10 Fragen an Dakar Pilot Luciano Benavides

Der ehemalige KTM Pilot im Gespräch

Im März hatte 1000PS die exklusive Möglichkeit, drei Dakar Piloten zu interviewen. Darunter auch Neuzugang im Husqvarna Team und Ex-KTM-Fahrer Luciano Benavides. Dafür haben wir unsere User über Facebook & Instagram aufgefordert uns Fragen zu schicken, die sie einem Dakar-Piloten immer schon stellen wollten.

Frage #1: Was war der schwierigste Moment, den Du während der Rallye Dakar auf Deinem Motorrad erlebt hast?

Die härteste Erfahrung während der Dakar war für mich die 10. Etappe 2018, als ich auf meiner Heimstrecke stürzte und mir fünf Wirbel brach. Es war meine erste Dakar und so war es wirklich schwer, von diesem Sturz zurückzukommen.

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Frage #2: Was rätst Du jungen Fahrern, die in die Rallye-Szene einsteigen möchten? Was ist für einen jungen Fahrer der typische Weg, um in die Rallyefahrer-Szene einzusteigen?

Mein Rat für junge Fahrer, die in die Welt der Rallye einsteigen wollen, lautet: Lasst es ruhig angehen, versucht, von den erfahrensten Fahrern zu lernen, geht Schritt für Schritt vor und konzentriert euch auf die Navigation, bevor ihr versucht, schnell zu fahren. Ich denke es ist gut, in kleineren Veranstaltung zu starten, sodass der Druck der Konkurrenz geringer ist und man sich auf die Navigation und nicht auf die Ergebnisse konzentrieren kann.

Frage #3: Kann jeder an der Rallye Dakar teilnehmen?

Um an der Rallye Dakar teilnehmen zu können, muss man mindestens eines der Challenge-Rennen der Dakar beenden.

Frage #4: Welches ist Dein Lieblingsmotorrad (neben deinem Rallye-Bike)?

Mein Lieblingsmotorrad ist die Husqvarna FE 350. Perfekte Kombination aus Leistung und Handling.

Frage #5: Wann hast Du angefangen, Motorrad zu fahren?

Ich begann im Alter von 5 Jahren, als ich mit meinem Vater und meinem Bruder einige Ausfahrten machte. Und dann begann ich mit kleinen lokalen Rennen.

Frage #6: Was war dein erstes Motorrad?

Mein erstes Motorrad war eine Yamaha PW 50.

Frage #7: Wie bereitest Du dich auf die Rallye Dakar vor (geistig und körperlich)?

Ich bereite mich das ganze Jahr über auf dieses Rennen vor, indem ich körperlich trainiere, Rad fahre und auch geistig mit meinem Psychologen arbeite. Vor der Dakar trainiere ich viele Stunden Ausdauer und auch im Fitnessstudio mit speziellen Übungen, wobei ich während des Trainings das Roadbook lese. Wir machen viel Navigationstraining mit dem Team, um an dem Roadbook und dem Selbstvertrauen auf dem Motorrad zu arbeiten.

Frage #8: Wie sieht deine Ernährung während der Rallye Dakar aus? Was isst und trinkst Du?

Es ist wirklich schwer, wegen der Zeitvorgaben, in Dakar eine spezielle Diät einzuhalten. Normalerweise frühstücke ich mit etwas Müsli und Brot, etwas Obst und während der Etappe haben wir ein paar Minuten Zeit zum Essen, also nehme ich einen Müsliriegel, einige Trockenfrüchte und ein Power-Gel. Dann esse ich, wenn wir im Nachtlager ankommen. Normalerweise bestehen Mittag- und Abendessen aus Nudeln mit Huhn oder Fleisch. Auch etwas Gemüse. Tagsüber trinke ich viel Wasser, und in der Etappe trinke ich alle 50 km ein wenig von meinem Rucksack mit 3 Litern Volumen.

Frage #9: Hast Du während der Etappe auf dem Weg zur Sonderprüfung Zeit, die schöne Landschaft zu genießen - gibt es Freudenschreie unter dem Helm?

Ja, vor der Etappe genießen wir die schönen Landschaften und es ist wirklich toll. Während der Etappe nicht so sehr, weil wir uns wirklich auf die Navigation und die Geschwindigkeit konzentrieren.

Frage #10: Was war dein größter, denkwürdigster Moment bei der Rallye Dakar?

Der größte Moment war für mich der Abschluss der Dakar 2020, als ich im Fahrerlager ankam und das ganze Team dort war. Es war für mich ein großartiges Rennen mit wirklich guten Etappen und ich weiß, dass es in Zukunft noch einige gute Momente wie diesen geben wird. Ich werde also mein Bestes geben, um mein Team und meine Leute noch mehr daran teilhaben zu lassen und versuchen, sie stolz auf unsere Arbeit zu machen.

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Bericht vom 22.04.2020 | 1.608 Aufrufe

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