YB 400 Majesty ABS

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Kräftig an die Wäsche gegangen ist es dem Majesty 400. Mit ABS kann man ihn jetzt auch haben.
Yamaha YP 400 Majesty ABS
Sofa - Surfer
 
Eine Rundum-Frischzellen-Kur hat Yamaha dem Majesty 400 verpasst.
Mit kleinen, aber wirkungsvollen Eingriffen ist die Majestät unter den Maxi-Scootern schnittiger geschnitten und optisch näher an die Reiseeisen-Abteilung à la FJR 1300 gerückt. Detailarbeit an der Technik beschert dem Grossraum-Einspurer mehr als nur ein Quantum erhöhten Komfort und ein - optionales - Sicherheits-Extra: ABS.
 

Ihre Majestät im Soziusbetrieb:
Ab sofort hats die Majesty-Sozia (oder auch der Sozius) noch gemütlicher.

 
Sofa surfen geht auf mehrerlei Arten. Indoor oder Outdoor. Ersteres hat in erster Linie mit Möbeln und Internet zu tun. Zweiteres kann mit Roller(n) und Verkehr zusammenhängen. Wie im Falle des Yamaha Majesty 400. Der ist in Dimension und Komfort durchaus mit einem Sofa zu vergleichen. Und das Surfen durch die Stadt und auch über das Land ist eines seiner Haupttalente. Dieses hat er seit seiner Modell-Einführung im Jahr 2004 bereits anschaulich unter Beweis gestellt. Vor allem im südlichen Nachbarland Italien, wo der Trend zum Maxi-Roller seinen Ausgang genommen hat.
 
Es hat schon viel mit einem ausgeprägten Hang zur Bequemlichkeit zu tun.
  • Einerseits: das technisch simple Handling.
    Starten, losfahren und alles ohne Kuppeln, dank stufenloser Variomatik.
     
  • Andererseits: das lässig-bequeme Sitzen.
    Roller-Sättel sind generell bequem und breit, keine Folterbänke.
     
  • Und überhaupt: Stauraum.
    Zumindest ein Helm passt unter so gut wie jede Scooter-Sitzbank, Handschuhe auch. Alles Dinge, die man sonst in der Hand halten müsste, was uncool ist beim Lustwandeln durch die Stadt, wo man doch die Greifwerkzeuge für was anderes brauchen könnte.
Easy Handling, Komfort und Stauraum, nicht zu vergessen ein respektables Mass an Leistung 34 PS aus einem 395 ccm-Einzylinder - hat Yamahas grosser Majesty bei seinem Erstauftritt in einer attraktiven Kombination mitgebracht. Dazu ein ansprechendes Mass an Eleganz (man fährt ja auch mit den Augen) und souveräne Fahr- sowie Bremseigenschaften: ein Fahrwerk, das die gröbsten Fahrbahn-Ungereimtheiten wegsteckt, ein langer Radstand (1.565 mm), grosse Räder vorne 14, hinten 13 Zoll - mit breiten Schuhen vorne 120er, hinten 150er, Teleskop-Gabel und vorne einem Doppel-, hinten einem Monoscheiben-Anker.
 

Schnittiger als zuvor ist die Front
und optisch an die Tourer-Abteilung
à la FJR angelehnt.

Auch ein breiter Rücken kann entzücken,
mit dem neuen Styling
wirkt das Heck trotzdem deutlich schlanker.

Fast ein Motorrad:
14-Zoll-Vorderrad mit 267 mm-Doppelscheibe,
13-Zoll-Hinterrad mit 267 mm-Monoscheibe

Konventionelle Stereo-Federbeine,
die ganze und effiziente Arbeit leisten

 
In dieser Kombination hat sich die Yamaha-Majestät nicht nur in Italien, sondern auch hierzulande eine eingeschworene Gemeinde eingefahren. Trotzdem wars langsam Zeit für eine Modell-Auffrischung gewesen. Die wurde im Herbst auf der Motorradmesse in Mailand präsentiert und das Resultat ist Mitte Juni bei den österreichischen Händlern eingetroffen.

