High-Tech Motorrad-Navigationsgerät Garmin zumo XT2 im Test

Garmins neuestes Navi: Praxistest der mobilen Kommandozentrale

Größer, vielseitiger und mit noch mehr Funktionen vollgepackt! Das neue zumo XT2 Motorrad-Navi von Garmin soll die Funktionalität von Garmin Tread und dem Vorgängermodell zumo XT vereinen und fortführen. Wir haben uns im intensiven Reise- und Offroadbetrieb angesehen, wie gut das High-Tech-Navi funktioniert.

Wir hatten beide Vorgänger des zumo XT2, das Garmin Tread und das Garmin zumo XT, schon bei uns im Einsatz. Dort begeisterte uns schon die Vielfalt an Funktionen und das Ausmaß an Features. Das zumo XT2 soll hier noch einmal Einen draufsetzen. Wir haben das neue Motorrad-Navi auf einer ca. 2000 km langen Schotter- und Straßentour im italienischen Friaul und im harten Offroad-Einsatz bei der einwöchigen Bosnia Rally getestet. Doch bevor wir zu den gesammelten Eindrücke kommen, müssen wir uns erst einen Überblick über die vielen Funktionen und Neuerungen des Garmin zumo XT2 zu verschaffen.

Das ist neu beim zumo XT2 - Die Features des Garmin zumo XT2

  • Größer und heller: Das Display und Gehäuse des Garmin zumo XT2 wurde überarbeitet. Der Bildschirm mit der Auflösung 1280 x 720 Pixel misst nun 6 Zoll (15,24 cm) in der Diagonale, im Vergleich zum 5,5 Zoll Display des zumo XT. Für die Vergrößerung wurde das Navi breiterund mit 340 g Gesamtgewicht ca. 80 Gramm schwerer. Auch die maximal mögliche Helligkeit des Displays wurde noch minimal erhöht.
  • USB C statt Mini USB: Endlich ist der antiquierte Mini-USB-Anschluss Geschichte und das neue zumo XT2 bietet ganz zeitgemäß einen USB-C Port.
  • Neuer Port für die SD-Karte: Genauso wie der USB-Anschluss wandert auch der Slot für die bis zu 256 GB große Micro-SD-Karte auf die Unterseite des zumo XT2. So viel sei vorweggegriffen: Ein großes Plus im Vergleich zur hakeligen und umständlich positionierten Anschlussstelle auf der Rückseite der Vorgängermodelle.
  • Neue Navi-Halterung: Auch überarbeitet wurde die Halterung. Zusätzliche Gummi-Puffer sorgen für einen festeren Sitz des Navigationsgeräts. Das zumo XT2 ist aber nicht mehr mit den alten Halterungen kompatibel.
  • Veränderter Lieferumfang: Erstmals ist die Basis der Halterung schon ab Lieferung mit dem Kugelgelenk verbunden. Dafür ist im Lieferumfang keine Halterung oder Ladekabel für das Auto enthalten wie beim Vorgänger. KFZ-Sicherung und Ring-Kabelschuhe sind dabei, die müssen aber erst mit dem Ladekabel verbunden werden, was ohne das richtige Werkzeug mühsam sein kann.
  • Mehr vorinstallierte Karten: Auch die Software wurde erweitert. Waren es beim zumo XT noch 46 vorinstallierte Straßenkarten für die Region Europa, bietet das zumo XT2 ganze 152 Straßenkarten für fast die ganze Welt.
  • Kartenebenen: Die Anzeige der Karte während der Navigation kann nun individualisiert und angepasst werden. Zu den ein- und ausblendbaren Ebenen zählen Dinge wie die herunterladbaren, BirdsEye genannten Satellitenbilder für ausgewählte Regionen, topographische Karten, Höhenlinien, 3D-Gelände, Live-Updates zur Verkehrslage, beliebte Motorradstrecken, Michelin Scenic Roads und POIs (Campingplätze, Tankstellen, Rastplätze, beliebte Orte, etc.).
