Balkan Extrem (1 Woche Österreich, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Kroatien und zurück)

Touren-Länge:
3.051 km
Touren-Dauer:
56 Std.
Art der Tour:
Rundkurs
Terrain:
On-/Offroad

Beschreibung der Tour

Regionen: Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Montenegro, Slowenien
BALKAN 2011... oder wie aus einer gebuchten Panoramatourerst eine Supermoto- und dann eine Balkan Extremtour wurde. (ein Bericht von meinem Freund Kay) Eigentlich hatte ich mich für die Balkan Panorama Tour angemeldet. Diese wurde aber abgesagt und ich zur Teilnahme an derSupermoto-Tour überredet. „Du bist der einzige der bummeln darf“ war die Zusage von Rene. Voller Vorfreude und Erwartungen brachen wir am Abend des 02.09.2011 mit dem blauen Sprinter und einem Anhänger voller KTMs in Richtung Österreich auf. In den frühen Morgenstunden erreichten wir Villach - den Ausgangsort für unser Abenteuer. Durch das Rosenthal in Österreich und über den Loiblpass (1.367m ü. NN) ging es zunächst in die slowenische Hauptstadt, mitten ins Großstadtverkehrschaos. Nachdem wir Ljubljana hinter uns gelassen hatten, fuhren wir durch endlose Waldpassagen mit erstem leichten Offroadanteil ... zum dran gewöhnen … an die kroatische Adriaküste (0m über NN). Weiter ging´s durchs Hinterland an den Fluss Zrmanja, den wir bei tiefster Dunkelheit erreichten und in dessen Nähe wir das erste Nachtquartier bezogen. Der zweite Tag begann mit einer Morgenwäsche in den Flutender Zrmanja. Gut erfrischt und munter starteten wir eine Offroadpassage über Schotterpisten, durch Ziegen- und Schafherden hindurch, in Richtung Bosnien.Irgendwo im bosnischen Niemandsland versuchte ein Polizist,uns an der Weiterfahrt zu hindern. Aufgeregt winkend sprang er auf die Straßeund deutete auf eine Umleitung. Durch kollektives Ignorieren seiner Anweisungenlandeten wir mitten in einem Dreh des bosnischen Fernsehens (mal sehen inwelchem Film wir mitspielen...). Nach diesem Abstecher fuhren wir durch Sarajevo - mit kurzemZwischenstopp am Flughafen - weiter nach Montenegro. Bei Einbruch der Dämmerungerreichten wir die Auffahrt zum Durmitor Nationalpark. Durch sehr dubiose, engeund unbeleuchtete Tunnel mit unterirdischen Abzweigungen, fanden wir den Weg inein kleines Hüttendorf. Beim „Partisan“, der für uns ein halbes Lamm superlecker zubereitete bezogen wir dann auch unser Nachtquartier in kleinenFinnhütten. Bei Sonnenaufgang sah ich zum ersten Mal die unbeschreiblichschöne Landschaft des Durmitor Nationalparks. Eine herrlich kurvigePanoramastraße führte uns dann zum 1.970m hohen Sedlo. Von da aus fuhren wirbis in die Brauereistadt Niksic.Von 1.400m ü. NN rollten wir wieder auf 0m ü. NN in dieBucht von Kotor. Nach Umrundung der Bucht, drifteten wir nochmals ins Bergland,durchquerten so fast nebenbei den Lovcen Nationalpark, um dann für einen kurzenBadestopp an die Küste zurückzukehren.An diesem Abend erreichten wir unser Etappenziel wieder wiegewohnt bei Dunkelheit - das Dorf Etoselov. ...essen, trinken, schlafen... scheeen war´s, auch wenn´s mal wiederspät geworden ist! Der nächste Tag sollte für mich der schönste abergleichzeitig auch der härteste der gesamten Tour werden. Zunächst ging es amMorgen ganz entspannt nach Podgorica, der Hauptstadt Montenegros. Dann über die „alte Landstrasse“nach Kolasin, wo es unterwegs zur „spektakulären“ Flussdurchfahrt kam … (zufinden auch auf dieser Homepage unter „Videos“), wobei bewiesen wurde, dass(fast) die gesamte KTM-Modellpalette mindestens bis zur Sitzbankunterwassertauglich ist.Wieder am trockenen Ufer gelandet, führte uns der Weg zueinem kleinen „Berggasthaus“. Der Wirt, der uns eine Wanderkarte verkaufte, warder Überzeugung, mit unseren Motorrädern die Wanderwege entlang zu fahren, seiein Riesenspaß! War es auch.... Allerdings war es eine der härterenOffroadpassagen. Wir fuhren durch Gegenden, die man sonst nur als Wanderer zusehen bekommt - die jedenfalls konnten nicht so recht verstehen, was wir mitunseren Bikes dort oben suchten.Im Anschluss an unsere rasante „Wanderung“ fuhren wirweiter durch den Tara-Canyon zurück in den DurmitorNationalpark. Nach einem kurzen Tankstop in Zabljak, der mit 1.400m ü. NN höchsten Stadt Montenegros, kam dieanstrengendste Offroadetappe der gesamten Tour. Über kopfgroße Steine undsteile Hänge durchquerten wir das Schlangental. (Erzberg