Ken Roczen ist AMA-Supercross-Champion 2026
Suzuki holt nach 16 Jahren wieder den Titel
Ken Roczen hat es geschafft: Der deutsche Motocross-Star krönt sich 2026 zum AMA-Supercross-Champion in der Königsklasse. Mit seiner Suzuki RM-Z450 sicherte sich Roczen den Gesamtsieg in der wichtigsten Supercross-Serie der Welt – und schrieb damit gleichzeitig Suzuki-Geschichte.
Bis zum Finale in Salt Lake City blieb die Monster Energy AMA Supercross Championship spannend. Vor dem letzten Rennen lag Roczens stärkster Verfolger nur einen einzigen Punkt hinter ihm. Doch der Suzuki-Pilot hielt dem enormen Druck stand und brachte den Titel souverän nach Hause.
AMA-Supercross-Finale mit maximaler Spannung
Die Entscheidung fiel erst beim 17. und letzten Saisonlauf am 9. Mai 2026 in Salt Lake City. Schon beim Fallen des Startgatters war klar: Jeder Fehler könnte den Titel kosten. Doch Ken Roczen blieb ruhig und kontrolliert. Besonders in der zweiten Rennhälfte zeigte der erfahrene Deutsche eine konstante und fehlerfreie Leistung. Damit verteidigte er die Spitze der Gesamtwertung und sicherte sich seinen ersten AMA-Supercross-Titel in der 450er-Klasse.
Fünf Siege und zwölf Podien für Ken Roczen
Roczen trat 2026 für das Team Progressive Insurance Cycle Gear ECSTAR Suzuki an und wurde von Suzuki Motor USA unterstützt. Über die Saison hinweg sammelte der 32-Jährige insgesamt:
- 12 Podiumsplatzierungen
- 5 Rennsiege
- 349 Meisterschaftspunkte
Mit seinem Sieg in Philadelphia übernahm Roczen in Runde 15 erstmals die Führung in der Gesamtwertung – und gab diese bis zum Saisonende nicht mehr ab. Der finale Meisterschaftsstand:
| Platz | Fahrer | Marke | Punkte |
| 1 | Ken Roczen | Suzuki | 349 |
| 2 | Hunter Lawrence | Honda | 346 |
| 3 | Cooper Webb | Yamaha | 315 |
Ken Roczen: Vom deutschen Nachwuchstalent zum US-Supercross-Star
Für Motocross-Fans in Deutschland ist Ken Roczen längst eine Legende. Geboren in Apolda, saß er bereits mit drei Jahren auf Motocross-Maschinen und machte früh mit Erfolgen in deutschen Nachwuchsserien auf sich aufmerksam. International sorgte Roczen spätestens mit seinem Sieg im ADAC MX Junior Cup 2006 und seinem Junioren-WM-Titel für Aufsehen. 2011 schrieb er dann Geschichte, als er mit nur 17 Jahren MX2-Weltmeister wurde und sich zum jüngsten Motocross-Weltmeister aller Zeiten krönte. In den folgenden Jahren verlagerte Roczen seinen Fokus immer stärker in die USA, wo er sich zu einem der größten Namen im Supercross entwickelte.
Erster Suzuki-Titel seit 16 Jahren
Für Suzuki besitzt der Titel enorme Bedeutung. Es ist der erste AMA-Supercross-Championship-Gesamtsieg für die Marke seit Ryan Dungeys Triumph im Jahr 2010. Insgesamt holt Suzuki damit den fünften Titel in der Geschichte der prestigeträchtigen Serie. Laut Suzuki basiert der Erfolg auf der konsequenten Weiterentwicklung der RM-Z450 und der intensiven Abstimmungsarbeit des Teams. Takashi Ise, Managing Officer bei Suzuki Motor Corporation, lobte besonders Roczens Comeback nach schwierigen Jahren mit Verletzungen. Seit seinem Wechsel zu Suzuki habe er Schritt für Schritt zu alter Stärke zurückgefunden und nun den größten Erfolg seiner Supercross-Karriere gefeiert.
Suzuki RM-Z450 als Titelbike
Die Suzuki RM-Z450 blieb auch 2026 das Arbeitsgerät von Roczen. Suzuki setzte dabei laut eigener Aussage auf eine behutsame Evolution der bestehenden Plattform, um eine möglichst gut fahrbare und konkurrenzfähige Maschine zu schaffen. Gemeinsam mit seinem Team und dem deutschen Suzuki-Partner Johannes Bikes aus Weimar entstand so eine speziell auf Roczens Bedürfnisse abgestimmte Werksmaschine. Mit dem Titelgewinn 2026 dürfte die RM-Z450 nun endgültig wieder zu den erfolgreichsten Bikes der AMA-Supercross-Szene zählen.
Bericht vom 21.05.2026 | 454 Aufrufe