  • Michelin Green Guide & Local Spots: In Zusammenarbeit mit Michelin wurden nicht nur schöne Straßen ausgewählt, sondern gleich ein ganzer Reiseführer für ausgewählte Orte vorinstalliert. Zu den besonderen Locations bekommt man Textbeschreibungen, Bilder und Bewertungen von Tripadvisor und Michelin geliefert.
  • Neuer Routenplaner: Kommen wir zum Kerngeschäft, der Navigation. Neu beim zumo XT2 ist ein Routenplaner im Startbildschirm, der auch über die Garmin Tread App (mehr dazu bei den folgenden Punkten) gesteuert werden kann. Bei dieser neuen Routenplanung können recht unkompliziert Zwischenpunkte bzw. Zwischenabschnitte in der Route eingeplant werden. Für jeden dieser Zwischenabschnitte kann dann die Routenfindung unterschiedlich gestaltet werden. Die Route für "Kürzere Zeit", mit "Gerader Linie", oder mit "Abenteuer" im Fokus berechnet werden. Letzteres nutzt dabei das Garmin Adventurous Routing.
  • Garmin Adventurous Routing ist schon bekannt von den Vorgängermodellen, steht aber weiterhin im Fokus der zumo XT2 Features. Per Algorithmus werden bei einer Routenplanung im "Abenteuer"-Modus möglichst kurvige Strecken gesucht und in vier Varianten als Routenvorschlag präsentiert. Von Stufe 1 bis 4 wird es immer kurviger und abenteuerlustiger. Zweiradfahrer, die mit der App Calimoto vertraut sind, kennen diese Art von Routenfindung schon.
  • Auch die neue Rundtour könnte Calimoto-Nutzern bekannt vorkommen. Das Navi kann selber Rundtouren abhängig von Distanz, Dauer, Ziel und grober Himmelsrichtung der Tour planen. Das Ergebnis wird basierend auf dem Adventurous Routing wieder in vier immer kurviger werdenden Varianten präsentiert.
  • Trackaufzeichnung mit Highlights: Die Aufzeichnung der gefahrenen Strecke ist ein altbekanntes Feature. Nun werden aber auch Highlights wie Höchstgeschwindigkeit, stärkste/schwächste Beschleunigung, extreme Kurven und die Höhe angezeigt.
  • Tour Zusammenfassung: Eine Zusammenfassung der gefahrenen Tour gibt es auch immer beim Erreichen des Ziels bzw. der Beendigung Tour, wo Zeit, Distanz und die Beschleunigung angezeigt werden.
  • Konnektivität ist neben der Navigation das zweitwichtigste, mitbestimmende Feature am Garmin zumo XT2. Per Bluetooth können Smartphone, Headset und diverse Garmin Geräte an das zumo XT2 gekoppelt werden. So können Anrufe, Nachrichten und Musik per Navi gesteuert werden. Aber das gab es auch schon bei den Vorgängergeräten. Neu ist das Zusammenspiel mit der Garmin Tread App.
  • Garmin Tread App: Vorher spielte das XT noch mit der Garmin Drive App zusammen, ab dem zumo XT2 wird die Tread App zur zentralen Schaltzentrale. Direkt am Smartphone können Routen geplant, Wegpunkte von Google Maps importiert und der Group Ride gesteuert werden.
  • Der Garmin Group Ride ist ebenso wie die Tread App ein Vermächtnis des Garmin Tread Navigationsgeräts. In Kombination mit dem optionalen Group Ride Tracker können so Gruppenausfahrten mit geteilter Routenplanung und sogar Echtzeitanzeige der Positionen der anderen Gruppenmitglieder auf der Karte aktiviert werden.
  • Unfall-Benachrichtigung, Wettervorhersage & Co.: Die Koppelung mit der Tread App ermöglicht unzählige Möglichkeiten. Darunter zum Beispiel auch eine automatische Unfallerkennung, die die Positionsdaten des Fahrers an zuvor definierte Kontaktdaten schickt. Oder z.B. weitere Live-Features, die bei bestehender Internet-Verbindung des Smartphones aktuelle Wetterdaten ans Navi senden können.

