Ducati vor Le Mans: Auf dem Boden bleiben
Ducati vor Le Mans: Auf dem Boden bleiben |
Auf dem Boden bleiben, das ist die Devise von Casey Stoner nachdem er drei der ersten vier Rennen des Jahres gewonnen hat. "Die Saison ist bislang ein wahr gewordener Traum. Jetzt müssen wir die Köpfe aber unten behalten und sicherstellen, dass wir nicht zu selbstbewusst werden, weiter hart arbeiten und vielleicht zahlt sich das dann aus", sagt der Australier. Nach Le Mans kommt er in dem Wissen, dass er dort bislang eher die blecherne Medaille gepachtet hat. Denn in den vergangenen drei Jahren ist er dort immer Vierter geworden. Zu den Anforderungen des Kurses erklärt Stoner: "Man braucht eine Maschine, die sehr gut auf den Bremsen ist. Wenn man das nicht hat, dann kann man es so ziemlich vergessen. Gleichzeitig braucht man ein Motorrad, das am Ausgang der langsamen Kurven anzieht, weil es auf die Geraden hinaus viel Stop-an-Go gibt." Generell sieht er den Bugatti Circuit als einen Kurs für die Mutigen Piloten an, da auf der Bremse viel attackiert wird und sich in den Schikanen die Spreu vom Weizen trennt. "Normalerweise bin ich in den Trainings ganz gut unterwegs, ich bekomme es nur im Rennen nicht richtig hin. Vielleicht können wir das in diesem Jahr ändern." Sein Teamkollege Loris Capirossi hat nach seinem eher missglückten Saisonstart einiges gutzumachen, weswegen er sich nun auf die Rennen in Europa freut, wo er hofft, wieder etwas aufzuholen. "Casey hat gezeigt, dass die GP7 eine Siegmaschine ist und die Bridgestones sind in diesem Jahr sehr gut, also bin ich zuversichtlich, dass ich in den kommenden Rennen gut abschneiden kann", sagt der Routinier. Seine Zuneigung zu Le Mans ist allerdings enden wollend, da die Strecke für ihn zu sehr Stop-and-Go und zu wenig technisch ist. "Ich denke, sie passt besser auf die 250er und 125er", meint Capirossi. Trotzdem glaubt er, dass die Ducati ihre Qualitäten wird ausspielen können, da die Beschleunigung und die Bremsen dort das Wichtigste sind. "Unsere Maschine ist stark in beiden Bereichen." Ein Punkt, bei dem ihm Livio Suppo nicht ganz zustimmt. "Le Mans wird nicht einfach", sagt der Ducati MotoGP Projektmanager, "traditionell ist es ein Yamaha-Kurs. Valentino war dort im Vorjahr sehr schnell, bis sein Motor kaputtging und er war auch beim vorigen Rennen in Shanghai sehr stark." Da aber Stoner im Moment in einer tollen Form ist und Capirossi im Vorjahr trotz seiner Abneigung gegen die Strecke in Le Mans als Zweiter gut abgeschnitten hat, glaubt Suppo an weitere Podestplätze. "Die Saison hat gerade erst begonnen, also müssen wir mit den Füßen auf dem Boden bleiben und weiter hart Arbeiten." |
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Bericht vom 12.05.2007 | 1.504 Aufrufe