Supermoto test ride KTM vs. Aprilia vs. Suzuki vs. Yamaha

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Online seit: 28.04.2010

Testbericht

Supermoto Vergleich

Supermoto Vergleich

KTM 690, Aprilia 550, Yamaha 450 und Suzuki 400. Welches Bike für welchen Fahrer? 1000PS klärt auf.



















































































































































































































































































































































KTM 690, Aprilia 550, Yamaha 450 und Suzuki 400. Welches Bike für welchen Fahrer? 1000PS klärt auf.




Motorräder sind so verschieden wie die Menschen die sie
fahren. Oft wurde dieses Zitat schon im Zusammenhang mit Motorrad Tests
gebracht. Wir haben die aktuellen Supermotos am Markt genauer studiert
und typische Vertreter ihrer Gattungen ausprobiert.

Gebrauchte sportliche Supermotos

Wir haben für euch eine Suchabfrage für unsere Gebrauchtbörse zusammengestellt. Hier findet ihr ständig 100de gebrauchte sportliche Supermotos aller wichtigen Hersteller auf einen Click:






Supermoto Vergleich - Das Video












Videodreh im Motorsportpark Bad Fischau (www.actionracers.at).
Wir waren eigentlich sehr zufrieden mit uns, bis der Streckenbesitzer selbst
sein Blauzeug und die Gummistiefel gegen das alte Racing Leder tauschte. Das
Leder passte noch und der Fahrstil auch.


Schnitt: Cimple Moritz

Videodreh: NastyNils, Karo, Kot



Yamaha WR 450 Supermoto


Yamaha WR 450:
Die WR 450 kommt in der Saison 2007 mit feschem Alurahmen in die
Auslagen der Motorradhändler. Eigentlich als Motocross (YZ) bzw. als
Enduro (WR) gedacht, wird sie nun von Yamaha Österreich auch als
Supermoto angeboten. Im Normalfall sind solch zusammengezimmerte Bikes
ein Schuß ins Knie. Doch das erste, von der Motorbox aufgebaute Bike,
wirkte sehr komplett. Mit wenigen Handgriffen wurde aus einer sehr guten
Enduro (Link
Yamaha WR Testbericht
) eine sehr gute Supermoto.


Die leichteste im Feld sieht nicht nur so aus, wie eine
Supermoto ausschauen muss, sie läßt sich auch bewegen, wie sich eine Supermoto
bewegen lassen können muß. Keine befolgt Befehle aus der Hüfte und den Armen so
präzise und unverfälscht wie die WR. Kot war sofort ein großer Fan und legte die
meisten Runden auf der Yamaha zurück. Nur mit dem Getriebe hatte er ab und zu
seine Probleme, weil ihm überdurchschnittlich oft der Leerlauf reinsprang. Sonst
gab es aber nichts zu bemängeln, damit würde er sofort in eine Supermoto
Schlacht ziehen. Die Sache mit dem Leerlauf wurde dann natürlich schnell
behoben. Kot hat die Sache mit dem Werkzeug noch nicht so ganz im Griff
und so haben wir den Schalthebel für seine Supermoto Stiefel angepasst
und alles lief wie geschmiert. Er ist noch ein wenig neu in der
Motorradszene und solch fundamentale Hintergrundinfos müssen wir ihm in
kleinen Häppchen liefern. Erst vor kurzem hat er gelernt, dass man nach
einem ausgiebigen Mittagsmahl beim Burger King, niemals einen
tiefsitzenden Rülpser unter einem Vollvisierhelm machen darf.


Ansonsten gab es an der WR jedoch
keine besonderen Kniffe, welche man zu befolgen hatte. Das Fahrwerk
arbeitete trotz der Enduro-Wurzeln sehr präzise und ganz offen gesagt
waren uns die 52 PS wirklich mehr als genug. Der Grund für den tollen
Fahrspaß mit der WR ist sicherlich das überaus geringe Gewicht von 124kg
vollgetankt. Wir sprechen hier übrigens nicht von irgendwelchen
Prospektzahlen, sondern von echt gemessenen Daten mit vollem Tank,
Blinker, Spiegel und serienmäßigem Auspuff. Je enger die Radien und je
schneller diese einander abwechseln umso größer wurde der Vorteil mit
der Yamaha WR. NastyNils war fassungslos, als er das erste mal in der
endlos langen Geschichte von internen 1000PS Duellen gerichtet wurde.
Kot war mit der WR schneller als NastyNils mit der 690er LC4. Allerdings
nur auf der Kartstrecke welche mit der KTM komplett im 2. Gang gefahren
wurde. Bei der Heimreise ins 1000PS Büro war schon nach wenigen Metern
alles klar. 40kg lassen sich auf der Karstrecke ebenso wenig verbergen
wie 20% mehr Leistung beim Ampelstart.