Montage des Garmin zumo XT2

Am Anfang unserer Praxiserfahrungen stand, wie so oft nachdem man ein neues Navigationsgerät erworben hat, die Montage des zumo XT2 an. Durch die begrenzten Optionen ist die Montage zwar unkompliziert, aber durch die noch notwendige Anbringung der Ring-Kabelschuhe und evtl. notwendiger Sicherung doch etwas mühsam. Wer sonst seine elektronischen Geräte am Motorrad über USB- oder 12V-Ausgänge lädt, sollte beim Garmin zumo XT2 trotzdem das fixe Ladekabel verlegen und benutzen. Von der Verwendung von USB-Ladekabeln während der Fahrt rät Garmin explizit ab. Einmal montiert, lässt sich die neue Halterung über die Kugelgelenke flexibel positionieren. Dabei rastet das Navi selbst auch satter ein als früher, der Verschlussmechanismus an der Oberseite fühlt sich auch nicht mehr so fummelig und verdächtig leichtgängig an, als das vorher der Fall war. Bei der letztjährigen Oldtimer Hobby-Rally Seeker Raid in Bosnien macht das mitgenommene Garmin Tread sich einmal sogar selbstständig und löst sich während der Fahrt. Die neue Halterung plus zumo XT2 haben die noch härtere Bosnia Rally heuer ohne Zwischenfall und Abflug überstanden. In Summe also eine positive Weiterentwicklung.

Garmin zumo XT2 Test
Die neu Halterung des zumo XT2 ist etwas schwergängiger, dafür aber robuster als bei den Vorgängermodellen.

Bedienkonzept und Komplexität des Garmin zumo XT2

Next Step: Test der grundlegenden Funktionen. Die unintuitive, teils recht umständliche und wenig verständliche Bedienung der Vorgängermodelle war mein größter Kritikpunkt am Tread und zumo XT. Der neue Startbildschirm des zumo XT2 macht einen aufgeräumteren Eindruck und tatsächlich ist die Aufteilung der Menüpunkte und die Bewegung durch die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen halbwegs gut möglich, ohne vorher das Benutzerhandbuch auswendig gelernt zu haben. Einige Formulierungen und Designentscheidungen, wie zum Beispiel dass die Option für die kürzeste Wegzeit bei der Routenplanung mit "Abbiegehinweise" benannt ist, sorgen anfangs aber immer noch für Verwirrung. Bei so vielen Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten lässt sich eine gewisse Komplexität in der Bedienung wohl nicht vermeiden, großteils ist das zumo XT2 bei der Bedienbarkeit aber ein Fortschritt.

Garmin Basecamp, GPX-Import & Co. mit dem zumo XT2

Doch nicht immer stellt man sich selbst die Route direkt am Navi zusammen. Bei Veranstaltungen bekommt man oft Tracks zugespielt, oder man zieht sich interessante Tourenvorschläge von diversen Websites, oder brütet lieber am Computer über detaillierten Karten und möchten dann die dort entstandenen Touren aufs Navigationsgerät überspielen. Hier gleich der erste Nachteil des neuen zumo XT2: Es ist nicht mehr mit dem extrem weit verbreiteten und beliebten Garmin Basecamp Programm kompatibel. Als Ersatz gibt es Garmin Explore, was Basecamp teilweise in seinen Funktionen ersetzt. Dennoch wäre eine Kompatibilität mit dem allgegenwärtigen Basecamp wünschenswert. Dafür ist die Verwendung eines USB-C Kabels bei der Verbindung des Garmin zumo XT2 mit einem PC oder Laptop eine große Verbesserung. Das alte, outdatete Mini-USB Kabel der Vorgänger war unterwegs kaum noch zu bekommen, sollte man es einmal vergessen haben. Doch USB-C ist überall erhältlich und einfach besser. Was es noch zur Verbindung braucht, ist das von den Vorgängermodellen bekannte Garmin Express Programm. Ohne dieses wird das angeschlossene zumo XT2 gar nicht erst erkannt. Es braucht zwar etwas Geduld, doch am Windows-Rechner funktioniert die Verbindung einwandfrei und auf den internen Speicher des Geräts kann wie auf ein Laufwerk zugegriffen und Inhalte abgespeichert werden. Das zumo XT2 erkennt die neuen Inhalte am Speicher und importiert diese. Leider lief dieser Prozess bei unserem Test auf Apple-Geräten deutlich weniger einwandfrei. Das Gerät wird zwar über Garmin Express erkannt, lässt sich jedoch nicht als Datenträger nutzen. Bei anderen Apple-Nutzern hat dies jedoch funktioniert, es scheint sich also um einen Bug bei unserem zumo XT2 oder den verwendeten Apple-Geräten zu handeln. Trotz mehrmaliger Versuche konnten wir keine Lösung für das Problem finden. Garmin bringt aber regelmäßig Bug-fixende Updates für das zumo XT2 heraus, die dann direkt per Wlan auf das Navi geladen werden können. Unsere Lösung für das Problem? Zum Glück gibt es noch den SD-Karten-Slot. Damit lassen sich GPX-Dateien äußerst leicht ins Navi einspielen. Datei auf die bis zu 256 GB große Micro-SD kopieren, SD-Karte ins Navi und die Dateien werden beim nächsten Neustart erkannt und importiert. Die SD-Karte sollte aber abgesehen von den für das Garmin bestimmten Dateien leer sein, sonst möchte das Navi die Karte formatieren.

