SBK WM Assen
WM-Leader James Toseland und Troy Bayliss sicherten sich in zwei packenden Rennen die Laufsiege. Biaggi blieb nach den Rängen 6 und 2 weiter auf dem
zweiten Tabellenplatz
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Neukirchner: zweimal Top-Ten
Max Neukirchner aus dem Team-Suzuki-Germany festigte mit den Rängen 10
und 7 in Assen seinen achten WM-Rang in der Superbike-WM. Im ersten Lauf
hatte Max Neukirchner bis zu Mitte des Rennens Max Biaggi Paroli bieten können,
bis die Reifen von einer auf die andere Runde deutlich weniger Haftung
boten. "Das gibt mir ein Rätsel auf, denn am Freitag und Samstag
waren nahezu die gleichen Bedingungen wie heute und da hatten wir dieses
Problem nicht", wunderte sich Mario Rubatto. "Max konnte
seine Kurvengeschwindigkeiten nicht mehr halten und wurde bis auf Platz zehn
durchgereicht." Der Sachse erkannte ähnlich Probleme bei der
Konkurrenz. "Mehr als die Hälfte der Teams hatten Probleme.
Eigenartigerweise die einen auf der rechten Seite, die anderen auf der
linken und auch noch vorne oder hinten", analysierte Neukirchner.
"Das hat mir nicht gefallen. Ich bin schon enttäuscht, denn mit Max
konnte ich wirklich mithalten, und wenn du dann nur noch durchgereicht wirst
und nichts unternehmen kannst, ist das keine schöne Angelegenheit.
Richtige Entscheidung
Im zweiten Lauf entschied man sich dann für eine andere Reifenmischung.
Diese Entscheidung erwies sich als richtig. Mit Ruben Xaus, Nori Haga und
Lorenzo Lanzi fielen gleich drei Topfahrer durch Sturz oder Motorschaden
aus. Die Gruppe um Max Neukirchner kämpfte somit um die Plätze fünf bis
neun. Als Neukirchner gegen Rennmitte seine Zeiten halten konnte und Roberto
Rolfo, Nieto und Michel Fabrizio vor ihm dicht beisammen lagen, war für den
Stollberger sogar Platz fünf in Reichweite."Ich wollte mir gerade
Roberto Rolfo zurechtlegen, als Fabrizio in der engen Harnadelkurve innen
reingebremst hat. Ich war kurzzeitig irritiert, denn Fabrizio hatte ich
nicht so dicht hinter mir erwartet. Ich hab mich zwar noch richtig dicht
rankämpfen können, aber die letzte Möglichkeit um diesen Platz wieder
gutmachen zu können war zu riskant."
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Sofuoglu beklagt
zu geringe Gegenwehr der Konkurrenz
Kenan Sofuoglu setzte seinen Durchmarsch in der Supersport-WM auch in Assen
fort. Der Türke gewann holte im fünften Saisonrennen seinen vierten
Triumph. Der Supersport-WM-Leader bemängelte bereits in Valencia die
Inkonstanz seiner WM-Rivalen. "Kevin Curtain macht sehr viele
Fehler, der Höhepunkt war wohl seine Attacke in Valencia." Doch in
dieser Aussage hatte sich Sofuoglu geirrt, denn die Kollision im Rennen von
Valencia wurde klar sichtbar durch die ungestüme Attacke von Kawasaki-Pilot
Pere Riba ausgelöst. Nichts desto trotz beschwert sich der Türke über die
fehlende Konkurrenz, das Ziel ist klar. "Ich will härter fighten
und so viel wie möglich für die Superbike-WM lernen. Es klingt vielleicht
überheblich, aber ich will gefordert sein."
Pitt hofft auf
mehr
Der Australier könnte sich ein längeres Engagement bei Ten Kate
vorstellen. Platz 2 in Assen könnte nach dem zweiten Rang von Valencia dazu
beitragen. Ich habe bereits Valencia sehr genossen, obwohl es eine
kurzfristige Aktion war. Zudem hatte ich das Gefühl, dass wir auf Anhieb
sehr gut zusammengearbeitet haben. Es ist mir eine Ehre, dass mit Ten-Kate
nun gefragt hat, ob ich in Assen fahren möchte."
Ecclestone: Lob
für Flammini!
F1-Zampano Bernie Ecclestone gab sich bei seinem Türkei-Besuch betont
locker und nahm sich im Istanbul Park auch Zeit für Fragen, die nicht
unmittelbar etwas mit seiner Funktion als Streckeneigner zu tun hatte.
Angesprochen auf die Superbike-WM meinte Ecclestone: Ich verfolge die
Superbike-WM nur sporadisch, aber ich kenne Flammini sehr gut. Er leistet
meiner Meinung nach sehr gute Arbeit. Zum Thema Rossi in der F1
meinte Ecclestone: Ich habe mit Valentino zuletzt nicht mehr darüber
gesprochen und will ihm auch nicht wirklich den Kopf verdrehen. Klarer
Nachsatz: Für mich ist klar: Valentino ist hier der König.
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Bericht vom 30.04.2007
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