Apropos Ampel: Im Notfall kann
man mit der WR 450 auch den täglichen Weg zur Arbeit antreten. Man muss
jedoch ein echter Einzylinderfan ohne Komfortansprüche sein. Die Sitzposition ist
sehr sportlich, die Sitzbank sehr gnadenlos. Das Ansprechverhalten des
Motors passt bei sportlicher Fahrweise auf der Kartstrecke, im Alltag
fehlt es dann aber doch ein wenig an Schwungmasse. Auch bei der
Startprozedur wird man an die sportlichen Wurzeln der Supermoto
erinnert. Manchmal braucht man den Choke dann wieder ein paar Gasstöße.
Geübte Piloten haben mit den üblichen Vergaser-Macken von Einzylinderbikes kein Problem, Neulinge oder Besitzer einer 690er LC4
haben dafür aber vermutlich kein Verständnis.


Einen klassen Vorteil hat die WR
jedoch zu bieten. Für den nicht gerade milden Preis bekommt man
eigentlich 2 Motorräder auf einmal geliefert. Man hat eine tolle und
vollwertige Enduro und nach einer knappen Stunde in der Garage eine
Supermoto für die Kartstrecke oder kurze Ausflüge ins Winkelwerk. In
Österreich wird die WR vom Importeur gemeinsam mit der Motorbox (link
unten) umgebaut und typisiert. Eingetragen ist die offene Leistung und
eingetragen sind auch beide Felgendimensionen. Geliefert wird die WR
ebenfalls mit beiden Felgensätzen samt Reifen.


Related Links:









Technische Daten:

Motor: 1- Zylinder-4 Takt Motor
Hubraum: 449 ccm
Leistung 38,6 kW (52,5 PS)
Drehmoment: 49 Nm bei 7.500 U/min
Radstand: 1485 mm
Sitzhöhe: 990 mm
Bereifung: Enduro:

vorne: 90/90-21


hinten: 130/90-18


Supermoto auf 3,5 x 17 " EXCEL Rims auf original Yamaha Naben.


vorne: 120/60 R 17

hinten: 150/60 R 17


Beide Felgensätze, beide Reifensätze und auch Bremsschreiben im Lieferumfang
enthalten. Beide Dimensionen eingetragen.

Bremsen vorne 1 Scheibe, Ø 250 mm
Bremesn hinten 1 Scheibe, Ø 245 mm
Gewicht trocken 112,5 l
Tankinhalt 8 l

Aprillia SXV
550





Aprilia SXV 550: Vor einem Jahr sagte uns ein deutscher Kollege, der
die Aprilia 2006 schon gefahren war, daß sie zwar sehr viel Kraft habe, dies
aber nicht so direkt spürbar wäre, wie bei einem vergleichbaren Einzylinder, da
die Entfaltung der 69PS sehr homogen und geschmeidig geschehe. Nachdem wir
die Erfahrung nun selbst gemacht haben, mussten wir ihn eigentlich für schwachsinnig erklären.
Wir tun das nur deshalb nicht, weil er Besitzer einer Husaberg FS650e ist
und damit an der leistungstechnischen Spitze der Nahrungskette steht. Über der
Berg
gibt es nichts, die Aprilia scheint aber nur knapp dahinter zu sein. Auch beim
Preis stehen sich die Berg und die Aprilia sehr nahe, was kein Grund zur Freude
sein soll. Eine Supermoto im fünfstelligen Eurobereich ist nämlich nicht
wirklich lustig. Dass viel Leistung auch viel Wartung bedeutet ist dabei kein
Trost.