Augenfälligstes Merkmal: das frische Design. Scheinwerfer und Hecklichter sind wesentlich dynamischer geschnitten, schräger & spitzmäuliger, und sorgen für eine optisch schärfere Konturierung, die den Maxi-Roller als engen Verwandten der Maxi-Tourerin FJR 1300 ausweist. Verändert wurde auch der Schnitt der Sitzbank. Für erhöhten Sozius-Komfort sorgt eine Rückenlehne, vielmehr Lendenwirbelstütze. Nicht nur zwecks schnittigerer Optik wurde die Seitenverkleidung modifiziert: Sie soll den Windschutz verbessern. Und das tut sie auch. Gegen böigen Seitenwind ist man so oder so nie gefeit, dem begegnet die Yamaha aber ziemlich souverän.

Feinarbeit wurde an den Technik-Details geleistet. Als da sind: (Fliehkraft-)Kupplung. Die spricht jetzt weicher, dabei unverändert direkt an und leistet sich keinerlei Hupfer mehr. Weiters: Hauptbremszylinder. Das Ansprechverhalten des Ankers ist, und da gab es schon zuvor nichts zu meckern, nun noch feiner, der Druckpunkt ist glasklar, das bremst wirklich hervorragend. Ausserdem kann man der Majestät jetzt ABS verordnen (für € 999,-- Aufpreis). Als kostenfreie Draufgabe gibts die einstellbaren Hebel vom T-Max, Menschen mit sehr kleinen Händen müssen diese nicht mehr über Gebühr spreizen. Ebenfalls in Serie: eine zusätzliche Feststellbremse.
 
Nicht angetastet wurden Herzstücke wie der Alu-Rahmen. Mit diesem Leichtbau-teil bringt der Majesty zwar fahrfertig nach wie vor 223 Kilo auf die Waage, ist aber erstaunlich wendig mit einem zeitweilig nur klitzekleinen Hang zur Kippeligkeit. Der sich bei flotten Schräglagenwechseln, die der doch recht mächtige & lange Roller souverän absolviert, sofort verliert, ob das Terrain nun glatt (frisch asphaltierte Strasse) oder rauh (Kopfsteinpflaster) ist. Die Telegabel beherrscht ihre Aufgabe bestens, nur bei Top-Speed auf der Autobahn neigt die Vorderhand dazu, Längsrillen nachzulaufen und zum Pendeln anzusetzen. Das ist aber auch eine Frage des Fahrergewichts und der Sitzposition, wer die Stereo-Federbeine zu wenig in die Knie zwingt, sollte sich so weit wie möglich nach hinten setzen und auch gleich ein bisschen Ballast unter die Sitzbank packen.

Zum Galoppiern gezwungen werden muss der Majesty nicht. 34 PS bei 223 Kilo klingen zwar nicht wie die grosse Power-Welt, für engagiertes Fortkommen reichts aber allemal, ohne Unruhe ins Fahrwerk zu bringen. Straff genug ist die Federung ja ausgelegt, sogar ziemlich knackig. Dass man auf arg mitgenommenen Streckenabschnitten wie der Südost-Tangente in Wien hin und wieder kräftig eine ins Kreuz geknallt kriegt,

Grosszügiges Cockpit:
grenzt schon nah an ein Raumschiff

ist keine Besonderheit des Majesty, das kann man mit jedem Einspur-Gerät haben.
 
