KTM 950 Duke schon 2024? Erlkönige gesichtet!

Völlig neues Design und neuer Motor.

KTM plant wohl eine größere Veränderung im orangenen Modellprogramm. Dass diese Neuausrichtung schon sehr bald folgen könnte, zeigen gesichtete Erlkönige einer 950 Duke. Wir analysieren, wohin die Reise der Herzoginnen gehen soll.

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Text & Fotos: BMH-Images

Seit knapp zwei Jahren bietet KTM seine als The Super Scalpel titulierte 890 Duke R an. Jetzt, da die Österreicher in diesem Segment mit 790 Duke, 890 Duke und 890 Duke R mit drei Modellen in diesem Segment um Kundengunst buhlen und in absehbarer Zukunft mit der 690 Duke noch ein viertes Naked Bike mit Reihentwin absehbar ist, wird es Zeit für die Österreicher in ihrem Modellprogramm an Mittelklasse-Nakeds aufzuräumen.

Neues Design für die KTM Duke-Modelle

Dies beginnt voraussichtlich im Frühjahr 2023, wenn die stark überarbeitete Version der 890 Duke an den Start gehen soll. Diese wird es wieder in zwei Versionen geben und die Basis-Variante haben wir hier erstmals in nahezu serienfertiger Form auf Testfahrten erwischt. Es handelt sich um eine tiefgreifende Überarbeitung, das wird auch optisch sofort klar: Das Design wird wesentlich bulliger im Vergleich zum eher grazilen Auftreten der derzeitigen 890 Duke. An der Front prangt eine neue Leuchteinheit, die in identischer Form auch bei der in Kürze überarbeiteten 1290 Super Duke R zum Einsatz kommt. Sie besteht künftig aus zwei LED-Projektionslinsen, umrahmt vom frei stehenden LED-Tagfahrlicht und gibt stilistisch die Richtung für eine aufgefrischte Designsprache vor, in der das zuletzt für KTM übliche Split-Face der Vergangenheit angehört. Auch der Rest des Designs wird deutlich überarbeitet: So wirkt die Verkleidung künftig wesentlich massiver und das Heck wird bulliger. Der Heckrahmen wird neu konstruiert und zieht eine leicht verändert Sitzposition nach sich und an ihm ist ein Kennzeichenhalter montiert, der durch seine nun sehr hohe Positionierung das wuchtige Auftreten einmal mehr unterstreicht.

Mehr Hubraum und Power - KTM 950 Duke 2024

Im Zuge der Modellüberarbeitung wird der als LC8c bekannte Reihentwin ebenfalls stark überarbeitet um bereit zu sein für die Euro5+-Emissionsnorm, die vor allem auf Minimierung von Geräuschentwicklung abzielt. Mit Ausnahme des Lichtmaschinendeckels scheint der gesamte Motor stark modifiziert oder gar neu konstruiert, vom Motorblock, über den Zylinderkopf hin zum Ventildeckel. Von einem Hubraumzuwachs ist ebenso auszugehen. Auch der gesamte Abgastrakt wurde von Grund auf renoviert und nimmt nun so viel Platz ein, dass die Ölwanne und Teile des Fahrwerks im hinteren Bereich geändert werden mussten. Der massiv vergrößerte Kühler deutet zudem einen ordentlichen Leistungssprung im Vergleich zu den 125 PS der aktuellen 890 Duke R an. Das Triebwerk sitzt offenbar in einem weitestgehend unveränderten Rahmen, das Fahrwerk jedoch wird ebenfalls tiefgreifend überarbeitet. Zwar wird das hintere Federbein der aktuellen 890 Duke R entnommen, die Schwinge jedoch wird gänzlich neu konstruiert. Offenbar teilweise auch um Platz für massiv gewachsenen Sammler zu schaffen um den sich eben jene Schwinge in Zukunft herum schlängeln muss. Dies resultiert schlussendlich in einer völlig veränderten Fahrwerksgeometrie.

KTM 950 Duke kommt als R- und Basis-Version

Auch künftig wird es wieder zwei Versionen geben, die sich jedoch weniger unterscheiden werden als bislang: Eine R- und eine Basisvariante. Die R-Version trägt, neben Vorderradgabel, Brembo Stylema-Bremsen auch Reifen vom Typ Michelin Power Cup 2 zur Schau. Die Basis-Version wird sich vor allem durch nicht ganz so leistungsfähige Bremsen, eine zivilere Motor- sowie Fahrwerksabstimmung und alltagstauglichere Reifen unterscheiden. Dies unterstreicht die Höherpositionierung, denn preissensiblere Kunden in diesem Segment sollen künftig von 490 Duke und der nun von KTM-Partner CFMoto in China produzierten 790 Duke angesprochen werden. Der Name des neuen Modells ist zum jetzigen Zeitpunkt noch Spekulation, auch wenn 990 Duke angesichts der vorherrschenden Nomenklatur der Österreicher Nahe liegt, 950 Duke, in Anlehnung an den tatsächlichen Hubraum, jedoch ebenso logisch wäre. Doch auch die Wiederbelebung der legendären Bezeichnung 990 Super Duke wirkt nicht ausgeschlossen, angesichts dessen wie stark die Mittelklasse-Duke künftig optisch Anschluss an ihre große Schwester 1290 Super Duke R sucht.

KTM Sportler für die Mittelklasse in Sicht

Für besonders sportorientierte Kunden wird KTM ein Jahr später einen Mittelklasse-Sportler ins Angebot nehmen, der in die Lücke zwischen Aprilia RS660 und Ducati Panigale V2 stoßen wird. Somit wird das Angebot der Mattighofener im mittleren Marktsegment künftige stärker aufgefächert denn je mit 690-, 790- und 950-Modellen wird für nahezu jeden Kunden ein Angebot bereitstehen.

Bericht vom 27.01.2023 | 22.683 Aufrufe

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