Garmin zumo XT2 Test
Eine wichtige Verbesserung: Nicht nur ist endlich ein zeitgemäßer USB-C Port verbaut, auch der SD-Karten-Slot ist zum reinstecken viel praktischer im Umgang, als die alten Ports mit Klapp-Arretierung. Und an der Unterseite des Geräts sind sie auch besser positioniert.

Routenplanung am Garmin zumo XT2

Kommen wir zum Kernfeature eines jeden Navis: Der Navigation. Positiv hervorzuheben ist die relativ intuitive und einfache Bedienung des Routenplaners. Streckenabschnitte können schnell definiert und nach den gewünschten Parametern berechnet werden. Das funktioniert auch recht einwandfrei, doch genau bei diesem Schritt fällt auch die Abwesenheit eines zentralen, wichtigen Features auf. Es ist nämlich nicht mehr möglich, die Route für die kürzeste Wegstrecke berechnen zu lassen, sondern nur noch für die kürzeste Zeit. Das hat zur Folge, dass bei manchen Routen das zumo XT2 deutlich längere Routen plant, als zum Beispiel Google Maps oder andere Navigationsgeräte mit der Option für kurze Strecken. Möchte man lieber die kurze Strecke fahren, führt kein Weg an einer händischen Anpassung der Route vorbei. Ist die Route abgespeichert und aktiviert, kann es endlich losgehen. Die Navigation selbst lief im Fahrbetrieb ohne besondere Vorkommnisse oder Probleme ab. Einzig etwas unpräzise platzierte Wegpunkte, die nicht ganz auf der Straße oder in Nebenfahrbahnen liegen, können nerven, da das Navigationsgerät keine Toleranz beim knappen Vorbeifahren besitzt und direkt zum Punkt führen möchte. Hier muss dann wieder manuell eingegriffen werden.

Garmin zumo XT2 Test
Ohne die Option für die kürzeste Wegstrecke, müssen mit der Routenplanung des zumo XT2 deutlich mehr Kilometer abgespult werden. (Siehe das folgende Bild zum Vergleich)
Garmin zumo XT2 Test
Google Maps Navigation zum Vergleich: Gleiche Strecke, gleicher Zwischenstopp, dennoch 20 km Unterschied.

Bei vielseitigen Touren vermisst man noch ein Feature: Auch die Nutzerprofile, mit denen man sich Einstellungen für verschiedene Einsatzzwecke (Motorrad, Auto, Gelände) speichern konnte, haben es von den Vorgängermodellen nicht ins zumo XT2 geschafft. Möchte man also nun z.B. nach einer flotten Anreise auf der Autobahn ein paar unbefestigte Wege erkunden, reicht es nicht flott ein Profil zu wechseln, sondern Menüpunkte wie "Unbefestigte Straßen erlauben" müssen per Hand angesteuert werden.

Garmin zumo XT2 im Offroad-Einsatz

Sowohl im Friaul als auch bei der Bosnia Rally musste sich das zumo XT2 auch in der Offroad-Navigation beweisen. Die Routenplanung über die ganz kleinen Ziegenpfade und Waldwege gelingt dabei nicht immer, das Navi möchte lieber zurück zu größeren Straßen und dann auf Umwegen zum Ziel. Im Friaul navigierten wir deshalb im Gemüse per Wegpunkte. Diese können sehr schnell und einfach auf der Karte eingefügt und abgespeichert werden, sodass man schlussendlich einfach den selbst gesteckten Fähnchen nachfährt. Das funktioniert auch gut in Kombination mit den herunterladbaren Satellitenaufnahmen. So können bei ganz abenteuerlichen Touren und Fahrten abseits sämtlicher (eingezeichneter) Wege auch Lücken in der Vegetation oder potentielle Pfade gefunden werden.

