 den stärksten Roller
aller Zeiten und BMW macht schon in der Typenbezeichnung des C 600 Sport
klar, worum es bei dem Projekt geht. Das kann sich Yamaha als
eigentlicher Erfinder des Sport-Luxusrollers natürlich nicht lange
ansehen. Als Revanche wird nicht nur der altbewährte T-Max kräftig
aufgemöbelt, sondern gleich ein neues, sportliches Modell in der
Mittelklasse nachgeschoben.



Der Sport steht im Vordergrund.

Es handelt sich dabei um
den X-Max 400 und wer nun meint, das Yamaha in diesem Segment doch
ohnehin schon den Majesty 400 im Programm hat, sieht die Sache etwas
falsch: Der Majesty 400 zielt auf Kunden, die größten Wert auf
Bequemlichkeit legen und den vollen Luxus genießen wollen, dabei aber
mit einem etwas kleineren Motor auskommen und somit auf Sport nichts
geben. Der X-Max 400 bietet hingegen eine Menge Luxus ohne auf
sportliche Werte zu verzichten. Das zeigt sich äußerlich schon beim
Design des X-Max 400, die Front orientiert sich nicht nur stark an jener
des T-Max, sie sieht durch die schlankere Taille sogar noch etwas besser
aus.

Beachtliche Höchstgeschwindigkeit

Diese Schlankheit wirkt sich natürlich negativ auf den Windschutz aus,
so wohlig eingebettet wie im Majesty (der im übrigen wegen der
unterschiedlichen Positionierung weiterhin im Programm bleibt) ist man
im X-Max 400 freilich nicht, dafür bekommt man im Gegenzug eine herrlich
aktive und sportliche Sitzposition geboten, die man auf anderen
Luxusrollern oftmals vermisst. Und wirklich schlecht ist der Windschutz
ohnehin nicht, die Verkleidung lässt erst über 100 km/h den Fahrtwind an
die Beine und die Scheibe ist hoch genug, um bis rund 140 km/h den argen
Orkan abzuleiten. Darüber wird es freilich zugiger und bei der
Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h am Tacho sollte man schon brav
buckeln um hinter der Scheibe geschützt zu sein.




   


Ein riesiger Kofferraum unter der Sitzbank.

Dass man überhaupt auf
eine so hohe Geschwindigkeit kommt, liegt am agilen Motor, der mit
seinen 31,5 PS bei 7250 Touren und dem Drehmoment von 34 Newtonmeter bei
6000 Umdrehungen vor allem beim Ampelstart munter hochdreht und spontan
auf Gasbefehle reagiert. Noch beeindruckender ist dieser behände Antritt
angesichts des ordentlichen Gewichts von 211 Kilo, das aber wiederum gut
in ein stabiles Chassis investiert ist. Damit bleibt der X-Max 400
stabil auf Kurs und hält in Kurven die Linie. Allerdings guten Alphalt
vorausgesetzt, die Federung ist nämlich die einzige Schwachstelle des
Mittelklasse-Luxusrollers. Die 35-Millimeter-Telegabel an der Front
zeigt sich zwar erst bei argen Straßenschäden überfordert, die beiden
Federbeine im Heck bekommen jedoch bereits durch das höhere Gewicht im
Hintern mehr zu tun, als ihnen lieb ist. Die 4-fache Verstellbarkeit der
Federvorspannung ist da nur ein kleiner Trost.

Warum können das
nicht alle?


Eine wirklich angemessene Entschädigung ist hingegen der Kofferraum
unter der Sitzbank – denn der hat den Namen wahrhaft verdient, so viel
kann man darin dank 37 Liter Volumen einladen. Zwei Vollvisierhelme
finden ganz locker Platz, dazwischen kann man noch diverse andere
Utensilien einschlichten. Durch die gerade Form ohne Kanten, Stufen und
Einengungen passen sogar sperrige Dinge wie etwa Tennisschläger in das
Gepäckabteil. Schon der kleinere X-Max 250 trumpft mit einem riesigen
Fach unter dem Sattel auf, der X-Max 400 schluckt nun nochmals rund 10
Prozent mehr und ich frage mich, warum es nur Yamaha schafft, ein so
großes Gepäckabteil in seinen Rollern unterzubringen. Dass in der
vorderen Verkleidung auch noch zwei Fächer (eines davon abschließbar)
für Kleinkram wie Handy oder MP3-Player befüllt werden können, ist bei
einer so effizienten Beladungsmöglichkeit ein zusätzlicher Bonus.




