Kawasaki ZX6 Testaktion

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Die 1000PSler haben bei den Kawasaki Händlern ja fleißig getestet. Fazit: Die ZX6-R ist gut angekommen.

Die österreichweite Kawasaki Ninja ZX-6R Testaktion ist beendet und nun sind auch die Testergebnisse ausgewertet; hier eine kurze Zusammenfassung:

Die Optik wurde von 79 % der Tester als sehr gelungen bewertet, die Sitzposition fanden 82 % sportlich und 12 % neutral. Die Bremsen wurden von 97 % aller Tester mit einem sehr gut gewürdigt, während das Handling zu 74 % als sehr gut und zu 26 % als gut bezeichnet wurde. Die Frage nach der Spürbarkeit der zusätzlichen 36 ccm wurde ausgewogen mit "deutlich spürbar" und "spürbar" beantwortet - nur 12 % meinten, der Unterschied wäre nur am Papier zu merken. So wurde der Gesamteindruck zu 81 % als sehr gut, und zu 19 % als gut bewertet.

Änderungswünsche wurden auch formuliert, u.a. eine andere Farbe, eine unverkleidete Version, ein höheres Windschild u.v.m.

Bei der Reihung gegenüber vergleichbaren Mitbewerbermodellen wurde die Ninja ZX-6R deutlich am häufigsten auf Platz 1 gereiht und erreichte damit den besten "Notendurchschnitt" von 1,4.

Schließlich wurde als Preis ein Wochenende mit der ZX-6R verlost! Der glückliche Gewinner (Alexander Nagy aus Wien) bekam das Supersport-Motorrad am Fr, 11.7. freudig strahlend und bei bestem Wetter überreicht. Am Montag brachte er die Ninja zurück - hier seine Eindrücke:


"Da stand sie. Frisch gewaschen und poliert. Und die aggressive Optik vermochte in weiterer Folge ihr Versprechen zu halten!!

Meine kleine Testrunde führte von Wien 12 über Laxenburg, Münchendorf, Traiskirchen, Baden, Weinbergstrasse nach Gumpoldskirchen, Mödling, kleines Stück B17 nach Brunn/Geb., Maria Enzersdorf, Hinterbrühl und Gaaden nach Heiligenkreuz. Von dort ging es über die A21 zurück nach Brunn/Gebirge und schließlich über die Wienerstrasse nach Wien.

Ich hatte an Testmöglichkeiten so ziemlich alle Streckenführungsvarianten. Lange Geraden, sehr enge Kurven, langgezogene Kurven, enge Waldlichtungen und letztendlich ein paar Autobahnkilometer.

Ich selbst fahre eine 95er Yamaha YZF und weiß, wie sehr ich sie in die Kurven reinzwingen muss. Doch was ich mit der ZX-6R erlebt habe, hätte ich mir nicht so einfach vorgestellt.

Auf der langen Geraden andrücken, recht zügig zur Kurve hin, kurz vom Gas, vielleicht ein wenig am Bremshebel ziehen und dann...

Einfach nur ein kurzer Befehl an mein Knie, den diesen an den Tank weitergibt und schon legt sich die Ninja - aber sowas von leicht - in die Kurve, dass man sehr schnell Lust auf mehr bekommt. Am Kurvenausgang voll beschleunigen - man wartet darauf, dass das Hinterrad trotz eines perfekten (hart aber herzlich) Fahrwerks einen Fluchtversuch unternimmt, doch vergebens (Gott sei Dank) - um schnell wieder in den Genuss der nächsten Kurve zu kommen... Selbes Spiel.
Doch diesmal eine schöne Links/Rechts-Kombination. Wieder Gas weg, diesmal nur das kurveninnere Knie rausstellen, Knie einziehen, kurz Gas geben, Gas weg, rechtes Knie raus, durch die Kurve, Knie rein und "voll Stoff" Richtung Autobahn um zu schauen was bzw. wie die 636er dort abgeht. Natürlich in einem vernünftigen Ausmaß... Haha, wer´s glaubt!!

Also, rauf auf die Auffahrt, beschleunigen und unter Rücksicht auf den Nachfolgeverkehr einordnen. Siehe da, freie Bahn!! Keiner vor mir, kurzer Blick in die sehr gut gelungenen Rückspiegel die sich wirklich auf jede denkbare Position individuell einstellen lassen, und los geht´s.

Schau ma mal, was sich in der vierten von unten her so abspielt. Ich sag nur eines: Nicht nur der Sound ist saugeil, sondern auch wie dieses "Ding" anschiebt ohne einmal nach Luft zu röcheln. Wenn du dann noch denkst dass bei 12.000 U/Min demnächst Schluss ist, hast du dich getäuscht. Wenn einem ein kleines Licht (Schaltblitz, Anm. der Redaktion) am linken Armaturenrand nicht mitteilen würde, dass man doch endlich den nächsten Gang einlegen sollte, würde man den Motor vermutlich ins Endlose drehen. Doch bei 15.700 U/Min ist dann wirklich Schluss. Aber da hat man im vierten Gang sowieso schon längst die Schallmauer durchbrochen. Wer sich bei höherem Tempo klein machen kann und unter dem Windschild "Platz" findet, braucht sich um etwaige Turbulenzen (fast) keine Sorgen machen. Windschnittig und schnell wie ein Pfeil.

Doch leider hat mich bei "etwas" höherem Tempo nicht nur der Mut verlassen, sondern "uns" stellte sich auch eine Baustelle in den Weg. Also runter vom Gas und vorsichtig in die Eisen greifen und
steigen. Aber Gott sei Dank lässt einen die Bremsanlage dieses "Ninjafighters" nicht im Stich und so kann man sich nicht nur auf eine gewaltige Beschleunigung des Motors verlassen, sondern auch auf eine monströse Verzögerung der Mega-Bremsen.

Bald näherte sich meine Ausfahrt und auch die Kontrollanzeige für die Tankreserve, daher fuhr ich zum nächstgelegenem Pitstop um nicht nur Sprit zu tanken. Ihr wisst sicher was ich meine ;-)

Meine Wertung:

+ Motor
+ Fahrwerk
+ Bremsen
+ Handling

- Verbrauch bei zügiger Fahrweise (Fahrspaß)
- Anzeige der Tankreserve zu unauffällig

FAZIT: ADRENALIN PUR !!"


Wer nun Lust auf eine ZX6 bekommen hat, kann klarerweise auch noch nach Ende der Test-Aktion eine Probefahrt starten.
 

Bericht vom 07.08.2003 | 8.586 Aufrufe

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