Erlkönig-Fotos der KTM 390 Duke 2021 aufgetaucht!

Das quirlige Naked Bike präsentiert sich völlig neu

Sehr gut möglich, dass eine 1290 Super Duke R wichtiger für das Image der Marke KTM ist, das Geld machen die Mattighofener aber mit kleineren Modellen – wie etwa der 390 Duke. 2012 vorgestellt, fünf Jahre später mit einem ordentlichen Facelift gelungen verjüngt, verkauft sich die nackte 390er in über 80 Ländern dieser Welt sehr gut und hat sich schnell zu einem der global wichtigsten Modelle für KTM gemausert. Ab 2021 soll eine völlig neue und noch schärfere 390 Duke auf Kundenjagd gehen!

Gerade erst wurde auf Basis der aktuellen KTM 390 Duke die Abenteurerin 390 Adventure präsentiert (hier geht´s zu Schaafs Test der neuen KTM 390 Adventure!), fährt unserem Erlkönig-Jäger Bernhard H. auch schon ein wild getarnter Prototyp der kommenden Generation der 390 Duke vor die Linse. Anders als die nächste RC390, die dann auf dem modifizierten aktuellen Modell aufbauen wird, handelt es sich bei der neuen 390 Duke jedoch um eine komplette Neuentwicklung. Der Grund ist simpel: War die 390 Duke bei ihrer ersten Präsentation noch unantastbar in ihrer Performance, so legten wenig später wichtige Konkurrenten nach. BMW etwa mit der G 310 R, Honda mit der CB300R, Kawasaki mit der Z400 oder Yamaha mit der, für heuer so richtig schick gemachten MT-03. Damit legten auch diese Hersteller sukzessive immer mehr Augenmerk auf das in Asien beliebte und auch in Europa und Amerika immer wichtiger werdende Segment der mittelgroßen Einzylinder. Außerdem hat sich ein Erfolgsmodell nach neun Jahren Bauzeit doch wohl eine gröbere Überarbeitung verdient!

Die neue KTM 390 Duke wird größer – vor allem für den europäischen Markt

Um der erstarkten Konkurrenz also besser Paroli bieten zu können, bleibt kaum ein Stein auf dem anderen: Zwar wird der Motor in weiten Teilen von der gerade vorgestellten 390 Adventure übernommen, der wiederrum mit neuer Krümmerführung und einem neuen Zylinderkopf auf Einhaltung der ab 2021 geltenden EU5-Regeln getrimmt wurde. Weitere Modifikationen sollen speziell der Laufruhe und Spritzigkeit zugutekommen, wohingegen die technischen Randdaten an sich nahezu unverändert bleiben dürften. Beim Rest des Motorrades bleibt jedoch kaum eine Schraube gleich: So wächst die nächste 390 Duke in allen Dimensionen, um eine bessere Ergonomie und besseren Komfort auch für größer gewachsene Fahrer gewährleisten zu können - eine Folge der massiv gewachsenen Bedeutung des Modells auch für den europäischen Markt.

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Alles besser an der KTM 390 Duke, trotzdem nicht teurer?

Um dieses Ziel zu erreichen, kommt ein komplett neu entwickelter Rahmen in traditioneller Stahl-Gitterrohrbauweise zum Einsatz, ein ebenso neuer Heckrahmen, auf dem eine wesentlich bequemere Sitzbank (auch für den Beifahrer) Platz finden wird. Die Vorderradgabel ist ebenso neu wie die Hinterradschwinge, ebenso kommen weiter verbesserte Bremsen zum Einsatz. All das dürfte im Paket nicht nur zu einem erwachseneren Fahrgefühl beitragen, sondern auch anspruchsvolleren Piloten zu mehr Fahrspaß verhelfen und so dazu beitragen, den Marktanteil des Bikes sowohl in Asien als auch im Rest der Welt zu vergrößern. Ein weiterer wichtiger Aspekt soll sich dementgegen nur geringfügig ändern: Der Preis. Um das zu schaffen, wird die nächste 390 Duke, wie auch das aktuelle Modell, von Kooperationspartner Bajaj noch effizienter in Indien produziert.

Das Design wird noch moderner – alles andere würde nicht zu KTM passen

Das Design ist an dem, von uns erwischten frühen Prototypen noch nicht final zu erkennen, so sind viele designrelevante Teile an diesem Modell noch nicht fertig oder wurden gar von bestehenden Modellen übernommen. Klar ist jedoch, dass das spätere Serienmodell wieder ein für KTM typisches scharfkantiges Styling aufweisen wird, bestimmt durch eine Voll-LED-Lampenmaske an der Front – alles andere wäre ein Rückschritt und würde nicht zu KTM passen. Ähnlich dem aktuellen Modell wird das neue Bike aller Voraussicht nach also auch ein weiterentwickeltes TFT-Instrument erhalten, das, dem allgemeinen Trend folgend, an Größe zulegen wird und um der jüngeren Zielgruppe Rechnung zu tragen, vor allem neue Smartphone-Connectivity-Features mitbringen wird.

Die neue KTM 390 Duke wird wieder ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen

So gerüstet, schickt sich die 390 Duke an, weiter eines der beliebtesten Motorräder der Welt zu bleiben. Mit der Markteinführung dürfte jedoch erst im Laufe des Jahres 2021 zu rechnen sein. Bis dahin wird KTM aber, neben der soeben neu eingeführten 390 Adventure, auch die RC390 komplett überarbeiten. Anders als die Duke wird die RC jedoch weitestgehend auf dem aktuellen Modell aufbauen.

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Bericht vom 05.04.2020 | 20.247 Aufrufe

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