Unverändert üppig ist das Schluckvermögen des gebotenen Stauraums. Unter die Sitzbank passen Helm-Jacke-Handschuhe, nötigenfalls auch Hose und Schuhe oder Einkaufsgut fürs Picknick. Man kann ja, am Zielort angekommen, das eine gegen das andere tauschen. Funktioniert auch mit Bade-Equipment. Ins rechte Handschuhfach passen Handschuhe nur rein, wenn man sie reinstopft. Sollte man das Handy drin parken wollen, empfehlen sich Papiertaschentuch-Packerln als Stoss-Puffer. Ins linke Fach sollte man sich genau überlegen, was man reingetan hat, es ist ziemlich tief, geräumig und dunkel. Und versperrbar. Die Tank-Klappe muss extra entriegelt werden. Der Tank-Verschluss sollte beim Zurückstopfen präzise angelegt werden, es ist ein bisschen eine fummelige Angelegenheit.

Die Ausstattung ist komplett, inklusive feschem Cockpit mit drei chrom-umrandeten Uhren und durchgehender Tapezierung der Höhle unter der Sitzbank. Es gibt aber ausserdem noch ein dunkles Sportwindschild, Heizgriffe, eine Extra-Rückepolster für den Soziusitz und einen Regenschutz für die Sitzbank. An Farben stehen Diamond Black (mit beiger Sitzbank), Silver Metallic und Midnight Black (jeweils mit schwarzem Sattel) zur Auswahl. Übersehen werden wird man trotz der wenig auffälligen Tönungen trotzdem nicht werden. Der Majesty ist ziemlich imposant. Mit 2.230 Metern auch lang. Also ist schräg parken angesagt und eher nicht rechtwinkelig zum Fahrbahnrand.
 

Eindeutig Platz genug !
Manches Auto kann da nicht mithalten.

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Technische Daten
YP Yamaha Majesty 400 ABS
Motorbauart Einzylinder, Viertakt
Hubraum 395 cm³
Bohrung x Hub 83 x 73 mm
Verdichtung 10,6 : 1
Leistung (homologiert) 25 kw (34 PS) @ 7.000 U/min
Max. Drehmoment 36,3 Nm @ 6.000 U/min
Starter / Batterie E-Starter
Getriebe Variomatik
Gemischaufbereitung elektron. Einspritzung
Steuerung 4 V / DOHC
Schmierung Nasssumpf
Kühlung Flüssigkeit
Kupplung Fliehkraft
Rahmen / Schwinge Stahl/Triebsatzschwinge
Federung vorne / hinten Teleskop-Gabel / Stereo-Federbeine
Federweg vorne / hinten 120 / 104 mm
Bremse vorne / hinten 267 mm, Doppelscheibe / 267 mm, Monoscheibe
Reifen vorne / hinten 120/80-14 / 150/70-13
Radstand 1565 mm
Länge / Breite / Höhe 2230 mm / 780 mm / 1380 mm
Min. Bodenfreiheit 120 mm
Sitzhöhe 760 mm
Tankinhalt 14 L
Gewicht 223 kg (fahrfertig)
Top Speed 150 km/h

Preis: € 6.699,-- (Listenpreis: € 7.495,--);
ohne ABS: € 5.999,-- (Listenpreis: € 6.795,--)


 

Yamaha YP 400 Majesty ABS:
Solo-Fahrstuhl mit Pack-Potenzial für die Stadt und für das Land.

 
Majesty 400 Alt & Neu

Der Vergleich zeigt den Unterschied von vorne & von hinten.

 
Vor knapp zehn Jahren setzte Yamaha mit dem Einzylinder YP 250 Majesty einen Markstein.
Er war der erste grosse Roller, der Komfort und Sportlichkeit vereinte. Heute nehmen überwiegend zweizylindrige Scooter diese Tugenden für sich in Anspruch. Leistungsstärker, aber auch deutlich teurer, haben sie die Einzylinder-Fraktion auf die hinteren Plätze verdrängt.

