Suzuki RM-Z 250/450

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Rekonvaleszenter 1000PS Redakteur beim Motocross-Test. Ossi Reisinger als Ersatzpilot.

Suzuki 2010 RM-Z 250 & 450

Vergaser ade, Einspritzung juche!

 
So nun ist es wirklich passiert. Nachdem bei der Kawa Motocross Präsentation schon die letzte Journalistengarnitur in Form von Nastynils entsendet wurde, ist bei der Präsentation der neuen RM-Z Modelle 2010 der redaktionelle Supergau unter den 1000PS Schreibern perfekt. Arlo ließ sich eine Woche zuvor bei einer Präsentation über den Fuß fahren und hatscht seitdem wie dreibeiniger Fuchs, Nastynils ist mit seinem zweiten Nachwuchs bis über den Kopf eingedeckt und konnte außerdem von seiner Holden keine Freigabe für den MX-Test erwirken und Kot, ach wie soll ich's sagen, wir wollten uns einfach nicht die Blöße geben und Kot zu einem ernsthaften MX-Test schicken. Zum Glück zeigt sich Suzuki Austria gnädig und "leiht" uns für den RM-Z 250 und 450 Test ÖM Fahrer Ossi Reisinger.

1000PS Redakteure: Verletzt, verhindert und fluguntauglich.


Mach neu! Neues Kleid, neuer Rahmen und überarbeiteter Motor für die RM-Z 450.
Im Rampenlicht der RM-Z Präsentation stand ganz klar die 250er, neues Design, neuer Rahmen und nun auch als einer der ersten MX Hersteller Benzineinspritzung in der kleinen Hubraumklasse. Doch auch wenn die RM-Z 450 dieses Jahr etwas im Schatten der kleinen Schwester steht muss sie sich nicht verstecken. Bei der "Großen" gibt es ebenfalls zahlreiche Änderungen an Motor, Rahmen und Fahrwerk. Beim Motor wurde durch überarbeitete Nockenwellen Profile in Verbindung mit einem neuen Steuerkettenspanner (für präzisere Ventilsteuerzeiten) eine Mehrleistung über das ganze Drehzahlband erreicht. Laut Ossi ist dieses Mehr an Leistung sehr gut im mittleren Drehzahlbereich zu spüren, dort hat sie viel mehr Punch als das 09er Modell.
 

Gute Nachricht kurz formuliert: mehr Leistung!


Besser als das alte Modell kommt die RM-Z 450 auch aus den Kurven, Grund dafür ist die geänderte Geometrie der Drosselklappenanlenkung und die damit verbundene Öffnungsrichtung der Drosselklappe, die ein homogeneres Luft/Benzin Gemisch erlauben. Um diese Leistung auf den Boden zu bringen, musste auch der Rahmen überarbeitet werden. Der ewige Kampf der Rahmenbauer zwischen Flexibilität und Steifigkeit soll nun im Modelljahr 2010 endlich beendet sein, Suzuki verspricht bei der RM-Z 450 die optimale Balance gefunden zu haben. Durch die Änderungen am Twin-Spar Alurahmen waren auch Adaptionen am Fahrwerk von Nöten. Konkret wurde die Federrate neu abgestimmt, die Lager an der Anlenkung optimiert und der Rahmenkopf um ca. 9mm erhöht. Die Rückmeldungen von Ossi Reisinger geben den Suzuki Ingenieuren recht, die RM-Z 450 fährt sich stabiler und kontrollierbarer als ihre Vorgängerin. In Punkto Design bleibt die 450er nahezu unverändert, lediglich die blaue Sitzbank und Dekor des 09er Modells müssten der Farbe Schwarz weichen.
 

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Video zur RM-Z 250:
MX Urgestein und Suzuki Koryphäe Gerhard Damianik erklärt die neue 250er, während sie Suzuki Werkspilot Ossi Reisinger auf dem MX Track in Kirchschlag um die Ecken prügelt.

