KTM 450 SMR Supermoto Action / Motorrad Test von 1000PS

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Online seit: 28.07.2010

Testbericht

KTM SMR 450

KTM SMR 450

KTM SMR 2010 - edle Supermoto im Racing Trimm im Vergleich mit SMR. Actionvideo!

KTM SMR 2010 - edle Supermoto im Racing Trimm im Vergleich mit SMR. Actionvideo!

































































































































 


KTM SMR 450 vs. SMR 450


Serien SMR und highend SMR aus dem Österreichischen Intercup - wir
treffen uns mit Hannes Maier auf der ActionRacers Strecke in Bad Fischau.
Er schmeißt sich bei gefühlten 90°C ins Leder und zeigt die Unterschiede
im Grenzbereich auf.

 

 

Die sonnig heißen Temperaturen sind nicht immer nur leiwand, speziell
dann wenn der Chef seinen ranzigen Keiler bei gefühlten 90°C im Schatten
auf die staubtrockene Strecke zum SM Test schickt, um selbst seine
Hühnerbrust im Forchtensteiner Stausee zu kühlen. Arlo erkennt aber die
missliche Lage sofort, und holt sich Hannes Maier um für ihn im Leder zu
schwitzen.
Hannes Maier ist in der Österreichschen Supermoto Szene schon lange kein
Unbekannter mehr, der 24 jährige Oberösterreicher hatte seine ersten
Erfolge im RedBull Supermoto Junior Cup 2003 als er den 5 Gesamtrang
einfuhr. Im Jahr darauf dominierte er gemeinsam mit Rene Esterbauer den
RB Junior Cup, als auch den Junior Eurocup. Es folgen zahlreiche Top
Platzierungen in der Österreichischen Meisterschaft in den Klassen S2
und S1. 2010 sieht es so aus, als könnte es für ihn das beste Jahr in der Klasse
S1 werden, zur Zeit steht Hannes auf dem 3 Gesamtrang hinter Boslec und
Künzel.


 


KTM SMR 450 Video


 



 

Wie schon in den Jahren zuvor tritt Hannes den Kampf gegen die
Österreichische Supermoto Elite, auf einer KTM SMR 450 an. Die
reinrassige Supermoto Rennmaschine ist nun bereits seit 2004 fester
Bestandteil im Programm der Mattighofener Modellpalette. Zahlreiche
Nationale und internationale wie auch Weltmeistertitel gehen auf das
Konto der SMR. In der nun bereits siebten Auflage der hat sie kein
bisschen an Renntauglichkeit eingebüßt, und ist wie der KTM Slogan
beschreibt "Ready to Race". Kein Dekagramm auf der SMR scheint zuviel
oder zu wenig, jedes einzelne Detail dient dazu um die SMR noch etwas
schneller zu machen, und aus jeder Runde noch ein paar Zehntel
rauszuquetschen. Wichtigstes Element der SMR sind natürlich die Felgen,
im Gegensatz zu früheren Modellen, sind vorne nun 3,5x16,5 Zoll verbaut. Die
Änderung von 17 auf 16,5 Zoll hatte zwei Gründe, zum einen bieten
die meisten Hersteller ihre besten Rennreifen nur mehr in dieser Größe
an, zum anderen wird durch den kleineren Durchmesser der Felge auch der
Querschnitt des Reifens erhöht. Das bringt auf schnellen und holprigen
Strecken mehr Ruhe ins Fahrwerk. An der Hinterachse ist weiterhin eine
17 Zoll und fünf Zoll breite Felge verbaut.

Ein weiteres wichtiges Detail an der SMR ist die Bremsanlage. Zur
Verzögerung des Hinterrades reicht die Einkolben Bremsanlage die auch
auf den Moto Cross und Enduro Modellen von KTM verbaut ist. Um das
Vorderrad im Zaum zu halten, verbaut KTM eine schwimmend gelagerte 310mm
Bremsscheibe die zwischen vier Kolben läuft. Gehalten werden die vier
Kolben von einem Bremssattel der radial mit der Gabel verschraubt ist.
Während die hintere Bremsanlage in Italien von Brembo gefertigt wird,
kommt die vordere Anlage aus dem 



deutschen Hause Magura.
Zusammengedrückt werden die vier Kolben, durch die Betätigung von einer
radialen 12mm Bremspumpe, die ebenfalls Magura liefert.