Garmin zumo XT2 Test
Bei kleinen Wegen wird es schwer mit der Routenfindung. Die schnell einplanbaren Fähnchen schaffen Abhilfe.

Bei der Bosnia Rally folgen wir den per GPX-Import aufgespielten Tracks des Veranstalters. Hier läuft alles nach Plan und selbst trotz des extrem steinigen, materialmordenden Geländes am Balkan stecken zumo XT2 und die Garmin Halterung die Tortur weg wie nichts.

Haptik, Look&Feel, Akkudauer & mehr des Garmin zumo XT2

Bis auf leichte, hin und wieder auftretende Ruckler beim Swipen durch die Karte, fühlt sich das Garmin zumo XT2 an wie ein modernes Smartphone. Der leichtgängige Touchscreen ist jedoch auch mit Handschuhen bedienbar, selbst mit richtig dicken. Das Display ist bei verringerter Bildschirmhelligkeit noch gut ablesbar und scharf zu sehen. Außer die Sonne spiegelt sich im richtigen Winkel auf dem Glasdisplay, dann nützt auch die höchste Helligkeitsstufe nichts. Die restliche Hardware, das Gehäuse, der Einschaltknopf, die Ports an der Unterseite und die Halterung, fühlen sich alle hochwertig und robust an. Durch das große, helle Display und die extreme Anzahl an Features des zumo XT2, braucht es schon recht viel Strom. Während der Fahrt ist das kein Problem, doch nach der Tour entlädt sich das Gerät recht schnell, selbst wenn es nur im Regal liegt. Sollte das Gerät per Akku betrieben werden, hängt die Akkulaufdauer stark von den genützten Features und der eingestellten Helligkeit ab. Bei unserem Test ging nach ca 3 Stunden fast durchgehender Benützung der Energiesparmodus an, bei dem die Displayhelligkeit auf niedrig gesetzt wird, was die Navigation bei hellem Tageslicht zur Herausforderung macht. Man kann die Akkudauer aber verlängern, wenn man zwischendurch das Display über den Ausschaltknopf deaktiviert. Ein kurzes Drücken verdunkelt nämlich den Bildschirm und setzt das Gerät nur in Standby-Modus, aus dem es in einer Sekunde wieder hochfahren kann. Schnell genug, um das zumo XT2 auch während der Fahrt und zwischen Navigationsanweisungen ein- und auszuschalten.

Test-Fazit zum Garmin zumo XT2

Das Garmin zumo XT2 ist vor allem für jene attraktiv, die das Navigationsgerät als mobile Kommandozentrale nutzen wollen. Es vereint die Funktionen eines fortschrittlichen Navis mit weitgreifender Smartphone-Konnektivität. Besonders Fahrer mit Maschinen, die selbst noch keine Konnektivität mit an Bord haben, können so quasi ins 21. Jahrhundert springen. Trotz all der möglichen Funktionen, bleibt es aber ein Wermutstropfen, dass gerade bei der zentralen Navigation wichtige Features, wie die Option zur kürzesten Strecke oder die Nutzerprofile, weggefallen sind. Im Gegenzug bildet das zumo XT2 im Vergleich zu den Vorgängermodellen aber einen Fortschritt beim Design, der intuitiveren Bedienung, der neu gestalteten Hülle, Halterung und der besseren Menüführung. Für Besitzer des zumo XT oder Tread lohnt sich der Umstieg auf das knapp 600€ teure zumo XT2 kaum, es sei denn die neuen Funktionen kommen äußerst nützlich. Wer sich aber schon länger kein modernes Navigationsgerät mehr zugelegt hat und kein Feind der Smartphone-Konnektivität ist, dem könnte das zumo XT2 als "Do-it-all-Gerät" gute Dienste leisten.

Preis Garmin Zumo XT2

Aktuelle Preise zum Garmin Zumo XT2 findest Du hier. Als der Artikel verfasst wurde, lag der Preis bei rund 600 Euro.

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Bericht vom 09.08.2023 | 52.096 Aufrufe