Bremsflüssigkeit
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Die Bremsflüssigkeit, kaum beachtet aber lebensnotwendig:
Die Bremsflüssigkeit ist die einzige Verbindung zwischen dem
Hauptbremszylinder und den
Scheibenbremssätteln und ist der Sicherheitsbauteil der gesamten
Bremsanlage. In normalen Worten gesprochen, ist die Flüssigkeit hinüber wird
man einen Ausflug in die nähere Umgebung machen - ungebremst natürlich.
Der Arbeitsweise des hydraulischen Bremssystems bei Kraftfahrzeugen liegt
das Prinzip der Druckübertragung durch ein flüssiges Medium wie der
Bremsflüssigkeit zugrunde.
Anforderungen: Der Siedepunkt der Bremsflüssigkeiten muss möglichst hoch
sein, um die bei den Bremsvorgängen auftretenden hohen Temperaturen und die
damit verbundene Dampfblasenbildung zu verhindern.
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Hygroskopisch, was kann das heißen?
Bremsflüssigkeiten sind hygroskopisch, sie nehmen während der
Gebrauchsdauer Wasser auf, das zu einem Absinken der Siedepunkte führt.
Bremsflüssigkeiten sind hydraulische Flüssigkeiten und deshalb nicht
komprimierbar, würde aber bei einer Bremsung die Temperatur bei den Rädern
zu heiß und der Siedepunkt der Flüssigkeit überschritten werden; bilden sich
Dampfblasen. Dampfblasen sind gasförmig also komprimierbar und könnten im
Extremfall zum Ausfall der Bremsanlage führen. Aus diesem Gesichtspunkt
heraus ist es verständlich, dass die Kraftfahrzeughersteller zwingend ein
Wechselintervall
für den Sicherheitsbauteil Bremsflüssigkeit vorschreiben.
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Viskosität, Fließverhalten und deren Verhalten auf die Bremswirkung
Die
Viskosität der Bremsflüssigkeit hat großen Einfluss auf das
Ansprechverhalten der gesamten Bremsanlage, vor allem bei modernen
Fahrzeugen mit ABS ist dies von großer Bedeutung. Die Viskosität soll in
der Kälte möglichst gering und in der Wärme möglichst hoch sein, es ist also
ein günstiges Viskositäts- Temperatur- Verhalten (hoher Viskositätsindex)
gefordert. Guter Korrosionsschutz
ist selbstverständlich, um hohe Lebensdauer der metallischen Bauteile der
Bremsanlage zu garantieren.
Gute Schmiereigenschaften sind notwendig, um bewegte Teile in Bremssystemen
und deren Dichtungen, vor Verschleiß zu schützen. Die
Elastomerverträglichkeit ist ein Bestandteil
aktueller Bremsflüssigkeitsnormen, um langfristige Dichtheit und Funktion
der Bremsanlagen sicherzustellen.
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Was bedeutet die lustige DOT Zahl auf dem Bremsflüssigkeitsbehälter?
DOT" b e d e u t et Department Of Transport und stammt aus der
amerikanischen
Normierung. Sowohl die SAE Vorschriften als auch die verschiedenen DOT
Spezifikationen enthalten die verschiedenen Anforderungen und Prüfmethoden,
welchen an die Bremsflüssigkeiten gestellt werden. Den größten Anteil am
Weltmarkt haben Bremsflüssigkeiten auf Polyglykolether mit/ohne Boratester.
Mischbarkeit:
Bremsflüssigkeiten DOT 3,4 und 5.1 sind mit jeder anderen Bremsflüssigkeit,
die der selben Kategorie angehören (Polyglykolethern mit und ohne
Boratester) mischbar. Die DOT Normen enthalten eine Verträglichkeitsklausel,
allerdings ist zu beachten das beim Mischen einer Bremsflüssigkeit mit hohem
Siedepunkt und einer mit niedrigem wird die Leistung der qualitativ höheren
Flüssigkeit vermindert. Prinzipiell soll die Vorschrift des
Fahrzeugherstellers eingehalten werden.
Mischen von Polyglykolether Bremsflüssigkeiten und solchen auf Mineralöl oder
Silikonbasis sind nicht zulässig. Mineralöle und Silikonöle können ebenfalls
nicht gemischt werden.
Haltbarkeit:
Bremsflüssigkeiten können in verschlossenen Originalgebinden bis zu 5
Jahre gelagert werden, viele Hersteller empfehlen aber eine maximale
Lagerungsdauer von 2 Jahren.
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Bericht vom 18.08.2005
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