 


 


Ein entscheidender Vorteil von KTM im MX oder Enduro Bereich ist
definitiv der E-Starter. Der findet sich auch in dem Wettbewerbsmodell SMR 450 wieder. Die Vorteile des elektronischen Startvorganges liegen
klar auf der Hand, einerseits sparen Profifaulsäcke wie arlo beim Start
wertvolle Energie durch den einfachen Drucker aufs Knopferl,
andererseits ist man im Falle eines Sturzes bedeutend schneller wieder
im Rennen. Der oft bekrittelte Gewichtsnachteil von 2,5 Kg durch
E-Starter und Batterie, wird nur von
den wenigsten Fahrern überhaupt wahrgenommen.

 


Angetrieben wird die SMR von dem gleichen Aggregat das auch in der
2010er SX-F zum Einsatz kommt. Wer den 450er Motor schon mal fahren
durfte, weiß das die Leistung für den SM Einsatz die Bedürfnisse von
mind. 97% der Käuferschicht abdecken dürfte. Einen Teil der restlichen 3% trafen
wir bei der Actionracers Supermoto Strecke in Bad Fischau. Hannes Maier
ist zur Zeit dritter in der S1 ÖM. Damit er mit der österreichischen und
deutschen Spitze mithalten kann, hat er seine SMR weiter verfeinert.
Gemeinsam mit seinem Mechaniker Dominik Gruber, der auch in der Forschung und Entwicklung
bei KTM tätig ist, zeigt uns Hannes welche Unterschiede die
Serien SMR zur ÖM SMR aufweist.




Der gravierendste Unterschied von der Stock SMR zum Racingbike sind wohl
die Umbauten am Motor. CP Kolben, überarbeitete Zylinder und Kopf,
geänderte Nockenwellen, 43 Kehin Vergaser, Plankl Kurbelwelle und Pleuel
kosten nicht nur in etwa so viel wie ein russisches Atom U-Boot, sondern
bringen in Verbindung mit der Akrapovic Komplettanlage auch deutlich
mehr Leistung. Am Prüfstand bringt Maiers SMR einen beachtlichen
Leistungszuwachs
auf die Walze. Beeindruckend ist aber neben der Leistung
auch der Wartungsaufwand für das Racebike, der ist nämlich bei weiten
niedriger als man vermutet. Wurden früher Rennmotoren nach jedem Rennen
bis auf die letzte Schraube zerlegt und das halbe Innenleben getauscht,
reicht heutzutage regelmäßiger Ölwechsel und Ventilspielkontrolle.



Closed Catridge orange eloxiert

Serie funkt im Offroad optimal



Aussen viel bling bling, aber richtig teuer wird's erst  im inneren
des Motors



Edler Kupplungsdeckel personalisiert die SMR



Unvergleichlich geiler Sound aus den zwei Endtöpfen der Akra





Alu Schnellverschluss

Die Sponsoren immer sichtbar



Messerscharfe Bremserei von Magura



Das von Hannes eingesetzte Fahrwerk entspricht manchmal der Serie
manchmal aber auch nicht. "Es kommt auf die Strecke an. Bei Rennen mit
einem hohen Offroad Anteil komme ich mit dem Serienfahrwerk besser
zurechet als mit dem Closed Catridge System das ich bei den anderen
Rennen einsetze" so Hannes der selbst als Suspension Techniker bei WP
tätig ist.


Abänderungen zur Serie gibt's auch in Sachen Bremserei. Der
Vierkolben Bremssattel bleibt zwar Serie, bei der Bremspumpe wurde aber
anstatt der 12mm Bremspumpe eine 16mm Bremspumpe verbaut. Verzögert werden übrigens Alpina
Felgen, auch das ist ein weiterer Unterschied zur Serie. Grund dafür
ist, dass Alpina Schlauchlos Reifen in 5,5 Zoll anbietet, die Serie
hingegen fährt mit Schlauch.

 



Um das Bike optisch aufzuwerten wurde dann noch zusätzlich der halbe KTM
Powerparts Katalog einmal rauf und runter verbaut. Ölfilterabdeckung,
Ölfilterdeckel, Tankdeckel, Kühlerschläuche, Kupplungsdeckel in grellem
orange und blau macht zwar nicht wirklich schneller, schaut dafür aber
sehr geil aus.





 

Text:
arlo


Fotos: arlo


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Supermoto Championships rider Hannes Maier has a little training session on the racetrack in Wöllersdorf on his KTM 450 SMR. Wheelies, drifts and a lot of action.
Supermoto ÖM Fahrer Hannes Maier trainiert auf der Kartstrecke in Wöllersdorf mit seiner KTM 450 SMR. Wheelies, Drifts und weite Offroad Sprünge sorgen für viel schnelle Action.

Zum Bericht: http://www.1000ps.at/testbericht-2349859-KTM_SMR_450