Versuche der Hersteller, in die klaffende Lücke zwischen 125er-Stadtflitzern und den bis zu 650 Kubikzentimeter grossen Boliden einen kostengünstigen, handlichen und reisetauglichen Roller mittleren Hubraums zu platzieren, schlugen lange Zeit fehl. Mit einer Ausnahme: Suzuki Burgman 400.
Diesem Konkurrenten bietet Yamaha mit dem Majesty 400 für 6295 Euro Paroli und weckt mit einem fahrwerkstechnischen Highlight Interesse. Sein besonders verwindungssteifer Aluminiumrahmen, ein Novum bei Grossrollern, sorgt in Verbindung mit einer straffen Federungsabstimmung für enorme Fahrstabilität. Sehr präzise und handlich gibt sich der Majesty in Schräglage. Ein Verhalten, das man seinem opulenten Äusseren gar nicht zutrauen würde.
Yamaha verzichtet zwar auf ein ABS oder ein bedienungsfreundliches Integralbremssystem, doch die Doppelscheibenbremse im Vorderrad meistert ihre Aufgabe mit wenig Kraftaufwand souverän. Auch die hintere Scheibenbremse lässt sich sicher und wirkungsvoll dosieren. Und der Majesty ist mit einer Feststellbremse gegen Wegrollen gerüstet.

Spontan hängt der kräftige Einzylinder am Gas, dreht unangestrengt hoch und produziert mit einer überaus harmonisch abgestimmten Variomatik Fahrleistungen, die durchaus auf dem Niveau hubraumstärkerer Roller liegen. Sein geringer Kraftstoffverbrauch von 3,9 Liter Normalbenzin und lange Inspektionsintervalle von 10000 Kilometern schonen den Geldbeutel.
Ordentlichen Windschutz bietet die breite Verkleidung, das Platzangebot für Fahrer wie Beifahrer ist üppig, die Beinfreiheit ausreichend. Nur die Soziusrasten sind unbequem platziert. Dafür mangelt es nicht an Staufächern in der Verkleidung, und auch das Helmfach unter der Sitzbank ist grosszügig bemessen. Insgesamt eine interessante Alternative zu manch teurem Grossroller.
 
 
Nicht nur die Kleider ihrer Majestät sind neu. Der Majesty 400 wurde für das Modelljahr 2009 hinsichtlich Handling, Dynamik, Leistung, Komfort, Ergonomie, Wetterschutz und Ansprechverhalten weiter optimiert.
Um das Fahren mit der Automatik noch angenehmer zu machen, wurde die Kupplung überarbeitet, die nun weicher anspricht. Für mehr Sicherheit, wenn der Roller nicht in Betrieb ist, sorgen die serienmässige Wegfahrsperre und die Feststellbremse.

Majesty 400 / ABS
Wir bei Yamaha meinen, dass fahren immer auch mit Fahrspass verbunden sein sollte. Das ist unsere Maxime und danach konzipieren wir auch unsere Produkte. Nach dieser Philosophie entstand auch der Majesty400ABS, ein Maxi-Scooter der Luxusklasse, der kaum einen Wunsch offen lässt.
Seine Vielseitigkeit macht ihn zum verlässlichen Partner für die tägliche Fahrt zur Arbeit, prädestiniert ihn aber auch zum idealen Freizeitmobil für das Wochenende oder den Urlaub. Beim Modelljahr 2009 haben wir uns darauf konzentriert, das bewährte Gesamtkonzept aus Handling, Dynamik, Leistung, Komfort, Ergonomie, Aerodynamik, Wetterschutz und Ansprechverhalten noch mal zu optimieren.
 
  • Für 2009: Verkleidung im neuen Design
  • Verkleidung mit ausgezeichneten Wetterschutz, Neugestaltung von Scheinwerfer und Rücklicht
  • 267 mm Doppelscheibenbremsen vorne Scheibenbremsen hinten
  • 395-ccm-Viertaktmotor mit Flüssigkeitskühlung und Benzin-Einspritzung
  • Grosszügig bemessener Stauraum unter der Sitzbank
  • Komplett ausgestattetes Cockpit
 

Interessante Links:

Text:  Beatrix Keckeis-Hiller
Fotos:  Yamaha, Trixi Keckeis

Autor

Bericht vom 17.07.2009 | 88.927 Aufrufe

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