Yamaha NMAX 125 Test 2016

Cool, schnell & günstig

Nach der Präsentation Mitte 2015 startet der fesche NMAX 125 in seine erste, volle Saison. Zum sehr wettbewerbsfähigen Preis bietet Yamaha einen großzügig ausgestatteten Roller, der mit Scheibenbremsen, ABS und neuer Motorentechnologie überraschend flink und dabei trotzdem sparsam durch die City fegt.

Fein am Papier – Hervorragend auf der Straße

Bereits seit letztem Sommer ist der neu entwickelte Yamaha NMAX 125 auf dem Markt. Jetzt gilt es für Yamaha die Lorbeeren einzufahren, die das attraktive Paket verspricht: Zum Einstiegspreis von knapp unter 3.000 Euro gibt`s weit mehr als ein Einsteigerpaket. Der Roller überzeugt mit neuesten Technologien wie ABS mit Scheibenbremsen vorne und hinten, Yamahas nagelneue blueCore Motorentechnologie, die für sportliche Fahrdynamik bei günstigem Verbrauch steht sowie ein zukunftsweisendes Design, das mit großem Digital-Cockpit, LED-Scheinwerfern und einigen praktischen Schmankerln zu überzeugen weiß.

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Üppiges Gesamtpaket

Yamaha selbst spricht von einer Vereinigung der Gegensätze: Trotz der kompakten Ausmaße stellt uns der NMAX 125 ein großzügiges Platzangebot zur Verfügung. Ein überraschend niedriger Verbrauch steht agilem Handling nicht im Weg und die überkomplette Ausstattung spiegelt sich nicht im Preis wieder  eine echte Kampfansage in einem hart umkämpften Markt und für interessierte Käufer vielleicht das Schnäppchen der Frühjahrssaison.

Schon beim ersten Blick vermittelt das aufregend gezeichnete Chassis Vertrauen und Dynamik. Zwar ist der NMAX 125 nicht übermäßig lang. Die bullige Front mit leichtem Überhang führt jedoch zu einem durchaus mächtigen Auftritt. Wegen des verbauten Fußraumes ist der Durchstieg zwar nicht möglich, doch dient der sogenannte Boomerang zwischen den Beinen zur Steifigkeit des Rahmens und der kompakten Erscheinung.

Wohlfühlfaktor

Die langgezogene Sitzbank ist hochwertig verarbeitet und verbirgt ein eher mager dimensionierte Helmfach, das über das Zündschloss geöffnet wird. Hier passen ein Jethelm und eine dünne Jacke gerade noch hinein. Für weitere Reiseutensilien bleibt aber kaum noch Platz. Wir können Yamahas optionales Topcase empfehlen, das sich nahtlos in die Gestaltung einfügt, stabil gebaut und tadellos zu Handhaben ist. Durch einen Wulst trennt sich auf der Sitzbank der Platz für Fahrer- und Mitfahrer. Roller-Freunde über 180 Zentimeter Körpergröße werden es aber eher ungemütlich haben. Wohl fühlen sich dagegen die Begleiter: Vom gut gepolsterten und erhöhten hinteren Teil der Sitzbank gibt`s viel zu sehen. Die Fußrasten sind ausklappbar und hochwertig gefertigt und am Rahmen dienen praktische Handgriffe zum Festhalten.

Das Cockpit wirkt aufgeräumt und praktisch. Yamaha-Typisch findet man alles dort, wo man es sich erwartet. Der große Digital-Tacho sorgt für Übersicht. Nett ist die Eco-Anzeige, die den momentanen Spritverbrauch anzeigt. Sehr gelungen ist die tiefe Ablage im Vorbau unter dem Lenker: Hier passt auch eine größere Getränkeflaschen hinein ein übergroßer Cupholder für den sportlichen Rollerfahrer quasi. Zum Design und zur Haptik ist generell zu sagen: Der NMAX 125 ist hochwertig verarbeitet, mit angenehmen Materialien und tollen Details. Jede Schraube sitzt bombenfest und das Fahrzeug vermittelt ein durch und durch sicheres Fahrgefühl.

Herzhafter Kern

Ordentlichen Spaß bereitet der neu entwickelte 125er-Viertaktmotor mit Wasserkühlung. Die variable Ventilsteuerung sorgt für eine verbesserte Gasannahme, die sich tatsächlich bei jedem Ampelstart erfreulich bemerkbar macht. So sprintfreudig und kraftvoll geht es nicht bei jedem Roller in der 125er-Klasse zu. Bis zu Geschwindigkeiten zwischen 60 und 70 kmh ist stetiger Vortrieb da. Mit der Lust auf Beschleunigung ist erst bei 90 bis 100 kmh Schluss. Und mit den Tricks der blue Core Technology hat man auch noch den Spritverbrauch gedrosselt.

Mit dem sehr großem Lenker-Einschlag lässt sich der NMAX 125 hervorragend durch den Straßen-Dschungel zirkeln. Den längeren Radstand merkt man beim engen manövrieren nicht, wohl aber bei höheren Geschwindigkeiten auf der Landstraße. Da liegt die Maschine solide auf der Straße, etwas härter gefedert zwar, dafür aber agil und direkt zu führen. Für den Kontakt zum Asphalt sind die 13 Zoll Räder verantwortlich, die ab Werk mit hochwertigen Dunlop-Reifen ausgestattet sind. Bei Dimensionen von 110/70/13 vorne und 130/70/13 hinten ist immer genügend Grip vorhanden.

Verbrauch Yamaha NMAX 125

Angenehm günstig verhält sich der NMAX 125 was den Verbrauch betrifft: Mit nur etwas mehr als 2 Liter auf 100 Kilometer zählt er zu den Klassenbesten  trotz der sportlichen Dynamik und angenehmen Beschleunigung aus den tiefen Geschwindigkeitsbereichen heraus. Der Tank fasst 6,6 Liter, womit sich rund 300 Kilometer Reichweite ausgehen sollten. In Summe stellt Yamaha mit dem NMAX 125 ein attraktives Paket zum Händler, das mit der Führerschein-Erweiterung B111 auch für Einsteiger und Autofahrer leicht zugänglich ist.

Fazit: Yamaha NMAX 125

Ein City-Roller zum Gernhaben. Im täglichen Gebrauch animiert der drehfreudige Motor zur beherzten Fortbewegung. Mit den neuesten Motor-Technologien hält sich der Verbrauch angenehm zurück. Das Antlitz gefällt und die Verarbeitung ist top. Zu diesem Preis ein hervorragendes Angebot


  • kraftvoller Antritt bis weit über 50 kmh
  • stylisches Design
  • neueste Technologien
  • ABS serienmäßg
  • Scheibenbremsen vorne und hinten
  • Cupholder unterm Lenker
  • zu kurze Sitzbank
  • kein Durchstieg somit eingeschränkte Transportkapazität
  • Top-Speed unter 100 kmh

Bericht vom 18.04.2016 | 84.907 Aufrufe

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