Yamaha XSR900 2021 vs. Moto Guzzi V7 Sport 2025
Bewertung
Yamaha XSR900 2021 vs. Moto Guzzi V7 Sport 2025 - Vergleich im Überblick
Der Yamaha XSR900 mit ihrem 4-Takt Reihe 3-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 847 Kubik steht die Moto Guzzi V7 Sport mit ihrem 4-Takt V längs 2-Zylinder-Motor mit 853 Kubik gegenüber. Die Yamaha hat mit 115 PS bei 10.000 Umdrehungen einen mächtigen Leistungsvorsprung im Vergleich zur Moto Guzzi mit 67 PS bei 6.900 U / min.
Das maximale Drehmoment der XSR900 von 88 Newtonmeter bei 8.500 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 79 Nm Drehmoment bei 4.400 Umdrehungen bei der V7 Sport.
Bei der XSR900 federt vorne eine Telegabel Upside-Down und hinten ein Monofederbein. Die V7 Sport setzt vorne auf eine in Federvorspannung verstellbare Telegabel Upside-Down mit 41 Millimeter Standrohr-Durchmesser und hinten arbeitet auf ein in Federvorspannung verstellbares Stereo-Federbeine.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der Yamaha vorne eine Doppelscheibe mit 298 Millimeter Durchmesser und und hinten eine Scheibe mit 245 Millimeter Durchmesser und. Die Moto Guzzi vertraut vorne auf eine Doppelscheibe mit 320 Millimeter Durchmesser und Vierkolben-Zange von Brembo. Hinten ist eine Scheibe mit 260 mm Durchmesser und Zweikolben-Zange von Brembo verbaut.
Bei der Bereifung setzt XSR900 auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 180 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der V7 Sport Reifen in den Größen 100/90-18 vorne und 150/70-17 hinten.
Der Radstand der Yamaha XSR900 misst 1.440 Millimeter, die Sitzhöhe beträgt 815 Millimeter. Die Moto Guzzi V7 Sport ist von Radachse zu Radachse 1.450 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 780 Millimeter.
Mit einem fahrfertigen Gewicht von 220 kg ist die Moto Guzzi viel schwerer als die Yamaha mit 191 kg.
In den Tank der XSR900 passen 14 Liter Sprit. Bei der V7 Sport sind es 21 Liter Tankvolumen.
Der aktuelle Durchschnittspreis der Yamaha XSR900 beträgt in unserer Neu- und Gebrauchtmotorradbörse 9.972 Euro und ist damit günstiger als der Preis der Moto Guzzi V7 Sport mit 11.147 Euro im Durchschnitt.
Von der Yamaha XSR900 gibt es aktuell 17 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Moto Guzzi V7 Sport sind derzeit 9 Modelle verfügbar. Für die Yamaha gibt es aktuell 419 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Moto Guzzi wurde derzeit 29 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
Yamaha XSR900 2021 |
Moto Guzzi V7 Sport 2025 |
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| Motor und Antrieb | ||
| Motorbauart | Reihe | V längs |
| Zylinderzahl | 3 | 2 |
| Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
| Ventile pro Zylinder | 4 | 2 |
| Ventilsteuerung | DOHC | |
| Kühlung | flüssig | Luft |
| Hubraum | 847 ccm | 853 ccm |
| Bohrung | 78 mm | 84 mm |
| Hub | 59,1 mm | 77 mm |
| Leistung | 115 PS | 67,3 PS |
| U/min bei Leistung | 10000 U/min | 6900 U/min |
| Drehmoment | 87,5 Nm | 79 Nm |
| U/min bei Drehmoment | 8500 U/min | 4400 U/min |
| Verdichtung | 11,5 | |
| Starter | Elektro | Elektro |
| Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | |
| Zündung | Transistor | |
| Antrieb | Kette | Kardan |
| Getriebe | Gangschaltung | Gangschaltung |
| Ganganzahl | 6 | 6 |
| Grad | 90 | |
| Gemischaufbereitung | Einspritzung | |
| 2WD | nein | |
| A2-Drosselung möglich | ja | |
| Chassis | ||
| Rahmen | Aluminium | Stahl |
| Rahmenbauart | Brücken | Doppelschleife |
| Lenkkopfwinkel | 65 Grad | |
| Nachlauf | 103 mm | |
| Fahrwerk vorne | ||
