Classic Sprint Enduro Senning

Classic Sprint Enduro Senning

Sehr entspannte und nette Ausfahrt mit Freunden. Aber wer dachte das wird ein Spaziergang der irrte. Am Ende des Tages zeigte sich, dass die alten Bikes eben noch echte Männermotorräder sind.

Es war wieder höchste Zeit....

ja, die Saison verflog wieder wie im Flug und ich hetzte dem Rennkalender von Wochenende zu Wochenende hinter her. Ok, es ist nicht mehr so schlimm wie in meiner Sturm und Drang Zeit, aber mit zwei Kids die auch dem Offroadsport frönen ist man dann doch ganz schön eingespannt. Und so kommt es, dass ich im Herbst dann wieder wie alle Jahre die Torschlusspanik bekommt von all den Sachen, die man wieder nicht gemacht hat. Und einer dieser Punkte aus der imaginären Todo Liste war zumindest bei einer Classic Enduro Veranstaltung mit dabei zu sein. Letztes Wochenende war es dann doch noch so weit und mit perfektem Herbstwetter stand also absolut nichts mehr im Wege mit meiner alten DR die alten Zeiten zu inhalieren.

Also die alte Suzuki DR noch einen Tag davor aus dem Sommerschlag geholt, die alten Retro Shirts und Helm eingepackt, man will ja standesgemäß unterwegs sein. In Senning auf dem alten Truppenübungsplatz angekommen, inhaliert man im ganzen Fahrerlager eine gewisse Melancholie an die alten Zeiten. Bei jedem Hänger lehnt ein Stück Zweiradgeschichte und Geschichten über das Bike und der eigenen bekommt an von jedem gerne erzählt. Berührungsängste gibts nicht, alle sind wie alte Freunde, ob man sich kennt oder nicht.

Die Anmeldung im Clubgebäude durch Organisator, Streckenbauer, Buffetchef und Rennleiter Herman Knirsch ging ebenso locker über die Bühne. In der Ausschreibung stand eine Streckenlänge von 8km und 4 Runden mit je einer Sonderprüfung. Wenn man das Gelände in Senning sieht, kann man sich als Bergbewohner nicht vorstellen, dass die anstrengend werden kann. Doch Hermann hat schon gewarnt, und er sollte Recht behalten. Die Runde war zu Beginn im Wald sehr nett zu fahren, dann ging es ins Infield der MX Strecke, und dort gab es keinen Meter zum erholen. Alte Bikes benötigen eine strenge Hand, und bei so vielen Winkelwerk war dies echte Knochenarbeit. Die vorgegebenen Rundenzeiten waren ausreichend, aber trödeln oder verfahren durfte man nicht.

Das geplante Abschluss Motocross wurde dann aber aufgrund der hohen Staubentwicklung abgesagt, man soll eben aufhören, wenn es am schönsten ist. Somit war dann noch bis zur Siegerehrung jede Menge Zeit um über alte Enduros und alte Geschichten zu philosophieren. Damit dann am Ende die Wertung passt, gibts für jüngere Semester von Motorräder und Fahrern noch Strafsekunden, damit steht auch der Spaß mehr im Vordergrund als das Rennen an sich. Dass es für mich am Ende für einen dritten Platz gereicht hat, war umso erfreulicher.

Der Classic Sprint in Senning war übrigens die Abschlussveranstaltung der Enduro Senioren Meisterschaft. Angekündigt wurde schon das Classic Enduro in Mühlen welches nächstes Jahr als 2 Tages Fahrt veranstaltet wird. Unglaublich tolle Veranstaltung, ich hoffe nächstes Jahr kann ich meine Todo Liste schon am Anfang des Jahres befriedigen.

Fazit: Classic Motorräder boomen, und dieser Trend setzt sich auch bei Enduros fort. Nur Poser werden den Trend nicht aufgreifen, dazu muss man nämlich tatsächlich fahren können. Daher wird die Szene echt und unverfälscht bleiben.

http://www.endurosenioren.at

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Bericht vom 06.10.2016 | 2.928 Aufrufe

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