Die
Armaturen im Batman-Stil orientieren sich stark an jenen des T-Max -
kein Nachteil.
Der
riesige Gepäckraum schluckt zwei Helme und viele andere Utensilien ohne
Probleme.


Der Motor ist spritzig, der Windschutz gut, das Fahrwerk stößt bei
sportlicher Fahrweise aber an seine Grenzen.



Die sportlichen Bremsen passen zum X-Max 400.



Als feine Zugabe zum sportlichen
Auftritt werte ich auch die Bremsanlage, die beiden
267-Millimeter-Scheiben an der Front samt Doppelkolbenzangen packen ganz
ordentlich zu und freuen sich sogar über eine aggressive Fahrweise – da
können sie zeigen, was sie drauf haben. Das fehlende ABS bei der von mir
getesteten Version hat auf trockener Fahrbahn nicht gefehlt, die
Michelin-Pneus City Grip in 15 Zoll vorne und 13 Zoll hinten verloren
nie den Halt. Der Sicherheitsgedanke wird aber natürlich auch bei Yamaha
nicht außer Acht gelassen, den X-Max 400 wird es ab kommendem Jahr mit
ABS geben.


Gewohnt hochwertige Qualität

Erwartungsgemäß kann die Qualitätsanmutung beim X-Max 400 voll und ganz
überzeugen, die Plastikteile wirken weder billig noch sind sie schlecht
eingepasst oder klappern. Auch die Armaturen machen einen sehr
hochwertigen Eindruck und orientieren sich mit der kantigen Einfassung
im Batman-Stil stark an jenen des größeren T-Max – kein Nachteil für den
kleineren Bruder. Die Ablesbarkeit der vielfältigen Infos ist gut, den
Sinn eines so großen Drehzahlmessers auf einem Automatikroller
hinterfrage ich aber schon gar nicht mehr. Sagen wir einfach, er erhält
die Symmetrie der beiden analogen Rundinstrumente.


Das
Design ist äußerst gelungen, wer sich am etwas zu lang geratenen Auspuff
stößt, kann aus der Zubehörliste einen coolen Akrapovic-Endtopf ordern.

Die
beiden Fächer in der Frontverkleidung fressen zusätzlich zum großen
Stauraum unter dem Sattel eine ganze Menge Kleinkram.


Bei der Farbauswahl hat Yamaha offenbar der Mut verlassen, Schwarz, Grau
und Weiß sind zwar hübsch, ein bisserl mehr Pepp hätte der sportliche
X-Max 400 aber schon vertragen.



Fazit

Dass der X-Max 400 für Yamaha ein wichtiges Modell ist, zeigt sich auch
daran, dass vom Start weg Zubehör in Hülle und Fülle vorhanden ist.
Topcase, Heizgriffe, Alu-Trittbretterverkleidungen, höhere und
niedrigere Scheiben sowie ein Akrapovic-Endtopf sind nur eine kleine
Auswahl am riesigen Zubehörangebot. Will man beim neuen X-Max 400
unbedingt das berühmt berüchtigte Haar in der Suppe finden, wird man
wohl am ehesten bei der Federung fündig. Vor allem die hinteren
Stereo-Federbeine kommen mit dem hohen Gewicht im Heck nur bedingt
zurecht. Den sportlichen Fähigkeiten tut dies glücklicherweise keinen
Abbruch, vor allem der agile Motor bringt den Mittelklasse-Luxusroller
flott durch die Stadt und überzeugt auch bei Autobahnetappen. Die
Killerargumente sind trotzdem die herrliche Optik, das Qualitätsniveau
und nicht zuletzt der riesige Gepäckraum.

 


Interessante Links:

Text: 1000ps


Fotos:
Yamaha


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1000PS berichtet euch über den neuen Yamaha X-MAX 400.

Bericht nachlesen: http://www.1000ps.de/testbericht-2357339-Yamaha_X_Max_400