Berger von KTM hergebrannt

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Der Didi Berger musste bei den Berger Race Days diesen Montag eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Mit seinem zweifelsohne fein aufgebauten Z 750 Racer wurde er im Naked Bike Rennen von Berzerk auf der 950er KTM gerichtet. Noch eins drauf setzte der Günther Hochmayer. Er konnte die beiden mit seiner SV 650 hinter sich lassen und siegte. Grandioses Rennen.

Diesmal gab es die Berger Race Days in 2-facher Ausführung. Am Montag links und am Dienstag rechts. Die Starterfelder in den beiden Klassen -600 und +600 sind auch diesmal wieder übervoll gewesen. Bei 11 vollen Startreihen ist für jedermann / frau ein Gegner dabei. Auch wenn man gerade erst begonnen hat, findet man in der 2:30er Region ein paar Gegner in den hinteren Reihen. Feine Rennen gibt es aber auch in der Naked Bike Klasse. Dort sind nur echte Naked Bikes zugelassen und im Starterfeld ist noch Platz für ein paar Banditen, Hornissen und Z Piloten. Nicht ganz so dicht wie in -600 und +600 aber dafür umso spannender.

Im Naked Bike Rennen am Montag musste der Didi Berger in der Bremszone dann klein beigeben. Berzerk ging mit der 950er auf der letzten Rille vorbei und legte eine 2:16:560 hin. Bei Didi Berger mit seiner leiwanden Z 750 war die Angst vorm Gipszimmer größer als die Angst vor der Niederlage und ein weiterer Angriff blieb aus. Angeblich war Berzerk mit einer echten Reifen-Wunderwaffe unterwegs. Der Vorderreifen (90/90 21  BT 45 von Bridgestone) wird normalerweise auf Classic Bikes mit Speichenfelgen montiert. Hinten hat er einen 160/60 18 BT 010 mit Schlauch montiert. Der Vorderreifen schaut auf der 950er Kanten zwar aus wie ein Strich in der Landschaft hat aber Grip ohne Ende.

Der Meister an dem Tag war aber der Günther Hochmayr mit seiner Suzuki SV 650. PS-mäßig klar unterlegen, fährt er mit guten Fahrwerk und exakter Linie 2:15.616. Da musste das restliche Feld das Fernrohr auspacken. Der Auge von Edermotors ist ganz stolz auf den besten Naked Piloten in Linz / Umgebung und gibt als Prämie für den grandiosen Sieg einen Kaffee und ein Siegerbussi her. Wenn Du diese Zeilen liest Günther, dann fahr hin zum Auge und hol Dir Deine Siegprämie ab. Pass halt nur auf, dass der Auge zur Zeit keine Fieberblase hat.

 Hier die Ergebnisse vom Montag im Detail:

 
7 Runden Rennen
-600
1. Wolfgang Muhri 2:09.694
2. Hans Müllauer 2:09.674
3. Alexander Jungwirth 2:10.701
4. Helmut Pöchl 2:11.089
5. Arnold Pokorny 2:12.230
6. Harald Fliesser 2:14.665
7. Norbert Zethofer 2:13.940
8. Günther Hochmayr 2:14.731
9. Peter Varga 2:16.624
10. Günter Nikowitsch 2:15.845
 
6 Runden Rennen
+600
1. Gradica Milic 2:09.056
2. Gerold Pfeifer 2:09.540
3. Agah Orman 2:10.197
4. Alfred Habjanic 2:11.162
5. Johann Suk 2:11.215
6. Andreas Waranycia 2:10.751
7. Richard Frece 2:10.439
8. Robert Krausler 2:11.722
9. Andreas Toth 2:12.072
10. Silvia Gressenberger 2:13.575

 

 
6 Runden Rennen
Naked Bike
1. Günther Hochmayr 2:15.616
2. Andreas Werth 2:16.560
3. Didi Berger 2:16.669
4. Harald Scherbichler 2:17.684
5. Robert Sega 2:18.375
6. Fritz Triendl 2:18.894
7. Thomas Rydl 2:18.333
8. Alex Hanus 2:23.892
9. Peter Bürstmayr 2:23.054
10. Günter Zechmeister 2:22.404

 

Ich selbst bin am Dienstag im Rennen - 600 mitgefahren. Im Zeittraining gab es auch Leute die Zeiten über 2:30 hinlegten. Die Chancen für mich standen also gut nicht letzter zu werden. Mit dabei auch meine Kawa Cup Teamgefährte vom Team Lietz der Michi Beyer. Er war ganz schwer motiviert und wollte unbedingt siegen.

Ich bin irgendwo um den 25.-30. Startplatz ins Rennen gegangen. Vor mir ein paar Piloten die eigentlich in Reichweite sein müssten und hinter mir ein paar Piloten die mir eigentlich nichts böses tun können. Ich muss also nur einen guten Start hinlegen und dann 7 Runden lang Kampflinie fahren. Das gelang mir auch erstaunlich gut. Den Grand Prix Start haben einige nicht ganz so gut drauf, ich aber riss den Gasgriff sehr exakt und pünktlich um. Bis zur 2. Kurve hab ich somit mindestens 10 Fahrer hinter mir lassen können. Das wird nun eine harte Aufgabe die Burschen 7 Runden lang hinter mir zu lassen. Einige schlupften mir durch aber einige haben es nicht ganz geschafft. Wie zum Beispiel der Pilot mit der roten 6er CBR (BJ ca. 95-99). Leistungsmäßig war er klar unterlegen aber besonders im Kurvenausgang hatte er die größeren Eier. So kam es, dass er mich jede Runde in der letzten Kurve vor Start-Ziel überholte ich aber dann am Ende der Start-Ziel wieder vor ihm war. Aber in der letzten Runde dann passierte mir ein verhängnisvoller Fehler beim Anbremsen. Er geht vorbei und dieses Match schien für mich verloren. Wären da nicht die roten Fahnen gewesen welche nur einige Sekunden später ganz heftig gewedelt wurden. Rennabbruch. Gewertet wird der Zieldurchlauf der 6. Runde - und da hatte ich die Nase vorne. Es war ein unrühmlicher Triumph, die Freude meinerseits wird dadurch aber nicht geschmälert. Gewonnen hat der Michi Beyer mit seiner 6er Kawa mit 2:05er Zeiten. Gratuliere. Wir sehen uns beim Kawa Festival nächstes Wochenende.

Nach dem Rennen war ich dann fix und fertig und hab schleunigst das Eisen aufgeladen. Die Angst vor den Piloten welche hinter mir ihre Kreise zogen war einfach zu groß. Ich hab daher keine Ahnung wie die anderen Rennen ausgegangen sind. Den kompletten Bericht gibt es aber wie immer demnächst auf der Berger-Didi Homepage www.berger-motorsport.com

Bericht vom 05.05.2004 | 9.537 Aufrufe

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