Die Aprilia ist in ihren Wurzeln
ein Rennmotorrad. Irgendwie hat man es dann aber doch geschafft eine
Strassenzulassung für das edle Eisen zu bekommen. Dabei konnte man
jedoch nicht den ganz so ehrlichen Weg gehen. Offiziell gibt es die
550er in Österreich nur mit 14kW, entdrosselt bringt sie dann 69 kreischende Pferde
auf die Straße. Ehrlich jedoch die Antworten von Aprilia wenn es um den
Einsatzzweck der SXV geht. "Ein Wettbewerbsgerät welches man auch zum
Gasslhatzen verwenden kann", lautet die Einschätzung vom Aprilia
Importeur.


Für die lange Reise oder ausgedehnte Touren würden wir das
Motorrad nicht empfehlen. Die Pässe in Südtirol sollte man eher mit dem
Lieferwagen in Angriff nehmen und die Aprilia erst am Fuße des Berges
auf die Jagd schicken. Geübte Piloten haben mit der Aprilia eine schwer
zu schlagende Waffe in der Hand. Der Motor muss gedreht werden, dann
verschwinden alle anderen Supermotos im Rückspiegel. Traktion am
Hinterrad und Grip am Vorderrad gibt es ohne Ende und die Aprilia
erwischt spielend einfach die Innenlinie.


Als Sensation bezeichnen wir die
138.5 kg welche wir vollgetankt gemessen haben. Klar ist ein Volltank
bei einer Aprilia mit 7.5 Liter deutlich leichter als ein voller KTM
690er Tank mit 13.5 Liter aber auch als Patriot muss man hier vor den
Italienern den Hut ziehen. Leichtbau in Vollendung an allen Ecken und
Enden. Praktischerweise sehen die Schwinge und der Rahmen ganz nebenbei
auch noch grandios aus. Der Auspuff der Aprilia kommt optisch auch viel
besser rüber als die 2 Trümmer an der KTM, womit wir aber schon wieder
beim Thema "ehrlicher Weg bei der Strassenzulassung" wären.


Im Jahr 2007 gibt es die 550er
sogar mit einer 2-Personenzulassung. Eventuell ein Hilfreiches Argument,
wenn die Anschaffung argumentationstechnisch an der Kippe steht.


Im Jahr 2006 gab es vor allem mit der
Einspritzung noch einige Abstimmungsprobleme, unser aktuelles
Testmotorrad hat jedoch das letzte verfügbare Softwareupdate installiert
und lief sehr sauber. Im Bereich Ansprechverhalten und
Leistungsentfaltung ist die 550er von Aprilia übrigens auch deutlich
angenehmer als die 450er.


Kleines Detail, für viele
Motorradfreaks aber ein sehr Wesentliches ist die Felgenbreite bei der
Aprilia. Die 5.5 Zoll breite Felge schluckt dicke 180er Schlapfen welche
in dem schlanken Gerät grandios zur Geltung kommen. In der WM fährt
Aprilia zwar mit 165er Reifen auf der Jagd nach Bestzeiten, vorm
Eissaloon zählt jedoch nicht das letzte Quentchen an Wendigkeit sondern
ganz normal die Größe.


Um 10.498 Euro (Preis .at) kriegt
man geballte Motorradtechnik, Racingpower und edles Design. Etwas
billiger geht es zur Zeit, wenn man sich mit der 06er Version begnügt.
Die gibt es gerade um 9.290 Euro. Bei der Supermoto waren die Änderungen
von 06 auf 07 nicht besonders gravierend und die neueste Software
bekommt man auch bei der 06er mitgeliefert.


Nur eine Wahl hat man zur Zeit
jedoch wenn man die klare Nummer 1 im Fahrerlager sein möchte. Aprilia
verkauft angeblich mit ihren Werksmotorrädern übereinstimmendes
Material. Die Van den Bosch Repblica liefert in der 450er Version 70
grausame PS ab. Carbon ist an allen Ecken und Enden montiert und beim
Fahrwerk reicht es ebenfalls für WM Siege. Der Preis: 19.000 Euro.
Testen durften wir die van den Bosch Replica jedoch nicht. Angeblich
fahren wir dafür viel zu milde. Doch wir arbeiten daran.


