Yamaha YZF-R125

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Die kleine Supersportlerin Yamaha YZF-R125 noch näher an den Großen.
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Yamaha YZF-R125 Rennstreckentest

 

Yamaha bot bereits mit der Vorgängerin eine der sportlichsten Möglichkeiten, eine 125er zu fahren. Mit der neuen YZF-R125 wird es nun noch ernsthafter: Upside-Down-Gabel, verbesserte Einspritzung und eine Optik, die stärker an die große Schwester YZF-R6 angelehnt ist.

 
Es mag schon sein, dass man am Supersportler-Stammtisch nur mit einer großen 1000er angeben kann, eventuell noch mit einer 600er - ein 125erl schindet da wohl nur wenig Eindruck. Geht es allerdings um eine coole Optik, spielt Geld eine Rolle und fehlt (noch) der große A-Schein, ist die Yamaha YZF-R125 eine heiße Option. Vor allem mit ihrer Optik kann die R125 voll punkten. Bereits die Vorgängerin war eine der bestaussehenden 125er-Maschinen am Markt. Von der Seite, wenn man also die schmalen Reifen nicht sah, konnte man durchaus glauben, es handelte sich um eine R6. Lediglich bei genauerer Betrachtung fiel auf, dass eine konventionelle Telegabel wohl nicht mehr dem aktuellen Stand bei Supersportlern entspricht.

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Das macht die neue YZF-R125 nun besser, dank der vergeichsweise fetten 41-Millimeter Upside-Down-Gabel kann man die kleinste Yamaha-Sportlerin nicht mehr so leicht enttarnen. Auch die Verkleidung wurde nun noch stärker an jene der R6 angepasst, der Lufteinlass zwischen den Scheinwerfern steht dem kleinen Modell ebenfalls ausgezichnet - auch wenn er nicht umbedingt eine besondere Wirkung erzielt. Tief in ihrem Inneren bleibt die R125 nämlich ein gesetzeskonformes 125erl, das nun mal nicht mehr als 15 PS leisten darf. Doch auch hier erkennt man die Anstrengungen der Techniker, der Motor wirkt für einen 125er-Viertakter ziemlich quirlig und so manch gut eingefahrene YZF-R125 rennt am Tacho über 130 km/h. http://www.motorrad-bilder.at/thumbs/500x375/slideshows/291/011305/yamaha_yzf-r125t_29.jpg?new

Die Überarbeitung der Einspritzanlage kommt allerdings keiner gesteigerten Sportlichkeit sondern der besseren Effizienz zugute: Die kleine Yamse soll um 11 Prozent weniger verbrauchen - also noch weinger als fast gar nix. Da wir uns die YZF-R125 aber auf der Rennstrecke zur Brust nahmen, wollten wir weniger ihrer Sparsamkeit sondern ihren sportlichen Talenten auf den Zahn fühlen. Und da zeigt sich schnell, dass man das kleine Achterl überraschend flott bewegen kann. Vorerst ist es natürlich ungewohnt, dass sich beim Gasaufreißen nicht der gewohnte katapultartige Vortrieb einstellt, instinktiv ändert man aber sogleich den Fahrstil und versucht mehr zu gleiten und viel Schwung in die Kurven mitzunehmen.



Das funktioniert dank des steifen Rahmens, der Alu-Hinterradschwinge und der sensiblen Federelemente auch sehr gut, die kleine Sportlerin vermittelt eine hohe Stabilität. Diese Konsequenz merkt man auch am Gewicht, die140 Kilo in fahrfertigem Zustand sind einerseits nicht viel für ein Motorrad andererseits auch nicht wenig für eine 125er und so fühle ich mich auf der R125 gut und sicher aufgehoben. Selbst große Fahrer können sich gut integrieren und wohl fühlen: Die Lenker sind in einer angenehmen Höhe montiert, der Sitz ist ganz gut gepolstert und die nun voll digitalen Armaturen lassen sich gut ablesen - man vergisst schnell, dass man auf einem kleinen Achterl sitzt.

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Lediglich die schlanke Linie erinnert wieder an die kleine Kubatur - klar, ein 125er-Einzylinder braucht kaum Platz. Umso mehr traut man sich mit hoher Geschwindigkeit in die Kurven zu stechen, dank der enormen Handlichkeit und des schmalen 130er-Hinterreifens legt die R125 wie von selbst um. Die Bremse hat da natürlich die ganz große Pause, die letzten Turns bin ich überhaupt völlig ohne Bremsen durchgefahren. Doch auch in diesem Bereich haben die Japaner nicht gespart, die YZF-R125 beißt mit einem radial verschraubten Bremssattel in die vordere 292 Millimeter-Scheibe und erzielt damit ganz ordentliche Verzögerungen.

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Vaulis Fazit:
Yamaha hatte es nicht allzu schwer, mit der YZF-R125 eine der besten 125er auf die Räder zu stellen - bereits die Vorgängerin war die Königin unter den Bonsai-Sportlern. Technisch wird der Motor auf noch mehr Effizienz getrimmt und die neue Upside-Down-Gabel an der Front erhöht die Kurvenstabilität. Vor allem ist sie aber ein Eyecatcher mit dem sich die R125 optisch sogar mit ihrer großen Schwester R6 messen kann. Einige Elemente wie der Tank, das spitze Heck oder die aggressive Front sehen auf der kleinen Yamaha vielleicht sogar besser aus als auf so manch anderem Supersportler - für ein 125erl äußerst beachtlich.

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Interessante Links:

Text: Vauli
Fotos:
Pascal Trackrunner

Fazit: Yamaha YZF-R125

Yamaha hatte es nicht allzu schwer, mit der YZF-R125 eine der besten 125er auf die Räder zu stellen - bereits die Vorgängerin war die Königin unter den Bonsai-Sportlern. Technisch wird der Motor auf noch mehr Effizienz getrimmt und die neue Upside-Down-Gabel an der Front erhöht die Kurvenstabilität. Vor allem ist sie aber ein Eyecatcher mit dem sich die R125 optisch sogar mit ihrer großen Schwester R6 messen kann. Einige Elemente wie der Tank, das spitze Heck oder die aggressive Front sehen auf der kleinen Yamaha vielleicht sogar besser aus als auf so manch anderem Supersportler - für ein 125erl äußerst beachtlich.


  • Tolle Optik
  • flinkes Handling
  • niedriges Gewicht
  • kein ABS verfügbar

Bericht vom 30.07.2014 | 27.780 Aufrufe

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