| Aufhängung | Telegabel Upside-Down | Telegabel Upside-Down |
| Federweg | 137 mm | |
| Durchmesser | 41 mm | |
| Einstellmöglichkeit | Federvorspannung | |
| Fahrwerk hinten | ||
| Aufhängung | Zweiarmschwinge | |
| Federbein | Monofederbein | Stereo-Federbeine |
| Federweg | 130 mm | |
| Material | Stahl | |
| Einstellmöglichkeit | Federvorspannung | |
| Bremsen vorne | ||
| Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
| Durchmesser | 298 mm | 320 mm |
| Kolben | Vierkolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Betätigung | hydraulisch | |
| Technologie | radial, Monoblock | |
| Marke | Brembo | |
| Bremsen hinten | ||
| Bauart | Scheibe | Scheibe |
| Durchmesser | 245 mm | 260 mm |
| Kolben | Zweikolben | |
| Aufnahme | Schwimmsattel | |
| Marke | Brembo | |
| Fahrassistenzsysteme | ||
| Assistenzsysteme | ABS | Fahrmodi, Kurven-ABS, Tempomat, Traktionskontrolle |
| Daten und Abmessungen | ||
| Reifenbreite vorne | 120 mm | 100 mm |
| Reifenhöhe vorne | 70 % | 90 % |
| Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 18 Zoll |
| Reifenbreite hinten | 180 mm | 150 mm |
| Reifenhöhe hinten | 55 % | 70 % |
| Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
| Länge | 2075 mm | |
| Breite | 815 mm | |
| Höhe | 1135 mm | |
| Radstand | 1440 mm | 1450 mm |
| Sitzhöhe von | 815 mm | 780 mm |
| Gewicht fahrbereit | 188 kg | |
| Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 191 kg | 220 kg |
| Tankinhalt | 14 l | 21 l |
| Führerscheinklassen | A | A2 |
| Reichweite | 428 km | |
| Euro Norm | Euro 5 | |
| CO²-Ausstoß kombiniert | 119 g/km | |
| Kraftstoffverbrauch kombiniert | 4,9 l/100km | |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Die Yamaha XSR900 ist eine klassische optische Täuschung - mit ihrem Rundscheinwerfer, dem kantigen Tank und dem aufgesetzten Rücklicht geht sie eindeutig als Retrobike durch. Die Fahrleistungen erinnern aber nicht durch Zufall an das potente Mittelklasse-Naked Bike Yamaha MT-09, denn die ist die überaus sportliche Basis für die XSR900. Der Motor ist also eine Wucht und die Bremsen gehen dazu passend sehr giftig ans Werk. Beim Fahrwerk übertreiben es die Techniker glücklicherweise nicht, die XSR900 bietet ausreichend Komfort und auch die aufrechte Sitzposition ist gemütlicher, als es der antrittsstarke Motor erwarten ließe. In der Riege der Retrobikes ist die XSR900 insgesamt dennoch eines der sportlichsten Modelle.
Moto Guzzi hat bei der Neuausrichtung der V7 sehr vieles richtig gemacht. Die Änderungen am Motor für Euro5+ verdienen großes Lob, weil nicht nur der typische Charakter des luftgekühlten V2 erhalten geblieben ist, sondern gerade im mittleren Bereich jetzt deutlich mehr Drehmoment und Leistung zur Verfügung stehen. Dass es in der V7 Sport sogar eine 6-Achsen-IMU samt Kurven-ABS gibt, passt perfekt zur neuen 320mm Doppelscheibenbremse, die das Anker-Niveau der V7 um zwei Klassen hebt. Geblieben sind die relativ straffen Federbeine und die LC-Armatur, die der V7 Special nicht so gut steht wie die bisherigen analogen Uhren. Alles in allem ist die V7-Reihe 2025 sehr gelungen.
- extrem sportlicher und drehfreudiger Motor
- hervorragende Bremsen
- Fahren auf Naked Bike-Niveau
- angenehme Sitzposition
- hochwertige Verarbeitung
- Preis-Leistungsverhältnis
- fast schon zu direktes Ansprechverhalten
- Retro-Stil nicht bis ins letzte Detail durchdacht
- Motor über den gesamten Bereich sehr gut einsetzbar
- Bremse sowohl in Biss als auch Dosierbarkeit gut
- Unverwechselbarer Charakter
- Liebloses LC-Display
- "Hölzern" ansprechende Federbeine