Related Links:








Technische Daten:

Motor: Flüssigkeitsgekühlter
V2.Zylinder-4-Takter
Hubraum: 553 ccm
Leistung 51kW (69 PS)
Radstand: 1.470 mm
Sitzhöhe: 918mm
Bereifung: v: 120/70 17 Zoll
h: 180/55 17 Zoll
Bremsen vorne WAVE-Scheibe, 320 mm, radiale
Vierkolbenzange
Bremesn hinten WAVE-Scheibe, 240 mm,
Schwimmsattelzange
Gewicht trocken 131 kg
Tankinhalt 7,5l

KTM 690 Supermoto






KTM 690 Supermoto:
Straßenbock Nummer 1, soll heißen erste Wahl für
das Leben abseits der Kartstrecke. Von Offroad will sie nicht mehr viel wissen,
dafür funktioniert sie auf der Straße umso besser. Selbst eine echte Rennstrecke
muß man mit der 690er nicht fürchten, das zeigen gefahrene Zeiten von 2.17 (NastyNils)
und 2.13 (Berzerk) am Pannoniaring. Auch bei Geschwindigkeiten an der 200er
Grenze bleibt die KTM stabil und funktioniert eigentlich wie ein Naked-Bike.
Zwar ist sie auf der Kartstrecke überraschend wendig und agil, im direkten
Vergleich mit einer SXV oder WR erwischt man Wechselkurven aber nicht ganz so
schnell. Sie ist eben kein Supermoto Wettbewerbsmodell und hat
den meisten Speck am Bauch. In Sachen Tourentauglichkeit und Komfort ist sie
dann allen anderen wieder weit voraus.


Wir wollen auch beim
Vergleichstest nicht vergessen, wie hoch KTM die Latte bei den
technischen Features legt. Zur Zeit sicherlich der modernste, stärkste
und beste Einzylinder Motor im Markt. Der ehrliche Weg bei der
Typisierung ist für ein Straßenfahrzeug unumgänglich, bezahlt werden
muss er mit den beiden Auspufftöpfen. Die Anti-Hopping Kupplung, die
Bremsen, das racingtaugliche Fahrwerk, der Lenker, der Rahmen, einfach
jedes Teil an der KTM sind von der feinsten Sorte.


Erschrocken hat uns die KTM nur
auf der Waage. Klar hat die KTM mehr Benzin im Tank als eine Yamaha WR
aber 166,5kg sind nicht wenig. Vor allem wenn wir an die 185kg einer
vollgetankten CBR 600 RR mit 120 PS und 4 Zyindern denken. Schwer auf
die Waage drücken sicher die mächtigen Auspufftöpfe, welche bei
Gewichtsfanatikern sicherlich zu Gunsten einer Akrapovic Anlage aus der
Power Parts Palette geopfert werden.


Insgesamt ist die KTM die
vielseitigste Supermoto im Feld und sicherlich auch die vielseitigste
Supermoto am Markt. Gibt eigentlich nix, dass die KTM nicht kann. Die
KTM 690er hat das Zeug auch bisherige Verweigerer von Einzylinderbikes
zu begeistern. Die Vibrationen halten sich in erträglichen Grenzen, das
Ansprechverhalten ist sehr sauber und der Motor wirkt 100%
Alltagstauglich. Man hat ein echtes Motorrad ohne nervige Starallüren in
der Garage.


Wer ein wenig Rennstreckenluft schnuppern
möchte, kann dies auch mit der 690er Supermoto tun. Egal ob bei
Fahrsicherheitstrainings oder bei kleinen Hobbyrennen - auch hier wirkt die
690er nicht deplatziert.


Interessant war der Vergleich der
Motorenkonzepte zwischen dem 550er V2 der Aprilia und dem 690er
Einzylinder von KTM. Während der ersten Runden sah alles nach einer
klaren Sache für die KTM aus. Der Motor hat Schmalz und schiebt schöner
aus den Ecken. Erst als wir das Gekreische der Aprilia ertragen konnten
und einen Gang niedriger fuhren, siegte Drehzahl vor Hubraum. Im
Vergleich zu der Yamaha war man mit der KTM zwar motorisch überlegen,
doch die 40 Kilo Mehrgewicht ließen sich auf der Kartstrecke dadurch
auch nicht wegzaubern.


Das Siegertreppchen im
Alltagsbetrieb teilt sich die KTM mit der Suzuki. Wenn man will, fährt
das Motorrad ganz easy, sanft und ohne Macken. Insgesamt die beste
Bereicherung des Supermoto-Segmentes seit Jahren.