Wie schon eingangs erwähnt stand bei der RM-Z Präsentation die 250er im Mittelpunkt. Während die große Schwester schon seit 2007 durch eine Einspritzung beatmet wird, ist es nun im Modelljahr 2010 bei der 250er so weit. Die Vorteile der Benzineinspritzung liegen klar auf der Hand, besseres und vor allem genaueres Ansprechverhalten übers ganze Drehzahlband, leichtere Individualisierung des Motorrades durch Einspielen verschiedener Mappings, automatische Regelung des Benzinzufuhr bei unterschiedlichen Temperaturen und natürlich auch kein Spritverlust bei Stürzen oder enormen Schräglagen. Dank des 16 Bit Startsystems kann die RM-Z auf eine Batterie verzichten, und somit ist auch das Gewichtsargument der Kritiker nichtig. Beim Testride fiel auf, dass die neue RM-Z 250 speziell im mittleren Drehzahlbereich deutlich mehr Schmalz hat als das 09er Modell, vergleicht man die Leistungsdiagramme der beiden Modelljahre so lässt sich ein Leistungsplus von 3 PS feststellen. Insgesamt ist die Leistungskurve der Neuen deutlich linearer als jener ihrer Vorgängerin. Wie auch bei der Schwester wurden Rahmen und Fahrwerk stark überarbeitet, was sich auf der Strecke in Form von besserer Balance und einer deutlich besseren Traktion äußert. Neben den neuen inneren Werten erscheint die 250er auch in einem neuen Kleid. Die kleine ist nun optisch stark an die große Schwester angelehnt und unterscheidet sich praktisch nur mehr farblich von der 450er. Erscheinen die Startnummerntaferln bei der RM-Z450 in edlem Weiß, geht die 250er eigene Wege. Da das Reglement bei den meisten Rennen schwarze Starnummernfelder vorschreibt, nimmt die Kleine etwas Arbeit ab, indem die Taferln von Haus aus schwarz sind.
Schwarz ist das neue Blau und Weiß ist nun Schwarz, nur Gelb ist noch Gelb - RM-Z250.
 

Egal ob RM-Z 250 oder RM-Z 450, wer mit den neuen Suzuki Crossern an den Start rollt, hat keine Ausreden mehr, um nicht am Podium zu stehen. Die beiden Crosser sind von der Performance her absolute Spitzenklasse und dafür geschaffen Rennen zu gewinnen. Beide Motorräder sind abslolute Wettbewerbsmotorräder und auch dementsprechend aufgebaut, wer damit Rennen fahren will, benötigt keine teuren Tuningparts, denn die neuen RM-Z sind aus der Kiste raus Ready to win.


Suzuki Motocross 2010 - technische Daten


 

RM-Z 250

RM-Z 450

Motor Typ

Flüssigkeitsgekühlter Viertakt-Einzylinder

Hubraum 249 ccm 449 ccm
Bohrung x Hub 77,0 x 53,6 mm 96,0 x 62,1 mm
Verdichtung 13,4:1 12,2:1
Ventilsteuerung

DOHC, 4 Ventile

Kraftstoffsystem elektr. Kraftstoffeinspritzung, 43 mm,
Starter Kickstarter
Getriebe Fünfganggetriebe
Endübersetzung Kette, 48/12 Übersetzung Kette, 50/13 Übersetzung
Primärübersetzung 3,21 2,63
1. Gang 2,15 1,80
2. Gang 1,76 1,47
3. Gang 1,47 1,24
4. Gang 1,24 1,05
5. Gang 1,09 0,91
Rahmen Aluminium Brückenrahmen
Federweg vorne 310 mm
hinten 310 mm
Nachlauf 140 mm 130 mm
Dämpfung vorne 47 mm USD Teleskopgabel, 16 fach Druck, 16 fach Zug verstellbar. 47 mm USD Teleskopgabel, 22 fach Druck, 22 fach Zug verstellbar.
Dämpfung hinten Zentralfederbein mit Hebelsystem, Schraubenfeder/Gasdruckdämper Federvorspannung, Zug- Druckstufe in Hi- und Low- Speed Zentralfederbein mit Hebelsystem, Schraubenfeder/Gasdruckdämper Federvorspannung, Zug- Druckstufe in Hi- und Low- Speed
Bremse vorne Scheibe Ø 250mm Doppelkolben
Bremse hinten Scheibe Ø 250mm 1 Kolben
Gesamtlänge 2.170 mm 2.185 mm
Sitzhöhe 955 mm 955 mm
Gewicht vollgetankt 104,5 kg 112,5 kg
Tankinhalt 6,5 Liter 6,2 Liter
Preis Österreich 7.499 Euro 7.999 Euro

 

Text: arlo
Fotos: arlo

Bericht vom 16.12.2009 | 87.551 Aufrufe

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