ist ein Scheißdreckdagegen) Aber geil war´s. Und auch dem Schafhirten auf seinem Apfelschimmelhaben wir gezeigt, was geht. An diesemAbend gab es bei unserem Freund, dem „Partisan“, nochmal feinsten Lammbratenbis zum Abwinken - aber diesmal mit Slivovic. Selbst denjenigen, die schon einoder mehrmals mit Rene auf Tour waren, fiel auf, dass die Etappen diesmal umeiniges heftiger waren als sonst. Nun kam es raus: so ganz nebenbei erzählte eruns, dass er die Gelegenheit dieser gemischten Truppe gleich nutzt, um dieStrecke der nächstjährigen Extremtour anzutesten. Hauptgewinn?! Ich meine:„ja“! Am nächsten Morgen verließen wir bei feinstem Sonnenscheinden Durmitor Nationalpark, um eine entspannte Etappe in Richtung Mostar zufahren. Nach unzähligen Kurven kamen wir an einen kleinen verschlafenenGrenzposten mit einem kleinen unfreundlichen Grenzpolizisten, welcher unszunächst die Ausreise aus Montenegro verweigerte. Es bedurfte einigerDiskussion und ca. einer Stunde Formalitäten, um aus seinem Land ausreisen zudürfen. Sein ebenso unkooperativer Kollege auf der bosnischen Seite verwehrteuns die Einfahrt in sein Land. Hier halfen weder Diskussion noch sonstigeAngebote, uns blieb nur noch der direkte Rückweg. Aufgrund des großen Zeitverlustes mussten wir nun ganz schönangasen, um im Hellen in Mostar anzukommen - schließlich war ja Wellnesstagangesagt.Endlich angekommen in Mostar! Luxusunterkunft, Dusche,kaltes Bier! Danach ging es zu Fuß in Richtung Stari Most, der wohlbekanntesten (und schönsten) Brücke vom ganzen Balkan. Einst von Christen undMoslems als Zeichen der Versöhnung über den Fluss Neretva errichtet, wurde sie1993 im Balkankrieg sinnlos zerstört. Mit internationaler Hilfe wurde sie 2004wieder aufgebaut und ist abermals das Wahrzeichen der Stadt.Mostar selbst hat aber noch viel mehr zu bieten. Mit seinenunzähligen Minaretten und Kirchen und einer wunderschönen Altstadt, ist esgerade bei Nacht eine der schönsten Städte auf dem Balkan. Der vorletzte Fahrtag führte uns durch das bosnischeHinterland, vorbei an einigen unschönen Erinnerungen des Krieges, wieder nachKroatien. Dort ließ das nächste Highlight nicht lange auf sich warten – derMali Alan Pass. Die zu 100% aus Schotterpiste bestehende Strecke verbindet daskroatische Bergland mit der Küste. Leider waren auch hier noch Überreste einessinnlosen Krieges sichtbar. Ein Verlassen des Weges, zu welchem Zweck auchimmer, war nicht zu empfehlen, da die Gebiete links und rechts der Strecke noch vermint waren. Die Abfahrt führte uns dann an die kroatische Adriaküstebis nach Karlobag, wo wir einmal mehr im Hellen in unserem Hotel ankamen. Am nächsten Morgen brachen wir zur letzten Etappe unsererBalkantour auf. Durch zahlreiche Kurven ging es die Küstenstraße entlang bisnach Rijeka - vorbei an der Werft und mitten durchs Zentrum. Wir durchquerten Istrienund erreichten Slowenien, wo alle Tiere mit Fell wieder hinter Weidezäunenstanden - und nicht mehr mitten auf der Straße :) Durch Nova Gorica mit seinenvielen Weinbergen und Burgen hindurch steuerten wir den Vrsic-Pass an, welcheruns ins Sociatal führte.Noch schnell ein Bad im gefühlten 2cm kalten Wasser derSocia und weiter ging es über denWurzenpass zurück nach Villach. Dort gab es wegen eines größeren Treffens vonIndianermopedfahrern am Faaker See keine einzige feste Übernachtungsmöglichkeit.Kurz entschlossen verluden wir - nach exakt 3.051 gefahrenen Kilometern -unsere Bikes auf den Hänger, und fuhren direkt heim ins Erzgebirge. Euer Kay weitere Fotos (in bester Qualität) unter: http://www.zweiradcenter-bernhardt.de/c,bildergalerie,22_54_100_111_112,2.html weitere Infos zum Tourangebot unter: www.zweiradcenter-bernhardt.de

Fotos

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Bewertung vom 10.08.2015 von Friedell
"eine Tour ohne Tour? Wo ist der Maps-Link oder ist das einfach nur Werbung? Eine Differenzierung wäre ganz nett..."
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Bewertung vom 12.03.2012 von KTM-Bernhardt
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Bewertung vom 11.03.2012 von champjens
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Kontakt
Privatperson
08321 Zschorlau ,  Sachsen
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Tour Daten


Eingetragen am: 09.03.2012
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