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Technische Daten:

Motor: 1-Zylinder, 4-Takt mOtor
Hubraum: 653,7 ccm
Leistung 47kw/7.500 U/min
Drehmoment: 65 Nm/6550 U/min
Radstand: 1.460 mm
Sitzhöhe: 875 mm
Bereifung: 120/70-17"; 160/60-17"
Bremsen vorne Brembo
Vierkolben-Radialfestsattel , Bremsscheibe Ø 320 mm
Bremesn hinten Brembo Einkolben-Schwimms.,
Bremsscheibe Ø 240 mm
Gewicht trocken ca.152 kg
Tankinhalt ca.13,5 Liter (2,5 Liter
Reserve)

Suzuki DR-Z 400 SM





Suzuki DR-Z 400 SM: Straßenbock Nummer 2. Bei allem Leistungsnachteil
von mehr als 20 PS gegenüber der KTM spricht der Preis eindeutig für die DR-Z. Mit
6.499 Euro (Preis Österreich) schlägt die Suzuki den Rest der Belegschaft
preislich um beinahe ein Drittel. Dafür bekommt man eine Supermoto für jedermann
mit Spaßgarantie, denn es gibt am Zweiradsektor bestimmt nicht viel, das sich so
unkompliziert und leicht bewegen lässt. Dazu bei trägt auch das gute
Fahrwerk. Bei aller Freude ist die DR-Z auch noch
alltagstauglich und, in der heutigen Zeit ein wesentlicher Faktor, sparsam bei
Treibstoff und Wartung. In Sachen Preis-Leistungsverhältnis kann zur Zeit einzig und
allein die Honda FMX mithalten.


Für uns ist die DR-Z 400 SM dass,
was wir seit Jahren unter einem echten Einzylinder verstehen. Günstig,
praktisch und spaßig. Klar bieten KTM und Yamaha mehr Power kosten
aber auch mehr Kohle. An den entscheidenden Stellen der DR-Z wurde
jedoch nicht gespart. Die Gabel stammt aus der RM-Z Motocross und auch
das Federbein ist besser als der Preis vermuten lässt. In Sachen
Haltbarkeit macht der Suzuki im gesamten Feld bestimmt niemand etwas
vor. Der Motor ist sehr bewährt und funktioniert sehr Jahren äußerst
problemlos.


Insgesamt legte man bei der
Suzuki aber mehr Wert auf Alltagstauglichkeit als auf gute Rundenzeiten.
Und das ist für die Zielgruppe dieses Motorrades auch richtig. Das
Ansprechverhalten des Motors und die Leistungsentfaltung sind sehr
harmonisch. Fürs Anstarten braucht man keine eigene Matura, sondern es
funktioniert ganz einfach mit einem Knopfdruck. Die Bremsen können auf
der Kartstrecke mit den anderen Testkandidaten nicht mithalten, im
Straßenverkehr überzeugen sie jedoch nicht nur mit ausreichender Wirksamkeit sondern
auch mit sanfter Dosierbarkeit.


Die Sitzbank ist auch weicher als
beim Rest der Meute und insgesamt bekommt man eine Supermoto welche für
den Weg zur Schule, zur Arbeit oder zur Uni gerade richtig ausgelegt
ist. Kleinere Touren sind ebenfalls kein Problem. Doch wenn die Pässe
richtig steil und hoch werden, beginnen die 40 PS dann doch irgendwann
ein wenig zu langweilig zu werden.


Das Testbike mit Leo Vince
Auspuff haben wir uns übrigens vom ersten User im 1000PS Forum
ausgeborgt. Der

Riddler
ist ein vorsichtiger Mensch, der in seinem ganzen
Leben noch niemals etwas unredliches oder ungesetzliches getan hat.
Deshalb hat er auch einen Leovince mit ABE montiert. Ein
vorsichtiger und grundvernünftiger Bursche mit äußerst geringer
Risikobereitschaft (siehe Foto unten). Beim Motorradkauf zählen für ihn
die Parameter Preis und Wartungskosten. Nach endlos langem Studium und
Vergleich von Datenblättern, Preislisten und Prospekten entschied er
sich dann für eine DR-Z Supermoto von Suzuki. Besucher der 1000PS Roadshows kennen ihn als gewissenhaften Tankwart, alle anderen dürfen
ihn als gewissenhaften Sparmeister ins Gedächtnis speichern. Warum er
mit dem Knie nicht am Boden streift wollt ihr wissen? Kneepads sind
teuer....


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Technische Daten:

Motor: 4-Takter, wassergekühlt, 1
Zylinder
Hubraum: 398 ccm
Leistung 29 kw (40PS)
Drehmoment: 39,2 Nm bei 6600 U7min
Radstand: 1460 mm
Sitzhöhe: 890 mm
Bereifung: v: 120/70R 17 Zoll
h: 140/70R 17 Zoll
Bremsen vorne 2-Kolben Scheibenbremsen,
310mm
Bremesn hinten 1-Kolben Scheibenbremsen, 240
mm
Gewicht trocken 134 kg
Tankinhalt 10l


















































































KTM 690

Aprilia 550

Yamaha 450

Suzuki 400
Gewicht (fahrfertig, vollgetankt
gewogen)
166,5 kg 138,5 kg 124 kg 145,6 kg
Leistung 65 PS 69 PS 52 PS 40 PS
Autobahn von Salzburg nach Wien kein Problem nicht geeignet nicht geeignet motorisch kein Problem aber relativ langweilig.
Wochenendausflug nach Südtirol perfekt geeignet Anreise auf Achse ist nicht zu empfehlen. Kürzere
Tagesetappen sind sicherlich ein Genuß.
Anreise auf Achse ist nicht zu empfehlen. Kürzere
Tagesetappen sind sicherlich ein Genuß.
perfekt geeignet. Auf den hohen Pässen wird die Leistung
aber etwas mager werden.
Nachmittagsrunde ins Winkelwerk perfekt geeignet gut geeignet gut geeignet perfekt geeignet
Just for Fun auf die Kartstrecke sehr gut geeignet perfekt geeignet perfekt geeignet gut geeignet
Supermoto Rennen im Hobbybereich gut geeignet. perfekt geeignet perfekt geeignet serienmäßig nicht dafür gedacht
Just for Fun auf die Rundstrecke sehr gut geeignet. Berzerk fuhr am
Pannonia schon 2:13, NastyNils 2:17.
Hielt ewig lange Turns problemlos durch.
Macht sehr viel Spaß. An heißen Tagen sollte die
Motortemperatur im Auge behalten werden.
Ein paar Runden sind kein Problem, zu lange Turns gehen
jedoch an die Substanz.
Pannoniaring 2:25 sind kein Problem. Motor und Fahrwerk
machen mit. Dann wird die Luft aber dünn.
Durch die Stadt zur Arbeit perfekt geeignet gut geeignet mit Abstrichen beim Komfort geeignet. perfekt geeignet
Preis 9.198 Euro 10.498 Euro 11.495 Euro 6.499 Euro

















Fazit: Schön, wenn es so
unterschiedliche Konzepte gibt. Jedes dieser Motorräder stellt für eine
eigene Zielgruppe sicherlich eine optimale Wahl dar. Grundsätzlich teilte
sich die Supermoto Welt bisher in 2 Teile. In sportliche Geräte wie die Aprilia
550 oder eine Yamaha 450 und Bikes wie die Suzuki DR-Z. KTM hat es als
erstes geschafft, eine Supermoto auf die Beine zu stellen welche als
Alltagsgerät konzipiert wurde, trotzdem aber über genug Sportlichkeit
verfügt. Die Yamaha und Aprilia sind leicht und schnell, habe ihre
Wurzeln aber eindeutig im sportlichen Bereich. Man braucht ein wenig
Gefühl für Motorradtechnik um diese beiden Motorräder auch immer
anständig zu warten, muss bei langen Fahrten ein Auge auf die
Motortemperatur werfen und auch beim Anstarten gewisse Spielregeln
einhalten. KTM und Suzuki funktionieren so, dass man sie im Prinzip
jeden Fahrschüler in die Hand drücken darf. Der wesentliche Unterschied
zwischen diesen beiden Bikes ist der Preis. Wer die tollen technischen
Features der KTM nicht braucht, kriegt von Suzuki um wesentlich weniger
Geld ebenfalls eine vielseitige Supermoto.


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